Praktische Gender-Trainings in Osttimor und Eritrea

Praktische Gender-Trainings in Osttimor und Eritrea

Praktische Gender-Trainings in Osttimor und Eritrea

„Während des Versuchs, das Material über Gender-Training in Osttimor und Eritrea anzuwenden, zeigte sich, dass der Trainer/die Trainerin keine ausreichenden aktuellen und kontextspezifischen Informationen über die Konflikte in diesen Ländern und deren Friedensmissionen hatte. Deshalb wurde entschieden, neben dem militärischen Friedenspersonal auch die Zivilbevölkerung in das Gender-Training einzubeziehen, damit auch die lokalen Männer und Frauen ihre Analysen und Erfahrungen einbringen konnten. Einige Kommunalpolitiker, einschließlich der Bürgermeister, sowie lokale Frauen und Männer nahmen an dem Training teil.

Der Trainer/ die Trainerin stellte fest, dass der ergiebigste Lernprozess in jenen Trainingsteilen stattfand, in welchen die Zivilbevölkerung zusammen mit dem militärischen Friedenspersonal teilnahmen. Hier wurde allen Teilnehmenden der Einfluss des Konfliktes und der Friedensmission bewusst sowie die Rolle der Geschlechter in diesen Erfahrungen und Strukturen. Der Trainer/die Trainerin fand auch heraus, dass die Militärs überhaupt zum ersten Mal mit der lokalen Bevölkerung Kontakt hatten und deren Meinungen hörten. Diese Erkenntnis zeigt eine wichtige und brauchbare Methode auf, Geschlechterbewusstsein innerhalb dieser Friedensmission und ihrer Gesellschaft zu entwickeln.“

Zitat aus: McKay, Susan / Mazurana, Dyan (2001): Raising women’s voices for peacebuilding, London. (Übersetzung)

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