Gewalt & Konflikt

Eine feministische Kritik der Atombombe

Eine feministische Analyse hilft zu verstehen, inwieweit Atomwaffen ein patriarchalisches Instrument sind und wie es dem Patriarchat nützt, ihr weiteres Vorhandensein in den Arsenalen einiger weniger ausgewählter Regierungen zu befürworten.

Von Ray Acheson
Der Blick auf die Machtverhältnisse zwischen Frauen und Männern ist jedoch ebenfalls wichtig, um zu verstehen, wie Krisen und Kriegen entstehen, wie sie verhindert werden können und ein nachhaltiger Frieden erreicht werden kann. Frieden ist mehr als nur Abwesenheit von Krieg. Eine geschlechtergerechte und gewaltfreie Gesellschaft ist nicht durch Militär zu verwirklichen, sondern durch zivilgesellschaftliche Formen der Konfliktregulierung, vor allem durch Prävention. Dabei spielt die Geschlechterfrage eine wichtige Rolle.
GWI

Krieg im Fokus der Medien

Journalistinnen in der Kriegs- und Krisenberichterstattung
Zweites Medienlabor des Journalistinnenbund e.V. in Kooperation mit dem Gunda-Werner-Institut

Fachgespräche

Themenschwerpunkt

Transitional Justice

Transitional Justice Konzepte haben im Zusammenhang mit der Aufarbeitung der konfliktreichen Vergangenheit von Gesellschaften an Bedeutung gewonnen. Umstritten ist, wie die vergangenen Verbrechen aufzudecken, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen sind.

Gewaltförmige Konflikte

Krieg und Frieden haben eine Geschlechterdimension

Bewaffnete Konflikte hängen auch mit ungerechten Geschlechterverhältnissen zusammen. Die großen UN-Konferenzen der 90er Jahre haben geschlechter- und friedenspolitische Anliegen auf die Agenda gesetzt und die Zivilgesellschaft gestärkt.

Heutige Kriege und Konflikte erfordern neue Lösungen

Mit Mauerfall, Globalisierung und terroristischen Angriffen haben sich die sicherheitspolitischen Bedingungen weltweit verändert. Die Klimakatastrophe, die Welthungerkrise, der Kampf um Rohstoffe und die Weltwirtschaftskrise sind weitere Bedrohungen für den Frieden.

Militär und Gender in der Konfliktbearbeitung

Nach dem Ende der Ost-West-Konfrontation haben militärische Organisationen wie die NATO einen Bedeutungswandel erfahren. Weil sie an Wichtigkeit verloren, entwickelten sie in der Folge ein vielfältiges Aufgabenfeld, um ihre Existenz zu legitimieren. Dadurch gewannen sie an Definitionsmacht.

Stereotype Geschlechterbilder in Krieg und Frieden

Die Geschlechterrollen im Krieg waren jahrhundertelang über viele Kulturen hinweg stereotyp verteilt: Männer kämpften mit Waffen, Frauen jedoch nicht – von wenigen Ausnahmen abgesehen. Das beginnt sich langsam zu ändern.

Sicherheitspolitik für Frauen und Mädchen

Aus feministischer Sicht ist die positive Bilanz des Nationalstaats in Sachen Sicherheit nicht eindeutig. Dabei spielt der Blick in die so genannte Privatsphäre eine entscheidende Rolle.

Konfliktprävention

Angst, Sicherheit und Frieden

Die Frage nach individueller und öffentlicher Sicherheit rangiert in der öffentlichen Wahr-nehmung weit vor dem Wunsch nach Frieden und friedvollen gegenseitigen Beziehungen. Sicherheit scheint also Vorrang vor Frieden zu haben.

Feministische Dilemmata

Feministinnen befinden sich in der Zwickmühle zwischen fundamentaler und systemimmanter Kritik, zwischen dem Anspruch auf Systemveränderung und dem Aufzeigen konkreter geschlechtersensibler Ansätze auch im militärisch-strategischen Bereich.

Prävention statt Eskalation

Friedenspolitik heißt, Gewaltprävention in allen Krisen- und Konfliktregionen zu fördern und  Friedensakteur/innen vor Ort zu stärken. Traditionelle Formen der Gewaltprävention reichen oft nicht aus. Alle gesellschaftlichen und staatlichen Institutionen, auch Familien und Schulen, müssen einbezogen werden.

Militärinterventionen schaffen keine Sicherheit

Friedensforscherinnen, zivilgesellschaftliche Gruppen, politische Parteien und supranationale Organisationen hinterfragen die bisherigen Vorstellungen von Sicherheit und haben neue Konzepte zur zivilen Konfliktbearbeitung und Krisenprävention entwickelt.

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