Sex: von Späßen und Zwängen
 
Die Geschichte der Emanzipationsbewegungen hat sich immer schon durch Körperlichkeit ausgezeichnet und bildete daher mit Fokus auf Sex(ualitäten) einen Schwerpunkt der Woche. Sexualität(en) und körperliche Selbstbestimmung, die sich in der Ambivalenz zwischen Zwang und Freiheit, Determination und Dekonstruktion bewegen, wurden in dieser Unentschiedenheit diskutiert. Neben der Sensibilisierung für die Machtverhältnisse in und der Ökonomisierung von Sexualität, ließen wir Spaß und Lust am Sex und den Sexualitäten zum Ausdruck kommen.


Veranstaltungsübersicht Mittoch, 8. Juli 2009:

  • 10.00 Uhr - Gesprächsrunde
    Sex(politiken) im Alter – auf Wolke 9?
    Gesprächsrunde mit Irmingard Schewe-Gerigk – MdB, Bündnis90/ Die Grünen, Dr. Silke van Dyk – Uni Jena, Elisabeth Raffauf – Autorin, Köln, Moderation: Gabriele Schambach – genderworks

  • 10.00 Uhr - Filmscreening und Diskussion
    Filme «Die Heide ruft» – «WANT» – «SEXXY»
    Sexualität und Behinderung: Repräsentationen und Interventionen Im Zentrum der Diskussion steht die Tabuisierung selbstbestimmter Sexualität von Menschen mit Beeinträchtigungen, jedoch ohne Sexualität und Behinderung oder Nicht-Behinderung als Problem zu thematisieren. Diskussion mit Carola Pohlen – AK-moB, Danilo Vetter – ZtG, HU-Berlin, Mirjam Mirwald – disgenderbility Matthias Vernaldi – Protagonist «Die Heide ruft», Moderation: Heike Raab – Uni Innsbruck

  • 10.00 Uhr - Stadtrundgang
    Gender in the City
    Bei dem geführten Stadtrundgang kommen Sie zu neuen Erkenntnissen und Erlebnissen bei «gender in the city» und lernen den Unterschied zu «sex in the city» kennen. Lassen Sie sich überraschen! Mit Dipl.-Ing. Stephanie Hüffell und Dr. Bettina Knothe –genderWerk, Berlin

     
  • 10.00 Uhr - Workshop
    Every Tool is a Weapon if You Hold it Right
    Erlebtes aufs Papier bannen, Unrecht benennen und Utopien entwickeln. Spielen und Rumspinnen, Zeichenblockaden abbauen, Kreativitätstechniken ausprobieren und Grundlagen von Figuren- und Geschichtenentwicklung üben. Eigene Figuren und Geschichten entwickeln und zeichnen. Dabei sind vorhandene Zeichenkünste keine Voraussetzung – aber natürlich auch kein Hindernis ;-) D.I.Y.-Comic-Workshop für FrauenLesbenTransgender. Mit Ka Schmitz – Künstlerin

  • 10-14 Uhr - Forumtheater
    Performing Gender
    Der Intention des Gender-Happenings folgend wird im Rahmen der Erarbeitung sowie der Aufführung eines Theaterstückes das interaktive Miteinander gestärkt, um Dimensionen der theoretischen Auseinandersetzung mit praktischen (Selbst)Erfahrungen zu verbinden. Der methodische Fokus dieses Workshops liegt auf dem Einsatz des Körpers, ausgehend vom Theater der Unterdrückten (TdU). Forumtheater mit Aki Krishnamurthy – Paolo Freire Institut

  • 14-16 Uhr - Panel und Diskussion
    Vom Hardcore-Porno zur Postpornografie?
    Auf der Suche einer «neuen» Repräsentation Dass nicht jeder Sexfilm oder Porno zum Realhorror werden muss, zeigen einige wenige Versuche im Ringen um Bilder, die Lust bereiten. Im Wissen um das gewalttätige Potential des Mainstream-Hardcore-Pornos schaffen es die Körperbilder eines kritisch-revolutionären Postpornos Lust und Begehren dynamisch zu transportieren, so dass jedes Objekt auch zum Subjekt einer gesellschaftlichen Praxis des Körpers werden kann. Panel und Diskussion mit Manuela Kay – Chefredakteurin «L.Mag», Svenja Flaßpöhler – Autorin, Jens Hoffmann – Filmemacher, Moderation: Jasper Nicolaisen 

  • 14.30 Uhr - Workshop
    Wie können Männer Verbündete sein? Antisexismus aus privilegierter Perspektive
    Workshop mit Sebastian Scheele – GenderKompetenzZentrum, HU Berlin

  • 14 - 16 Uhr - Filmscreening
    Sexualität und Arbeit:  WORKING ON IT Film, Begriff und Diskussion
    Ein paar einführende Worte, Bilder und Thesen zu sexueller Arbeit und warum die Kategorie Geschlecht allein nicht ausreicht, all den Zumutungen zu begegnen, die der Arbeitsalltag mit sich bringt. Im Anschluss an das Filmscreening WORKING ON IT diskutiert die Regisseurin Karin Michalski mit dem Publikum. Film, Begriff und Diskussion mit Brigitta Kuster & Karin Michalski – Filmemacherinnen

  • 16.30 Uhr - Vortrag
    Zur Verschränkung von Sexarbeit und Drogengebrauch
    Zur Verschränkung von Sexarbeit und Drogengebrauch Eine intersektionale Betrachtung der Exklusion und Viktimisierung drogengebrauchender Sexarbeiterinnen Ein nach wie vor gesellschaftlich stigmatisierter Bereich von Arbeit ist Sexarbeit, insbesondere die Sexarbeit von Drogenkonsumentinnen, sogenannten «Drogen-» oder «Beschaffungsprostituierten». Nach einer Beschreibung repressiver Politiken bzgl. der Hamburger Situation wird aufgezeigt, warum die Situation der so genannten «Beschaffungsprostituierten » intersektional betrachtet werden muss. Welcher Arbeitsbegriff innerhalb des illegalisierten Drogen- und Sexmarktes ist weiterführend? Vortrag von Kathrin Schrader – Feministisches Institut Hamburg/Technische Universität Hamburg-Harburg. Moderation: Johanna Bussemer – Die Linke

  • 16.30 Uhr - Gespräch (fiel leider aus)
    Vulva – eine vergessene Kulturgeschichte
    Ein Dolchstoß für die Phalluszentriertheit und Kastrationsbedrohung?
    Gespräch mit Elke Buhr – stellvertretende Chefredakteurin «Monopol»

  • 16.30 Uhr - Politischer Salon
    UN-Resolution 1820 – Sex und Gewalt im Kriegskontext
    Politischer Salon mit Irmingard Schewe-Gerigk – MdB, Bündnis 90/Die Grünen, Cordula Reimann – Swiss Peace (angefragt), Dr. Rolf Pohl – Uni Hannover, Dr. Rita Schäfer – Uni Freiburg. Moderation: Ute Scheub – Autorin

  • 17.00 Uhr - Workshop
    Aufklärungsarbeit nach dem peer-Ansatz
    Die pädagogisch geschulten Mitarbeiter_innen des Aufklärungsprojekts sind selbst zwischen 20 und 27, leben selbst lesbisch, schwul, bi, trans oder queer (lsbtq) und arbeiten auch mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Sie stehen nicht nur für alle persönlichen, politischen, theoretischen, etc. Fragen rund um lsbtq-Lebensweisen zur Verfügung, sondern diskutieren auch mit den Teilnehmer_innen über ihre Vorstellungen und Erfahrunen in den Bereichen Geschlechterrollen, Beziehung, Sex, Familie, Diskriminierung. Workshop mit ABqueer Mitarbeiter_innen. in Kooperation mit ABqueer

  • 19.30 Uhr - Workshop
    Toy, toy, toy... Sex-Spielzeuge und ihre Geschichte
    Vom legendären Magic Wand, G-Flächen-Stimulatoren, Delfin und Schlange, Packern, Bindern und Vibratoren, feministischen Pornos uvm. Workshop, Überblick und Demonstration mit Sexpertin Laura Méritt.

  • 20.00 Uhr - Panel und Gesprächsrunde
    Helden wie wir - Bewegte Männer aus Ost und West
    Podium mit Volker Elis Pilgrim – Autor, Christian Schenk – Ex-MdB, Autor, Prof. Dr. Stephan Höyng – Kath. Hochschule f. Sozialwesen, Berlin, Marcus Brühl – Autor (angefragt). Moderation: Sven Glawion – Germanist und Gender-Wissenschaftler

  • 20.30 Uhr - Musik, Comedy, Theater, Show
    Testosteron - Der Stoff, aus dem die Männer sind
    Tobias Bücklein nimmt die Macker und ihre Macken aufs Korn und macht sich für sein Publikum auf den «Weg des wahren Mannes». Musik, Comedy, Theater, Show mit Tobias Bücklein – Pianist, Schauspieler, Regisseur und Kabarettist, aus Konstanz.
Gefördert durch:

Übersicht:

Links & Service
Blog zur Happening-Woche des Gunda-Werner-Instituts
Mitwirkende
Am Gender Happening nahmen Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Gesellschaft, Musik- und Kunstszene teil. Hier finden Sie eine Aufstellung sämtlicher ReferentInnen, PolitikerInnen und KünstlerInnen [» mehr]
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