"Gender raus!" 12 Richtigstellungen zu Antifeminismus und Gender-Kritik

"Gender raus!" 12 Richtigstellungen zu Antifeminismus und Gender-Kritik

17. Jul 2017 von Franziska Schutzbach
Heinrich-Böll-Stiftung und Rosa-Luxemburg-Stiftung
Kostenlos
Veröffentlichungsort: Berlin
Veröffentlichungsdatum: 2017
Seitenzahl: 32
Lizenz: CC-BY
Sprache der Veröffentlichung: deutsch
ISBN: 978-3-86928-164-3

Angriffe gegen Feminismus, gleichgeschlechtliche Lebensweisen und emanzipative Familien- und Lebensmodelle, gegen Gender Studies, Gleichstellungs- und Antidiskriminierungspolitiken werden seit längerem in Zeitungen, Rundfunk- und Fernsehsendungen, Blogs, Artikeln und Büchern kontrovers verhandelt. Dies spiegelt sich auch in vielen Auseinandersetzungen im Alltag, in der Kneipe und auf Veranstaltungen wider. Mit dem Satz „Das muss frau* und mann* doch mal sagen dürfen…“ werden rassistische, sexistische und anti-egalitäre Parolen und Verunglimpfungen formuliert. Sie finden Resonanz in einem gesellschaftlichen Klima, das sich von emanzipativen Positionen und Diskursen weg nach rechts verschiebt.

Nicht allein rechts-gerichtete oder christlich-fundamentalistische Akteur*innen sind hier aktiv. Manches Argument findet auch in einer weiteren bürgerlich-konservativen Öffentlichkeit Anklang. Der Kampf um errungene Gleichstellungs- und Emanzipationsziele von Frauen, Schwulen und Lesben, für alternative Formen des Familie-Lebens, für reproduktive Rechte und sexuelle Selbstbestimmung ist daher wichtiger denn je.

Geschlechterverhältnisse und Geschlecht zu leben, bedeutet eben nicht, biologische Faktoren gesellschaftlichen Verhältnissen voranzustellen, sondern zu verstehen, dass Erziehung, Kultur, Ökonomie und Machtstrukturen sich auf Geschlechterverhältnisse und Lebensweisen strukturierend auswirken. Die gemeinsam vom Gunda-Werner-Institut in der Heinrich-Böll-Stiftung und der Rosa-Luxemburg-Stiftung herausgegebene Broschüre stellt zwölf gängigen antifeministischen Positionen Richtigstellungen gegenüber und gibt Hintergrundinformationen. Sie liefert Argumente, z.B. gegen überkommene und national-konservative Vorstellungen von Familie und der Rolle und vermeintlichen Zuständigkeiten von Frauen für Kindererziehung oder dagegen, Geflüchtete als `Gefahr von außen´ darzustellen und damit rassistische Ausgrenzungen zu legitimieren.

 

Die Broschüre ist in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung entstanden: http://www.rosalux.de/antifeminismus

Kommentare

Die Broschüre gibt eigentlich

Die Broschüre gibt eigentlich keine wirklichen Antworten auf die meiner Meinung nach berechtigte Kritik an Feminismus und Gender-Studies. Hauptargument ist, dass ja alles nicht so schlimm ist. Es wird das ganze Thema weichgespült und verharmlost.

Es wäre schön gewesen, wenn die Broschüre den Unterschied zwischen "Gleichbrechtigung" (gleiche Chancen für alle) und "Gleichstellung" (gleicher Proporz, unabhängig von Leistung und Eignung) klargestellt hätte.

"Gleichberechtigung" wir oft suggeriert, umgesetzt wird jedoch "Gleichstellung", was mit Chancengleichheit wenig zu tun hat (und dann zur Frauenquote und "positiver" Diskriminierung führt).

Unterschied Gleichstellung

Unterschied Gleichstellung und Gleichberechtigung
Lieber Herr Schrumm,
ich habe Ihren Kommentar ein wenig verwundert gelesen. Ihre Definition von Gleichstellung und Gleichberechtigung sind sehr anders, als ich sie kenne. Gleichberechtigung bemüht sich im juristischen Sinne um Gleichbehandlung. Gleichstellung geht darüber hinaus und bemüht sich um Gleichbehandlung auch in Hinsicht zum Beispiel auf systemische und gesellschaftliche Benachteiligungen. Sie haben recht, das KANN auch zu positiver Diskriminierung führen, allerdings ist das nicht Ziel von Gleichstellungspolitik. Die Chancengleichheit soll durch Gleichstellung tatsächlich und nicht nur im juristischen Sinne hergestellt werden. Der wesentliche Unterschied zwischen GleichbeRECHTigung und Gleichstellung ist also, dass mit der Gleichstellung weitergegangen wird. Wie Sie sicher wissen, ist die Gleichberechtigung schon seit 1948 im deutschen Grundgesetz verankert. Gleichzeitig wissen wir alle sehr genau, dass die Gleichberechtigung vielleicht gesetzlich vorgeschrieben war, aber die Umsetzung wesentlich länger dauerte (und andauert). Da gesetzlich die Sache geregelt ist und klar formuliert wurde, ist klar, dass andere Faktoren die Gleichberechtigung verhindern und aufhalten. Diese Faktoren nimmt die Gleichstellungspolitik in den Blick. Das ist der Unterschied - wenn die Umsetzung gelingt, erreicht Gleichstellungspolitik am Ende tatsächliche Chancengleichheit. Ich finde das gut.

Eine mit Sicherheit

Eine mit Sicherheit interessante Broschüre - gut geeignet, sich mit den Positionen der Genderdiskussion auseinanderzusetzen, aber auch, um diese zu hinterfragen:
Was mich enorm stört, ist der Begriff Richtigstellung. Eine Richtigstellung erhebt den Anspruch auf absolute Wahrheit. (z.B. Person XY ist 96 Jahre alT und lebt in Berlin. In Wirklichkeit sind es aber "nur" 94 Jahre und die Person lebt in Teltow. Das sind objektive Fakten, die kann man richtig stellen.)

Wer sich aber selbst als Wissenschaftler sieht und sich aufür eine Wissenschaft bezieht, der hat keineswegs einen Anspruch auf absolute Richtigkeit. Folglich sollte er nicht richtig stellen.
Er stellt vielmehr Thesen auf, die hier gegeben sind und führt Argumente an, die als Hilfestellung dienen.

Hier sollten die Urheber aufpassen - die Gefahr etwas "vorzuschreiben" ist hoch und der Weg in die Meinungsdiktatur nur sehr kurz.

Liebe Saskia,

Liebe Saskia,

Ihre Definition von "Gleichberechtigung"und "Gleichstellung" deckt sich mit meiner.

Was Sie, wie ich Ihrem Posting entnehme, stört:

Chancengleichheit ("Gleichberechtigung") führt nicht zu Gleichheit ("Gleichstellung").

Sie (oder allgemein: "der Feminismus") sind bereit, für Gleichheit die Chancengleichheit zu opfern.

Ein Beispiel: Die Frauenquote in Aufsichtsräten eines Unternehmens. Hat ein Unternehmen mehr geeignete männliche als weibliche Kandidaten, so müsste bei Chancengleichheit sich dieses Verhältnis auch im Aufsichtsrat widerspiegeln, also keine Gleichstellung erzeugen. Gleichheit per Frauenquote bedingt hingegen eine Diskriminierung der männlichen Bewerber zu Gunsten der weiblichen. Das halte ich für grob unfair.

Oder nehmen Sie die "Unisex"-Versicherungen. Chancengleichheit würde in einer privaten Rentenversicherung bedeuten: die Prämie richtet sich nach der voraussichtlich ausbezahlten Versicherungsleistung, und damit nach der statistischen Lebenserwartung. Nun Leben Männer deutlich kürzer als Frauen. Daher war es in der Vergangenheit gerechter Weise so, dass Männer einen geringeren Beitrag zahlen, schließlich bekommen sie ja auch weniger Leistung ausbezahlt. Der "Gleichstellung" war das ein Dorn im Auge, also: per Gesetz nur noch Unisexverträge, die Männer schlechter stellen, als es die Chancengleichheit gebieten würde.

"Gleichstellung" klingt toll, ist aber das Gegenteil von "Gleichberechtigung".

Der Unterschied wird gerne verschleiert.

Es fehlt Richtigstellung der

Es fehlt Richtigstellung der genderischen Herrschucht und des Erstarrens in comment von Anfang an. Und 'völkische Bevölkerungsideale' steigert die sprachlichen Verrenkungen.

Als ich diese Broschüre fand,

Als ich diese Broschüre fand, war ich äusserst interessiert.
Ich mag Frau Luxemburg sehr gerne.
Ich befasse mich letzter Zeit auch immer wieder mit Anti-Feminismus.
Ich war allerdings sehr enttäuscht davon was ich vorgefunden habe.

Die Broschüre hat sich nicht an dem Teil von Anti-Feminismus orentiert den ich interessant finde, sondern an einen Anti-Feminismus der Religiösen-Rechten.
Ein möglichst einfaches Ziel. Ich widersprechen den Konservativen auch in vielen Dingen.
Ausserdem erschien es mir des öfters als hätte Sie die Argumente der Anti-Feministen falsch dargestellt und somit einen "Straw Man" bekämpft.

Die liberalen Anti-Feministen haben andere Kritikpunkte als Sie es hier darstellen.
Und die Punkte die ähnliche sind, wie die die sie hier aufgelistet haben, haben Sie missverstanden.

Ich bin ziemlich enttäuscht von dieser Broschüre, weil sie etwas anderes beinhaltet als ich erwartet habe.
Sie könnten es klarer machen, dass Sie sich hier gegen die Konservativen Anti-Feministen richten.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag!

Wenn ich mich nicht sehr

Wenn ich mich nicht sehr stark täusche, wird hier zensiert. Ich habe hier vor kurzem auf Harald Eia in Norwegen verwiesen. Am besten googelt jeder mal selbst. Norwegen hat sich aus der "Genderforschung" nämlich gänzlich verabschiedet, obwohl es (oder vielleicht gerade weil) das Land mit der Längsten Erfahrung bzgl. Gender in Europa ist.

Lieber Herr Schrumm,

Lieber Herr Schrumm,

Chancengleichheit kann nur geopfert werden, wenn sie tatsächlich vorhanden wäre.
Um bei ihrem Beispiel zu bleiben: wenn es echte Chancengleichheit gebe, warum sind auch Vorstände mit mehrheitlich Frauen dagegen fast nur männlich? So plakativ vereinfachend könnte man fragen und doch ist die Antwort komplex.
Sie betrachten in ihren Bspen nur die Symptome. Mit Verweis auf die Einführung auf dieser Seite geht es vor allem um Ursachenbetrachtung: Erziehung, Kultur, Ökonomie und Machtstrukturen.
Eine Diskussion lohnt sich jefoch nur auf Ebene der vielfältigen Ursachen.
Aber ich kann auch verstehen, dass es sich natürlich unfair anfühlt, wenn etwas dezimiert wird, was für vorherige Generationen selbstverständlich war.
Aber ich kann ihnen sagen, in meiner Generation (30-40) haben immer mehr Männer behriffen, welche Möglichkeiten sich hier auch für sie öffnen.

Liebe Frau Dorote,

Liebe Frau Dorote,

so treffend und konkret hätte ich das nie formulieren können. Danke! :)

PS: auch in der Generation 50+ gibt es Männer, die begriffen haben wie es besser gehen kann. Vielleicht nicht so viele wie in der Generation 30-40, aber dadurch zeigt sich ja auch das es wirkt, wenn auch langsam. ;-)

Liebe Dorote,

Liebe Dorote,

Gleichstellung widerspricht Gleichberechtigung. Wer das nicht klar sagt, ist unehrlich.

Es ist im konkreten Fall nicht leicht zu sehen, wodurch ein höherer Anteil von Frauen oder Männern in bestimmten Gruppen bedingt ist. Aber der Grund ist deshalb nicht automatisch eine Benachteiligung des einen oder anderen Geschlechts. Um bei Ihrem Beispiel zu bleiben: Warum weniger Frauen in einem Vorstand arbeiten, kann viele Gründe haben. Wie viele Frauen und Männer sind qualifiziert, haben also z.B. das erforderliche Fachwissen? Wie viele Frauen und Männer sind überhaupt bereit, den langen Karriereweg zum Vorstand zu gehen?

Gleichstellung liefert eben nicht die "komplexen Antworten", die Sie andeuten, sondern ist einen Holzhammer, der alle Unterschiede platt schlägt und Chancengleichheit verhindert.

Richtig wäre es, Benachteiligungen zu identifizieren und abzustellen. Das tut eine Quote nicht. Sie schafft Benachteiligungen.

Aber wenn Sie in der Gleichstellung tatsächlich eine probate Methode sehen, Gerechtigkeit herzustellen, sollten Sie diese dann nicht auch auf andere Berufsgruppen anwenden, zum Beispiel Beschäftigte in gefährlichen Berufen? Hier höre ich keine Forderungen nach Gleichstellung aus der feministischen Ecke.

Aber ich kann verstehen, dass man lieber den einfachen aber ungerechten Weg der Frauenquote geht - solange, bis es eine Männerquote gibt. In diesem Falle ändert sich an meiner Argumentation übrigens nichts.

LIebe Dorote - danke für Ihre

LIebe Dorote - danke für Ihre Kommentare.

Aus Perspektive eines Peter Schrumm, der sich bereits vorab benachteiligt fühlt bevor ihrendeine Form von geschlechtsunabhängiger Behandlung statt findet, hilft ein weiterer Kommentar von Ihnen wahrscheinlich auch nichts also schreibe ich.

Um einigermaßen gut bis 50 Jahre durch ein ungesponsortes Leben zu kommen, musste ich die Augen stark zukneifen um im männlich dominierten Berufsfeld inklusive Studium nicht durch dieses "lästige" Thema in Ungnade zu fallen bei Kollegen, Vorgesetzten und Dozenten/Professoren. Plus - simple Erlebnisse die einem mit männlichem Geschlecht geborenem Menschen wahrscheinlich gar nicht auffallen konnte ich über die Jahre hinweg beobachten, die Menschen weiblichen/trans* Geschlechts die Kraft raubten weiter zu gehen. Die Gründe warum wenig Frauen in höheren Positionen erscheinen, sind vielfältig und deshalb ~~~braucht es zunächst einen Ausdruck des gesellschaftlichen Willens, ~~~~~ dass die Talente, Fähigkeiten, Erfahrungen und Woman/Man/Trans*power gefragt sind!

Herr Schrumm, wie Dorote schrieb ist seit Jahrzehnten die Ungleichbehandlung von Geburt an schlicht existent. "unabhängig von Leistung und Eignung" in diesem Irrglauben wuchs ich auf, und muss eine Rückwärtsgewandtheit in der meine Mutter aufwuchs schmerzlich immer noch erleben bzw. darf sie neu aufkeimen sehen.

Und keine Sorge, dass Menschen mit männlichem Geschlecht in Zukunft ähnlich benachteiligt werden wie Menschen weiblichen/transgender Geschlechts, den Fehler werden die Menschen nicht noch einmal machen. Keine Angst.

Sehr schön wenn Ihr anliegen ist, ehrlich zu sich selbst zu sein- vielleicht sind Sie es nach erneutem Nachdenken auch und lassen Wortklaubereien weg.

Es geht mir nicht darum, dass gesellschaftlich verordnet gleiche Anzahl von Menschen des streng festgelegten männlich/weiblich Begriffs in sämtlichen Berufen ("gefährliche Berufe" - was ist das? Die meisten schlimmen Unfälle passieren im Haushalt, ist Ihnen dies fremd? Jeder KrankenPflegeR geht mit Menschenleben um) geregelt wird, sonder darum, gesellschaftlich die Türen zu öffnen für die Menschen die den Beruf ihrer Wahl ausüben wollen dies auch zu ermöglichen.

Und bitte lieber männlich sozialisierte Menschen hier im Forum - bitte versucht ein Mal eine andere Perspektive einzunehmen. Es geht nicht um EURE Beschneidung, sonder um die von Menschen weiblichen/transgender Geschlechts seit Jahrunderten.

Vorab: Ich (als Mann) fühle

Vorab: Ich (als Mann) fühle mich nicht persönlich durch eine Frauenquote benachteiligt, genauso wenig wie ich mich vor Einführung der Homo-Ehe benachteiligt gefühlt habe.
Dennoch kann man doch, wenn man irgendwo eine Diskriminierung/Ungleichbehandlung in der Gesellschaft erkennt, versuchen, diese zu beseitigen. Und genauso wie ich mich immer für die Homo-Ehe eingesetzt habe, setze ich mich gegen Ungleichbehandlung aufgrund des Geschlechts (in beide Richtungen) ein.

Ich bin in der Informatik tätig und hier hat man wenn es hoch kommt einen Frauenanteil von 10%. Das heißt auf eine geeignete weibliche Bewerberin kommen neun geeignete männliche Bewerber.

Da nun aber die Einstellungsrichtlinien vorgeben, dass man nachweisen muss, dass ausreichend überprüft wurde, ob eine Frau für den Posten geeignet ist, werden inzwischen aktiv Frauen gesucht, d.h. angeschrieben, auf die Stelle aufmerksam gemacht usw.

Da aber nun das Angebot an Frauen so niedrig ist, passieren zwei Dinge:
1. Die sehr guten Frauen bekommen massenhaft Angebote, von denen sie aber logischerweise nur eins annehmen können.
2. Es bewerben sich überproportional viele Frauen, wodurch weibliche Bewerber im Schnitt wesentlich schlechter qualifiziert sind als männliche.

Die Regelung, die eigentlich zum Ziel hatte, Geschlechterstereotype aufzuheben, verstärkt also paradoxerweise die Stereotypen sogar noch.

Ich kenne viele brillante Frauen in der Informatik und anderen technischen Berufen. Eigenartigerweise sprechen sich diese fast einstimmig gegen eine Frauenquote aus. Ich finde, das sollte zu denken geben.

Ist es möglich, eine

Ist es möglich, eine Tintentdrucker-freundliche Variante der Broschüre als PDF zu produzieren und hochzuladen? Durch den farbigen Hintergrund würde doch sehr viel Tinte verschwendet werden. Ich möchte das aber auch nicht nur am Rechner lesen, sondern auch im Zweifelsfall mal eben Besuchern mitgeben können...

"Gleichheit ohne Betrug" -

"Gleichheit ohne Betrug" - der Kampfruf von Babeuf - ist sogar mehr als nur "Gleichberechtigung" oder "Gleichstellung". Dieser bürgerliche/neoliberale Rückzug auf "Chancengleichheit" stellt die Gesellschaftspyramide an sich eben nicht in Frage weshalb mit dem verbürgerlichten "Feminismus" an der Uni gerade aus linker/emanzipatorischer Sicht kritisch auseinander zu setzen wäre. Heiße Luft von GlaubenskriegerInnen. Wie schrieb schon Ernst Jandl: Manche meinen, rinks und lechts können man nicht velwechsern, werch in Illtum ... So sehr die rechten "Antifeministen" abzulehnen sind, so wenig überzeugen jene, die glauben, dagegen in den Krieg ziehen zu müssen. Dont feed the trolls ...

Frau Dorote,

Frau Dorote,

eine Antwort kann Ihnen ein Blick in Grundschulen geben, zum Beispiel in NRW. Dort gibt es einen Frauenanteil unter den Lehrkräften von über 95%. Die Anzahl der Rektoren ist allerdings ca. umgekehrt. Dazu kommen tausende Schulen die keinen Rektor und keine Rektorin finden.
Bedeutet... auf manche Chefetagen haben viele schlicht keinen Bock, männlich wie weiblich. Unter allen scheint es dann aber doch ein paar zu geben, die sich der Aufgabe stellen. Größtenteils Männlich.

Dabei haben weibliche Lehrkräfte alle Chancen die sie brauchen, sogar mehr als das. Ich bin Lehrer, ich sehe es ständig. Meine weiblichen Kollegen werden regelrecht bekniet ins Rektoramt aufzusteigen. Sie wollen aber nicht. Nach der Bettelei werden dann als Trostpreis die Männer gefragt. Wovon die meisten aber auch keine Lust haben, schon gar nicht nach dieser Farce.

Diskriminieren die Frauen sich hier selbst?
Ich glaube sie vergessen bei allem 2 ganz wichtige Komponenten: Die des Individuums und die, das Mann&Frau im Durchschnitt unterschiedliche Präferenzen haben.

Gruß
Andreas

Wieso wird immer so getan,

Wieso wird immer so getan, als sei die Kritik am Gender-mainstreaming immer rechts und konservativ? Ich bin weiblich, jung, sehr links, und weiß nicht, was dieser Schwachsinn die ganze Zeit soll. Es gibt viele Dinge in unserer Gesellschaft nicht laufen, wie sie sollten. Es gibt Menschen, die sich durch Hautfarbe, Status, Geschlecht benachteiligt sehen. Das ist ein reales Problem. Aber die Postulierung grundsätzlicher Benachteiligung ohne vorhergehende Diskussion oder öffentliche Debatte, und der Kampf und die Verunglimpfung jeder Kritik an dieser Ideologie ist Ausdruck faschistischer, totalitärer Denkweisen.
Ich bin von der Linken. Was das angeht, sehr enttäuscht und hoffe, dass sich auch andere Betroffene, in deren Identität und Sprachgebrauch gewaltsam herumgefuhrwerkt wird, endlich den Mut finden, den Mund zu öffnen. Lebt, wie ihr leben wollt, aber lasst die anderen in Ruhe. Hatte nie was gegen queer und Feminismus, hat mich nie interessiert, was andere Menschen in bett und sonst wo treiben, aber nun werde ich in meinem täglichen Leben ständig mit Postulaten genervt und es hört einfach nicht mehr auf...

Ich finde, als Gesellschaft

Ich finde, als Gesellschaft sollten wir die Probleme nach ihrer sozialen Dringlichkeit angehen und nicht nach der Lautstärke ihrer VerfechterInnen. Damit würden wir den Kindern die Zukunft sichern.

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