Feminismus & Geschlechterdemokratie

Umriss einer Reaper Drone auf einer Straße
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Welche Bilder dürfen und sollten wir zeigen, von Gewalt, Trauer und Tod - und welche sind Geschmacklos? Schon Susan Sontag warnt, dass genau dort, wo vom „gutem Geschmack“ beim Betrachten der Leiden anderer die Rede, Vorsicht geboten ist. Denn nicht selten werde von Angst und Trauer abgelenkt. Gewaltloser zu betrachten und/oder zu zeigen ist selbst keine gewaltfreie Wahrnehmungsangelegenheit.

LGBTI

LGBT Marcha del Orgullo, Buenos Aires 2010
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Im Jahr 2006 hat eine internationale Gruppe angesehener Menschenrechtsexpert/innen die Yogyakarta-Prinzipien ausgearbeitet. Über die Entwicklung, die Auswirkungen und den Einsatz der Prinzipien sprach Caroline Ausserer mit Mauro Cabral.

Flüchtlingscamp im griechischen Idomeni
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Caroline Ausserer spricht mit Zhan Chiam, Mitarbeiter der ILGA (International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association) über den aktuellen Bericht des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) zu LSBTI-Asylsuchende und -Flüchtlinge.

Urheber: Stephan Röhl. Creative Commons LizenzvertragDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Feminismus ist aktueller denn je. Vom 15.-18.10.2015 stand das Gunda-Werner-Institut und die Heinrich-Böll-Stiftung im Zeichen von Feminismen. Bei dem Event in Kooperation mit dem Missy Magazine wurden aktuelle Themen feministisch unter die Lupe genommen, zum Streit herausgefordert und Utopien benannt und kritisiert. Wir blicken zurück.

Denkräume

Das in regenbogenfarben erleuchtete Brandenburger Tor in einem Handy-Display.
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Die Trauer um die Toten von Orlando zeigt, wie schwierig es ist, sich vor politischen Vereinnahmungen jenseits queerer Gefühlspolitiken zu schützen. Bleibt nur, dagegen anzulachen? KWEEK. Der queere Zwischenruf.

Toilettenaufschrift Männer
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Als mit Claudia Neumann am Samstag zum ersten Mal in der deutschen Fernsehgeschichte eine Frau ein Fußball-Länderspiel der Männer kommentierte, hatte die uralte Debatte über die Krise des Mannes auch die #Euro2016 erreicht. Doch die Erzählung vom Mann in der Krise hat einen gewaltigen Haken: Sie ist Unsinn. Ein feministischer Zwischenruf.

Sibylle Plogstedt hat die Frauenzeitung Courage mitgegründet und für die erste grüne Bundestagsfraktion Konzepte zu sexueller Gewalt und zum Antidiskriminierungsgesetz erarbeitet. Das Archiv Grünes Gedächtnis hat mit ihr über ihre Erfahrungen gesprochen.

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Am 30. Mai 2016 fand zur Rechtsvereinfachung im SGB II eine Anhörung im Bundestag statt. Es ging u.a. um die Kürzungen in Alleinerziehendenhaushalten. Doch das trägt eher zu Konflikten in Familien, denn zu geplanten Vereinfachung bei. Ein feministischer Zwischenruf.

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Dieser Zwischenruf wird uns zu Beyoncé führen. Doch vorher wird es um Umweltverschmutzung, Isa Genzken, Michael Jackson und Prince gehen. KWEEK. Der queere Zwischenruf von Katrin Köppert.

Streitwert-Blog

Vor 30 Jahren befeuerte das Cyborg-Manifest von Donna Haraway Debatten rund um das (emanzipative) Potential von Technik. In unserer aktuellen Online-Debatte fragen wir: Welche Bedeutung haben Utopien heute? Wofür steht die Cyborg?. Wir laden Sie ein mitzudiskutieren.

Wortwolke "Feministische Netzpolitik"
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Die hier in ihren wesentlichen Aspekten veröffentlichte Studie, ist 2012 im Auftrag des Gunda-Werner-Instituts für Feminismus und Geschlechterdemokratie erstellt worden. Sie skizziert Perspektiven queer-feministischer Netzpolitik, sammelt vorliegende geschlechterpolitische Ansätze zu Netzpolitik, und beschreibt deren Felder aus feministischer Perspektive.

Feminismen

Der Anne-Klein-Frauenpreis geht 2016 an die Frauenrechtsaktivistin Dr. Gisela Burckhardt aus Bonn. Seit 2007 arbeitet sie daran, Frauen weltweit faire und existenzsichernde Arbeit zu sichern. Der von ihr gegründeten FEMNET e.V. widmet sich der Verbesserung von Arbeitsbedingungen und Löhnen in der internationalen Textilindustrie.

Christa Wichterich, Moderatorin Ulrike Baureithel, Susanne Schultz (v.l.n.r.)
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Susanne Schultz vom Gen-ethischen Netzwerk und die Soziologin Christa Wichterich im Gespräch mit Ulrike Baureithel über die neuen Arbeitsverhältnisse in der Fortpflanzungsindustrie.

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Digitale Gewalt ist für viele Menschen alltäglich; besonders diejenigen, die sich queer-feministisch, anti-rassistisch und emanzipatorisch äußern, müssen mit massiven An- und Übergriffen rechnen. In dem Panel wurden u.a. rechtliche Möglichkeiten des Widerstandes diskutiert.

Männerpolitiken

Sich mit den eigenen Privilegien auseinandersetzen - das war das Ziel der Tagung zu Rassismus und Männlichkeiten am 07.11.2015
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Am 07.11.2015 fand die Tagung „Männlichkeiten und Rassismus“ in der Heinrich-Böll-Stiftung statt. Sie bot viele Chancen den je eigenen Rassismus zu reflektieren.

Weißheit als Norm

Die Tagung „Rassismus und Männlichkeiten“ will Akteur_innen aus der sozialen, pädagogischen und politischen Arbeit zusammenbringen. Ziel ist es, die eigene Praxis kritisch zu hinterfragen und das Zusammenwirken von Rassismus und Geschlecht mit dem Fokus auf Männlichkeiten zu bearbeiten. 

von

Männer stehen Gleichstellungsprozessen häufig skeptisch gegenüber. In seinem wissenschatlichen Artikel versucht Harry Friebel, Männlichkeit in ihren sozialen und historischen Wandlungsprozessen zu betrachten, um Männer dort abzuholen, wo sie heute sind - Nur so kann Geschlechtergerechtigkeit gelingen.

Geschlechterdemokratie

Aktuelle Veranstaltungen, Debatten, Materialien der gesamten Heinrich-Böll-Stiftung zum Thema Geschlechterdemokratie mehr»
Geschlechterdemokratie hat die Vision, Demokratie zwischen Frauen und Männern herzustellen, und zwar nicht nur durch formale Gleichheit, sondern durch die Anerkennung von Verschiedenheit auf der Basis gleicher Rechte und Möglichkeiten. Geschlechterdemokratie ist ein Leitbild und Organisationsprinzip, das geschlechtliche Hierarchien und starre Geschlechterrollen, die in gesellschaftlichen Einrichtungen und Organisationen strukturell „eingefroren“ sind, aufbrechen und verändern will.
Christa Wichterich im Gespräch mit Gülay Çaglar, Humboldt Universität zu Berlin, und Jill Scherneck, Hertie School of Governance: Wie lassen sich geschlechtsspezifische Ungleichheiten in der Globalisierung beschreiben? (Wie) wird die Krise zum Signal für einen – neuen – transnationalen Feminismus? Welche Bewegungen – jenseits eines „global sisterhood“ – und welche Form der Wissensproduktion sind für die Zukunft nötig?

Anne-Klein-Frauenpreis

Zu Ehren Anne Kleins vergibt die Heinrich-Böll-Stiftung den Anne-Klein-Frauenpreis. Anne Klein hat als kämpferische Juristin und offen lesbisch lebende Politikerin feministische Pionierarbeit geleistet. Sie war die erste feministische Frauensenatorin in Berlin. Mit dem Preis fördern wir jährlich Frauen, die sich durch herausragendes Engagement für die Verwirklichung von Geschlechterdemokratie auszeichnen. Der Preis ist mit 10.000 € dotiert.

Publikationen

Übersehen werden hat Geschichte - Cover

25 Jahre nach dem Mauerfall bleiben die Existenz der zahlreichen Lesbengruppen und ihr Engagement zur Zeit der friedlichen Revolution in vielen zeitgeschichtlichen Betrachtungen meist unerwähnt. Die Tagung "Übersehenwerden hat Geschichte" und der daraus resultierende Tagungsband widmen sich dieser Erinnerungslücke.

Wer mit dem Begriff „Gender“ arbeitet, wird nicht selten mit dem Vorwurf einer prinzipiellen Unwissenschaftlichkeit konfrontiert. Die Broschüre geht diesem Vorwurf nach und gibt Argumente für entsprechende Auseinandersetzungen an die Hand (2. überarbeitete Neuauflage, 2014).

Dokumentation einer Fachtagung des Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse und der Heinrich-Böll-Stiftung am 7./8.12.2007 in Berlin. Schriftenreihe des Gunda-Werner-Instituts Bd. 5, 1. Aufl., Oktober 2008

Dokumentation einer Fachtagung des Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse und der Heinrich-Böll-Stiftung am 8./9.12.2006. Wie stehen Männer zum Älterwerden? - Schriftenreihe des Gunda-Werner-Instituts Bd. 3, 1. Aufl., Dezember 2007

Dokumentation einer Fachtagung des Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse und der Heinrich-Böll-Stiftung am 30.6./1.7. 2006 in Berlin. Schriftenreihe des Gunda-Werner-Instituts Bd. 1, 1. Aufl., Oktober 2007, 64 Seiten plus CD-ROM

Veranstaltungen

25. Jun
Filmvorführung und Diskussion
Berlin
13. Jul
Modelle für mehr Gerechtigkeit
München
alle GWI Veranstaltungen

Feministische und geschlechterdemokratische Konzepte weiterentwickeln

Das Gunda-Werner-Institut ist Treffpunkt und Diskussionsraum für unterschiedliche Orientierungen: für die Theorien, Praxen und grassroots-Projekte der weltweiten feministischen Frauenbewegungen ebenso wie für geschlechterdemokratische und genderpolitische Konzepte, die eher auf Veränderung  in gesellschaftlichen Organisationen zielen und männerpolitische Ansätze mit einbeziehen. Von verschiedenen politischen Ansätzen und persönlichen Erfahrungen ausgehend, suchen wir nach neuen gemeinsamen Antworten auf nach wie vor ungelöste Fragen der Geschlechtergerechtigkeit.

Reproduktionsrechte in Europa

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Die GWI-News rund um Feminismus & Geschlechterdemokratie.

Debatte

Aktuelle politische Debatten feministisch betrachtet.

Dossier

Urheber: Stephan Röhl. Creative Commons LizenzvertragDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Zur Fußball-WM der Frauen waren wir mit am Ball und erkundeten die Fußballkultur der teilnehmenden Länder: Was kosten Eintritt und Stadion-Wurst? Wie viele Fans gibt es in Rio, Abuja und London? Wer hat das Zeug zur Torschützenkönigin? Gleichzeitig schauten wir auch über den Stadionrand hinaus und fragen: Wo birgt der Fußball Potenzial für gesellschaftliche Veränderungen? Wie wird Fußball für Frauen ein Emanzipationskick? Wir gingen auf Tour in die WM-Austragungsorte und luden ein in die Böll-Arena.

Veranstaltungsreihen

 

Gut zu Wissen

  • Geschichte der Frauenbewegung. Das Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung. mehr»
  • „200 Jahre Feminismen zwischen Theorie und politisch bewegter Praxis“ Literaturauswahlliste der Rosa-Luxemburg-Stiftung [» PDF]
  • Was heißt Männerpolitik? mehr»
  • Erster Gleichstellungsbericht der Bundesregierung: viel Kritik, verhaltenes Lob
    Informationen des Deutschen Frauenrats mehr»
  • Gleichstellungsbericht: Neue Wege - gleiche Chancen. Gleichstellung von Frauen und Männern im Lebensverlauf
    Der Erste Gleichstellungsbericht der Frauenhofer-Gesellschaft im Auftrag der Bundesregierung. mehr»
  • Positive Maßnahmen – Von Antidiskriminierung zu Diversity
    Das Dossier der Heinrich-Böll-Stiftung gibt Anregungen zu einer aktiven Antidiskriminierungs- und Gleichstellungspolitik. mehr»
  • Geschlechterpolitik macht einen Unterschied
    Barbara Unmüßig zur Zukunft feministischer und geschlechterdemokratischer Politik in der Heinrich-Böll-Stiftung [» PDF] und [» pdf English]
  • Gender Mainstreaming
    Konzepte und Instrumente mehr»
  • Gender und Diversity
    In den letzten Jahren ist der international verwendete Begriff „Diversity“ auch in die genderpolitische Debatte eingegangen
    Diversity-Website der Heinrich-Böll-Stiftung mehr»
  • Gender und Antidiskriminierung
    Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes befasst sich mit Diskriminierung aufgrund von Geschlecht und weiteren Merkmalen mehr»
  • Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz
    Das Gesetz im Wortlaut mehr»
  • Frauenrechte international: CEDAW
    Der UN-Ausschuss für die Beseitigung der Diskriminierung der Frau ist ein internationales Übereinkommen der Vereinten Nationen zu Frauenrechten (1985) [» PDF]
    Bericht der Bundesregierung Deutschland zu CEDAW [» PDF]
    CEDAW-Alternativbericht 2008 [» PDF]
    Eine Kritik am CEDAW-Bericht der Bundesregierung von Gitti Hentschel (2008) [» PDF]
    EU-Abgeordnete Lochbihler gratuliert zum 30. Geburtstag von CEDAW (2011) mehr»
    Barbara Unmüßig: 30 Jahre UN-Frauenrechtskonvention: Von Papiertigern und Tigern (2011) mehr»
  • Women’s Empowerment
    Ein zentraler Ansatz in der internationalen Politik zur Unterstützung von Frauenrechten weltweit. United Nations Development Programme mehr»
  • Was ist Intersektionalität?
    Eine neuere feministische Methode untersucht, wie verschiedene Dimensionen sozialer Ungleichheit und Herrschaft miteinander verwoben sind mehr»
  • Privates - Politisches
    Herausforderungen im feministischen Alltag mehr»
  • Portal Intersektionalität
    Forschungsplattform und Praxisforum für Intersektionalität und Interdependenzen mehr»
  • Feministische Politik
    Zwischen Herrschaftskritik und Veränderungswunsch mehr»
  • Weltfrauenkonferenzen
    Seit Peking ist in Sachen Frauenrechte viel passiert. Informationspaket mehr»
  • Gender-Wiki
    Virtueller Diskussionsraum und Onlineplattform zur Geschlechterforschung mehr»
  • Gender-Blog
    “Das Geschlecht, nicht die Religion, ist das Opium des Volkes“ (Erving Goffman) mehr»
  • MädchenBlog mehr»
  • Mädchenmannschaft mehr»
  • Knowledge Gateway
    Das Knowledge Gateway ist eine Community für die globale Mobilisierung von Wissen, Innovation und Partnerschaften mit dem Ziel Frauen wirtschaftlich zu stärken und ihre ökonomische Situation zu verbessern mehr»
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