Verlacht -Verboten - Gefeiert - zur Geschichte des Frauenfußballs

ausstellung

Verlacht -Verboten - Gefeiert - zur Geschichte des Frauenfußballs

Eine Ausstellung der Volkshochschule Aachen in der Heinrich Böll Stiftung Berlin, vom 4. bis zum 28. Juli 2011

Eduard Hoffmann und Dr. Jürgen Nendza

Frauenfußball heute
Frauenfußball boomt und gilt heute mit über 20 Millionen aktiven Fußballerinnen als weltweit beliebtester Frauen-Teamsport. Allein beim DFB kicken derzeit ca. 850.000 Mädchen und Frauen. Das Niveau ist hoch: Taktik, Athletik, Technik und Spielkultur des deutschen Frauenfußballs setzen auch international Maßstäbe. 2007 haben die Frauen in China ihren 2003 in den USA erstmals gewonnenen Weltmeistertitel verteidigt. In Finnland sind die Frauen 2009 bereits zum siebten Mal Europameisterinnen geworden. Und 2011 wird Deutschland schon wieder WM Gastgeber sein.

Verbot und Perspektiven
Doch die Erfolge können nicht darüber hinweg täuschen: Die Geschichte des Frauenfußballs ist auch eine Verbotsgeschichte, eine Geschichte des Kampfes gegen männliche Vorurteile und Bevormundungen. Erst 1970 wird das Fußballspielverbot für Frauen durch den DFB aufgehoben (was heute kaum noch jemand weiß). Und obwohl Frauenfußball längst zu einem Aushängeschild des DFB geworden ist und sich für Deutschlands Fußballerinnen vieles zum Besseren gewandelt hat, ist der Geschlechterkampf immer noch nicht abgeschlossen. Vorurteile und Hindernisse zeigen sich auch heute, nur versteckter, in der Sprache, im Vereinsleben, bei Wettkämpfen und in der Ignoranz meist männlich besetzter Sportredaktionen.

Die Ausstellung
Die Ausstellung beleuchtet Geschichte, Probleme und Perspektiven des Frauen- und Mädchenfußballs in Deutschland hintergründig und jenseits des Mainstreams. Zugleich will sie ein zusätzliches öffentliches Forum für den Frauenfußball schaffen und für seine Belange werben. Die Ausstellung dokumentiert schwerpunktmäßig folgende Aspekte des Frauenfußballs: Die Anfänge des Frauenfußballs in Schottland - Frauenfußballboom in England 1915-1920 (kurz darauf Verbot) – Frauenfußball in der Weimarer Republik (Natur- und Sportplatzbewegung vs. Biologismus)- Verbot im Nationalsozialismus - Offizielles Spielverbot für Frauen auch in der BRD (DFB-Bundestag 1955) - Fußballsubversivität zwischen 1955-1970 - Aufhebung des Spielverbots durch DFB-Bundestag 1970 - Die Jahre danach: Skepsis, Spott und Ignoranz - Blick auf Frauenfußball in der DDR - Die Frauenfußball-Nationalelf zum Aushängeschild des DFB, Mädchen- und Frauenfußball boomt - Probleme, Boom und Perspektiven: Und die (Sport- )Medien schauen weg...

Eine Ausstellung der VHS Aachen in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung 

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