Fußball ist unser Leben! Männer – Frauen – Fußball

Foul während eines FußballspielsDer Sport ist ein wichtiges Mittel zur Inszenierung des Geschlechts, bei dem das dualistische Geschlechterrollenbild eher noch verstärkt als aufgebrochen wird. Urheber: duvallrobbie2. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Dienstag,12. Juli 2011 von 19 – 21 Uhr, Heinrich Böll Stiftung

Sport ist ein Handlungsfeld, in dem Männer bislang dominierten. In den letzten Jahren lässt sich ein enormer Zuwachs von Frauen nicht nur im Sport generell, sondern vor allem auch in jenen Sportarten finden, die zuvor vorwiegend Männern vorbehalten waren, wie z. B. Boxen, Ringen, Bobfahren, Gewichtheben und vor allen Dingen im Fußball.

Der Sport bleibt aber ein wichtiges Mittel zur Inszenierung des Geschlechts, bei dem das dualistische Geschlechterrollenbild eher noch verstärkt als aufgebrochen wird.

Wir nehmen die Fussball-WM der Frauen zum Anlass im Podiumsgespräch u.a. der Frage nachzugehen, wie die Wege in die "typischen" Männersportarten, insbesondere im Fußball, bei Männern und Frauen verlaufen.

Welche Funktion hat Fußball für das Mannsein, Frausein? Welche Botschaften werden transportiert? Ebenso möchten wir im Gespräch mit den Gästen aus Wissenschaft und Fußballpraxis darüber sprechen, wie Männer und Frauen die Anforderungen der gewählten "männlichen" Sportart erfüllen und wie sie vor dem Hintergrund ihrer spezifischen Biographie als Frau oder Mann sowie der Konstruktion von Weiblichkeit und Männlichkeit in unserer Gesellschaft mit den Anforderungen der Sportart zurechtkommen.

Ist die Zukunft des Fußballs weiblich, wie einige Expert_innen behaupten?

Veranstalter_innen: 
Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse, Berlin, www.forum-maenner.de
Gunda Werner Institut in der Heinrich Böll Stiftung, Berlin

Referent_innen:

  • Prof. Dr. Christa Kleindienst-Cachay (Professorin für Sportpädagogik und -didaktik an der Universität Bielefeld)
  • Sonja Klümper (Fußballerin, Mitorganisatorin des Turniers "discover football") 
  • Marcus Urban (SC Sternschanze Hamburg, Autor „Versteckspieler“) 
  • Gerd Liesegang (Vizepräsident Berliner Fußballverband)

 

Moderation:
Prof. Dr. Harry Friebel, Uni Hamburg

Anmeldung:
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Informationen:
Henning von Bargen, Gunda-Werner-Institut in der Heinrich Böll Stiftung, vonbargen@boell.de

Fotos von der Veranstaltung

Marcus Urban

Wurde in der DDR geboren und träumte als Junge von einer Karriere als Profifußballer. Er wurde mit der Jugendmannschaft des FC Rot Weiß Erfurt DDR-Meister und spielte von 1986 bis 1989 in der Fußball-Jugendnationalmannschaft der DDR und danach als Amateur in der 2. Bundesliga. Nach der Fußball WM 2006 in Deutschland kam das Tabuthema Homosexualität im Profifußball zum ersten Mal wirksam in die deutschen Medien, viele Berichte im In- und Ausland folgten. Auf der Suche nach homosexuellen Profifußballern stießen Journalisten und Redakteure jedoch auf großes Schweigen. Marcus Urban hatte als Homosexueller während seiner Fußballkarriere immer „Versteck spielen“ müssen und arbeitete 2008 seine turbulente Geschichte auf, die der Journalist Ronny Blaschke für ihn in dem Buch „Versteckspieler“ aufschrieb.

Zu Gast in der Heinrich-Böll-Stiftung am 12. Juli, 19 Uhr:
Fußball ist unser Leben! Männer – Frauen – Fußball
Podiumsgespräch zum Thema Gender und Fußball u.a. mit
Prof. Dr. Christa Kleindienst-Cachay, Marcus Urban (SC Sternschanze Hamburg, Autor „Versteckspieler“), Gerd Liesegang (Vizepräsident Berliner Fussballverband), Moderation: Prof. Dr. Harry Friebel, Uni Hamburg

Prof. Dr. Christa Kleindienst-Cachay

Lehrt als Professorin für Sportpädagogik und -didaktik an der Universität Bielefeld, Abteilung für Sportwissenschaft, Sport und Erziehung. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten zählen u.a. Sportengagement von Mädchen und Frauen im Sport unter besonderer Berücksichtigung unterer Sozialschichten und verschiedener Ethnien; Sozialisation zum und durch Sport unter besonderer Berücksichtigung der sozialen Erziehung; Sportpädagogik des Kindesalters; Sozialgeschichte des Sports und Sportunterrichts.

Zu Gast in der Heinrich-Böll-Stiftung am 12. Juli, 19 Uhr:
Fußball ist unser Leben! Männer – Frauen – Fußball
Podiumsgespräch zum Thema Gender und Fußball u.a. mit
Prof. Dr. Christa Kleindienst-Cachay, Marcus Urban (SC Sternschanze Hamburg, Autor „Versteckspieler“), Gerd Liesegang (Vizepräsident Berliner Fussballverband), Moderation: Prof. Dr. Harry Friebel, Uni Hamburg

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