Afrika

Körper, Moral und Politik

Viele afrikanische Staaten haben sich zur Einhaltung der Menschenrechte verpflichtet. Doch deren Umsetzung ist vor allem für Frauen kaum Realität. Gedanken zu sexuellen und reproduktiven Rechten in Afrika.

Von Layla Al-Zubaidi, Paula Assubuji

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DR Kongo: Beihilfe zur Gewalt. Strafanzeige gegen Manager des deutsch-schweizer Danzer Konzerns

Der Fall Danzer zeigt, dass europäische Unternehmen in ihrer Tätigkeit in Konfliktregionen vom teils brutalen Vorgehen von Polizei, der Armee oder paramilitärischen Gruppen profitieren. Anna von Gall analysiert die internationalen rechtlichen Rahmenbedingungen und fordert von Deutschland eine gesetzgeberische Klarstellung in Bezug auf die Sorgfaltspflicht hierzulande ansässiger Firmen.

Von Anna von Gall

„Die meisten Frauen haben in der Politik nur eine Alibifunktion“

In Nigeria wird die Politik von Männern dominiert. Während die amtierende People’s Democratic Party bei den vergangenen Wahlen damit warb, eine Frauenquote von 35 Prozent für politische Ämter einzuführen, waren 2011 noch nicht einmal vier Prozent der gewählten Politiker Frauen. Dass es für Frauen nicht leicht ist politisch an Einfluss zu gewinnen, davon spricht Ayisha Osori, die als PDP-Anwärterin für die Nationalversammlung selbst diesen Schritt wagte - ohne Erfolg.

Von Ayisha Osori

Tunesiens Ruf nach Gleichberechtigung

Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann ist in Tunesien per Verfassung festgeschrieben. Doch wie steht es tatsächlich um die gleichberechtigte politische Teilhabe von Männern und Frauen? Die aktuellen Parlaments-und Präsidentschaftswahlen liefern erste Erkenntnisse.

Von Susanne Kaiser

Homophobie in Uganda – ein Jahr nach der Ermordung von David Kato

Am 26.1.2011 wurde David Kato brutal ermordet. Er war Leiter der Sexual Minorities Uganda. Der Täter, Nsubuga Sydney, war ein aus dem Gefängnis entlassener Straßendieb, den Kato zur Rehabilitation bei sich aufgenommen hatte. Sydney richtete Kato mit einem Hammer regelrecht hin.

Von Dr. Rita Schäfer

Homophobie in Uganda, Iran und Honduras

Uganda, Iran und Honduras stehen beispielhaft für 85 Staaten weltweit, die gleichgeschlechtliche Liebe unter Strafe stellen. Während der Iran schon lange Homosexuelle mit der Todesstrafe bedroht, soll in Uganda diese nun eingeführt werden.

Von Stefan Schaaf

Film: Getting out

Die Videodokumentation des Refugee Law Projects beleuchtet die Realitäten, denen sich sehr viele LGBTI Afrikaner_innen gegenüber sehen.

Frauen in der Exekutive: Kann ein Frauenministerium etwas bewegen?

Auf der Polokwane-Konferenz des ANC vom Dezember 2007 wurde eine Resolution angenommen, ein Frauenministerium einzurichten. Zwar haben seit dem Übergang zur Demokratie, 1994, zahlreiche Frauen dem Kabinett angehört, aber dies wäre das erste Mal, dass ein Ministerium allein die Aufgabe hätte, sich mit Genderthemen zu befassen.

Von Amanda Gouws

Was bedeutet die Rede zur Lage der Nation 2011 für die Frauen Südafrikas?

Am 10. Februar 2011 sprach Präsident Zuma in Kapstadt auf einer gemeinsamen Sitzung beider Kammern des Parlaments zur Lage der Nation. Als Reaktion auf die Rede Zumas beschäftigen sich die Autorinnen im Folgenden mit dem Fahrplan der Regierung für das laufende Jahr, vergleichen ihn mit dem, was vergangenes Jahr versprochen wurde (oder auch nicht) und liefern ihre Einschätzung dazu, wie sich dies auf die gesellschaftliche und wirtschaftliche Lage von Frauen auswirken wird.

Von Women’s Legal Centre

Frauen und politische Führung in Kenia: zehn Fallstudien

Trotz der globalen Fortschritte bei der Anerkennung der Prinzipien der Gleichheit von Frauen auf gesellschaftlichen, politischen und sozialen Gebiet, werden kenianische Frauen in vielen Bereichen der Gesellschaft weiterhin marginalisiert; speziell in politische Führungspositionen.

Von Nyokabi Kamau

Die Doppelbestrafung: Weiblich und aus dem Ausland

Die Erfahrung der Doppelbestrafung ausländischer Frauen resultiert aus ihrer Eigenschaft die Schnittmenge zweier verwundbaren Gruppen zu bilden, die beide Ausbeutung, Missbrauch und Gewalt schutzlos ausgeliefert sind.

Von Romi Sigsworth

Die LGBTI-Bewegung und soziale Medien in Afrika: Eine Bestandsaufnahme

Während LGBTI-AktivistInnen zunehmend Präsenz zeigen, reagieren viele afrikanische Regierungen mit verschärften Mitteln: Einschüchterung, Verhaftungen, Folter, Ausweitung der existierenden Rechtsprechung, lebenslängliche Haft oder sogar Todesstrafe. Wie reagieren nationale Regierungen auf das neue, offensive Auftreten der Bewegung? 

Von Sokari Ekine

Video: Frauen in öffentlichen Ämtern - Engendering Leadership

In den vergangenen 50 Jahren haben viele afrikanischen Länder nationale Gendermechanismen eingerichtet und Quotenregelungen eingeführt, um den Zugang von weiblichen Vertreterinnen zu offiziellen politischen Institutionen zu beschleunigen. Die Ergebnisse sind recht eindrucksvoll.

Der Kampf um die Anerkennung von LGBTI-Rechten als Menschenrechte

In jüngster Zeit erreichen auch Deutschland immer mehr Meldungen über die Verfolgung von Schwulen, Lesben, Bi- Trans-und Intersexuellen (LGBTI) in Afrika. Doch welche Möglichkeiten bietet das afrikanische Menschenrechtssystem, um dieser Diskriminierung entgegenzutreten? Welche Strategien sollte die erstarkende queere Bewegung Afrikas wählen? Die Menschenrechtsanwältin Sibongile Ndashe gibt erste Antworten.

Von Sibongile Ndashe

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