Männerpolitiken

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Donald Trump erhielt weniger Stimmen als Hillary Clinton, gewann aber die umkämpften US-Bundesstaaten im “Rostgürtel”. Die Unterstützung männlicher Arbeiter in industriell geprägten Krisenregionen sicherte seinen Sieg. Was bedeutet das für das Wahljahr in Deutschland? Und welche Rolle spielt dabei der Antifeminismus?

Gendermainstrem
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Henning von Bargen im Interview zu Gender Mainstreaming.

Am 17./18. Oktober 2016 haben auf Einladung des Grossherzogtums Luxemburg 300 Vertreter_innen von Politik und Zivilgesellschaft aus 20 Ländern an der "3. International Conference on Men and Equal Opportunities" in Luxemburg zum Thema "Who cares? Who shares?- Männer als Akteure und Adressaten in der Gleichstellungspolitik" teilgenommen. 

Ein Gemälde des Malers Caspar David Friedrich: Ein Mann blickt über ein Meer an Wolken.
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Im neuen Männermagazin der ZEIT sind Männer gar nicht so leicht zu finden. Stattdessen füllt Werbung, offensichtlich oder versteckt, den Großteil der Hochglanzseiten. Teure Hemden, Jacken, Uhren oder Kaffeemaschinen umreißen einen Mann ohne Geldsorgen, soziale Kämpfe, frei von Zweifel: Nach einem kritischen Männerbild sucht man im "ZEITmagazin MANN" vergeblich.

Sich mit den eigenen Privilegien auseinandersetzen - das war das Ziel der Tagung zu Rassismus und Männlichkeiten am 07.11.2015
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Am 07.11.2015 fand die Tagung „Männlichkeiten und Rassismus“ in der Heinrich-Böll-Stiftung statt. Sie bot viele Chancen den je eigenen Rassismus zu reflektieren.

Weißheit als Norm

Die Tagung „Rassismus und Männlichkeiten“ will Akteur_innen aus der sozialen, pädagogischen und politischen Arbeit zusammenbringen. Ziel ist es, die eigene Praxis kritisch zu hinterfragen und das Zusammenwirken von Rassismus und Geschlecht mit dem Fokus auf Männlichkeiten zu bearbeiten. 

Tagung: Rassismus und Männlichkeiten

Nach den Übergriffen in der Silvesternacht in Köln und anderswo wird in Deutschland weniger über das Leid der Opfer der sexuellen Nötigungen diskutiert, sondern vor allem über die Herkunft der mutmaßlichen Täter und ihre problematischen Männlichkeitsvorstellungen. Die Tagung „Rassismus und Männlichkeiten“ bietet Akteur_innen aus der sozialen, pädagogischen und politischen Arbeit einen Reflexions- und Debattenraum, um ihre eigene Praxis kritisch zu hinterfragen und mit einem Fokus auf Männlichkeitsvorstellungen entlang verschiedener Fragestellungen das Verhältnis und Zusammenwirken von Rassismus und Geschlecht zu systematisieren:

Welche Folgen hat ein sensibler Blick auf Migration und Geschlecht für die soziale und pädagogische Praxis? Weshalb werden die Kritik an Rassismus und Sexismus noch so oft getrennt voneinander verhandelt, auch in männerpolitischen Kreisen? Wie können eigene Privilegien als weiße, heterosexuelle Frauen und Männer der Mehrheitsgesellschaft in der Praxis selbstverständlicher hinterfragt werden? Wie kann eine antisexistische und antirassistische Praxis aus männerpolitischer Perspektive aussehen?

Weitere Informationen

Michael Kimmel - The Guy´s Guide to Feminism - Keynote und Diskussion

Mit ihrem " Guy's Guide to Feminism" wollen Michael Kimmel und sein Kollege Michael Kaufman Männer davon überzeugen, dass sich Feminismus lohnt. Mit Feministinnen habe man nicht nur besseren Sex. Auch auf vielen anderen Ebenen bereichere der Einsatz für Gleichberechtigung von Mann und Frau das Leben.

Netzwerke

Bundesweites Netzwerk von Männern, die u.a. zu Männer- und Geschlechterforschung, Jungen- und Männerarbeit und vielem mehr arbeiten.

Das BUNDESFORUM MÄNNER ist eine Nichtregierungsorganisation, die sich als geschlechterpolitische Lobbyorganisation und gleichzeitig als Dachverband für Organisationen begreift, die deutschlandweit im Feld von Jungen-, Männer- und Väterpolitik tätig sind.

 

Mehr als 70 Delegierte von Organisationen aus 30 europäischen Ländern sowie den USA, Kanada und Israel gründeten im Januar 2009 in Stockholm das Netzwerk „MenEngage Europe – boys and men for gender equality“
Logo der Website MännerWege

Das im Juni 2015 gegründete Online-Portal "MännerWege" veröffentlicht zukünftig (Gast)Beiträge zu Lebenslagen, Anliegen und Bedürfnissen von Männern, Vätern und Jungen als Texte, Audios, Videos und Bildergalerien.

Dokumentationen

Männerstatue mit rosa Schal im Schnee

Die Lebensrealität von Männern* ist vielfältig. Nicht nur von Jüngeren werden traditionelle Bilder, Rollenzuschreibungen und Domänen von Männlichkeit immer mehr in Frage gestellt. Die Tagung «Männlichkeiten zwischen Hegemonie und Vielfalt» nimmt die Fülle männlicher Lebensentwürfe in den Blick, die sich im Spannungsfeld zwischen hegemonialer männlicher Monokultur und parallelkulturellen Konstruktionen von Männlichkeiten entwickelt hat.

Streetart: Sexismus bekämpfen

Dokumentation der Fachtagung in Kooperation mit dem Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien an der Humboldt-Universität zu Berlin (ZtG) am Samstag, 23. November 9.00 – 17.30 Uhr in der Humboldt-Universität.

Buch mit Postits

Anknüpfend an den ersten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung will das Forum Männer einen Prozess initiieren, in dem die bisherige Gleichstellungspolitik aus männerpolitischer Perspektive reflektiert, diskutiert, bewertet und ergänzt wird.

Der männliche Körper ist ein Politikum und Objekt vergeschlechtlichter und vergeschlechtlichender Körperpolitik und -praxis. Die Fachtagung richtete den Fokus auf den männlichen Körper.

Foul während eines Fußballspiels

Podiumsgespräch u.a. mit Prof. Dr. Christa Kleindienst-Cachay, Sonja Klümper (Fußballerin, Mitorganisatorin des Turniers "discover football"), Marcus Urban (SC Stern-schanze Hamburg, Autor „Versteckspieler“), Gerd Liesegang (Vizepräsident Berliner Fußballverband)

mehr Dokumentationen

Publikationen

Die Schriften zur Geschlechterdemokratie, die das Forum Männer zusammen mit der Heinrich-Böll-Stiftung (ehemalige Stabsstelle Gemeinschaftsaufgabe Geschlechterdemokratie) von 2001 bis 2005 veröffentlichte.

Männerpolitiken

Kritik am vorherrschenden Verständnis von Mann und Männlichkeit

Emanzipatorische „Männerpolitik“ ist eine Kritik am vorherrschenden Verständnis von Mann und Männlichkeit, das für zunehmend mehr Männer destruktiv und obsolet geworden ist und keine Lobbykritik von Männern für Männer. Keineswegs alle Männer profitieren von der herrschenden Norm: wer nicht ins hegemoniale Männerbild passt, wird auch als Mann eher unter der bestehenden Geschlechterordnung leiden. Emanzipative Männerpolitik hinterfragt stereotype Geschlechterzuschreibungen und zielt damit auf die Emanzipation von Männern und von Frauen gleichermaßen. Mehr...

Tagung: Männlichkeiten zwischen Hegemonie und Vielfalt (2014)

Veranstaltungen

29. Sep
Männlichkeiten zwischen Selbst- und Fremdbildern
Halle (Saale)
alle GWI Veranstaltungen

Debatte

Aktuelle politische Debatten feministisch betrachtet.

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Die GWI-News rund um Feminismus & Geschlechterdemokratie.

GWI-Publikationen

Dokumentation einer Fachtagung des Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse und der Heinrich-Böll-Stiftung am 7./8.12.2007 in Berlin. Schriftenreihe des Gunda-Werner-Instituts Bd. 5, 1. Aufl., Oktober 2008

Dokumentation einer Fachtagung des Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse und der Heinrich-Böll-Stiftung am 8./9.12.2006. Wie stehen Männer zum Älterwerden? - Schriftenreihe des Gunda-Werner-Instituts Bd. 3, 1. Aufl., Dezember 2007

Dokumentation einer Fachtagung des Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse und der Heinrich-Böll-Stiftung am 30.6./1.7. 2006 in Berlin. Schriftenreihe des Gunda-Werner-Instituts Bd. 1, 1. Aufl., Oktober 2007, 64 Seiten plus CD-ROM

Die antifeministische Männerrechtsbewegung – Denkweisen, Netzwerke und Onlinemobilisierung

Die vorliegende Expertise von Hinrich Rosenbrock, herausgegeben vom Gunda-Werner-Institut in Kooperation mit einigen Landesstiftungen der Heinrich-Böll-Stiftung, bietet die bisher umfassendste Expertise zur antifeministischen Männerrechtsbewegung im deutschsprachigen Raum (2. überarbeitete Auflage, 2012).

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