Männerleiber - Körperlichkeit zwischen Sein und Tun
Henning von Bargen (Leitung Gunda-Werner-Institut) und Andreas Goosses (Forum Männer) eröffnen die Fachtagung "Männerleiber - Körperlichkeit zwischen Sein und Tun" - Foto: Stephan Röhl - Bestimmte Rechte vorbehalten
Dokumentation
Der männliche Körper ist ein Politikum. Der Körper ist Gegenstand vergeschlechtlichter und vergeschlechtlichender Körperpolitik und Körperpraxis. Wie sehr das Körperliche von Geschlechterpolitik berührt ist, verdeutlicht der feministische Kampf für die Abschaffung des Straftatbestandes beim Schwangerschaftsabbruch. Ein Kampf, der in Deutschland so lange geführt wird, wie es Deutschland gibt, seit 1871 (und der schon 1972 in der DDR erfolgreich abgeschlossen worden ist). Der Zusammenhang von Körper und Geschlecht ist bereits eingehend diskutiert, allerdings vorrangig mit Blick auf den Frauenkörper.

Die Fachtagung verfolgte drei Fragerichtungen:

  • Was macht einen Körper zu einem männlichen Körper?
  • Was machen Männer und Jungen mit ihren Körpern – vielleicht auch und gerade, um besonders männlich zu sein?
  • Was machen Staat und Gesellschaft mit den Körpern von Männern?

Bericht: Fachtagung „Männerleiber- Körperlichkeit zwischen Sein und Tun“

- „Man wird nicht als Frau geboren, man wird es“, lautet das bekannte Zitat von Simone de Beauvoir. Das Forum Männer und das Gunda-Werner-Institut drehten den Spieß um und boten im Rahmen der Fachkonferenz „Männerleiber- Körperlichkeit zwischen Sein und Tun“ am Samstag, den 05. November auch dem Diskurs um die Konstruktion des männlichen Körpers einen Raum. Hier wurde mehr als 50 Teilnehmenden die Möglichkeit gegeben sich mit Fragen rund um den männlichen Körper auseinanderzusetzen. Marie Friese mehr»
Anke Abraham bei ihrem Eröffnungsvortrag zur Fachtagung "Männerleiber - Körperlichkeit zwischen Sein und Tun" - Foto: Stephan Röhl - Bestimmte Rechte vorbehalten

Eröffnungsvortrag

Körper und Geschlecht

- 5. November 2011 - Körper und Geschlecht sind in unserer Kultur auf vielfältige Weise verknüpft. Was ist Natur? Was ist Kultur? Wie werden Zweigeschlechtlichkeit und die binäre Codierung in männlich/weiblich sozial und kulturell vermittelt? Durch das Aufbrechen scheinbar biologisch gegebener Körper- und Geschlechterbilder können an der Schnittstelle «Körper» gesellschaftliche Ansprüche und individuelle Praktiken sichtbar gemacht werden, die über die Entstehung und Etablierung von Geschlechterordnungen Auskunft geben. Prof. Dr. Anke Abraham mehr»
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Prof. Dr. Harry Friebel - CC-BY-SA (Stephan Röhl)

Jungen und Körperkonzepte: vom Ritzen über Koma-Saufen bis zur Selbsttötung

- 5. November 2011 - Es geht um gestörte Körperkonzepte von Jungen. Jungen kommen auf die Idee, sich selbst körperlich zu verletzen – Symptome für seelische, körperliche und soziale Belastungen und Verletzungen? Diese Selbstverletzungen häufen sich im biografischen Kontext innerhalb der Pubertät. Selbstverletzungen sind geschlechts-und altersspezifisch verteilt – je nachdem wie/was/wann verletzt wird. Die Forschungslage und die Literatur hierzu sind ebenso desolat wie die Beratungspraxen für die Jungen. Prof. Dr. Harry Friebel mehr»
Teilnehmer des Workshops "Körperreise" - Foto: Stephan Röhl - CC-BY-SA

Körperreise - Selbsterfahrungs-Workshop

- 5. November 2011 - Der Raum ist mit Matten ausgelegt. Der erste Teilnehmer (Mitte 30) betritt den Raum. Frage: „Muss ich mich hier hinlegen? Schauen Sie sich meine Klamotten an. Ich arbeite am Kudamm und ich will mich nicht auf den Boden legen.“ Frage: „Was machen Sie denn mit uns? Ich will auch reden. Bitte sagen Sie mir bitte, in welchem Verhältnis steht das Reden zur Körperreise? „70/30, 70 % Reden und 30% Körperreise. „Na gut, dann werde ich bleiben.“ Jens Gerdes mehr»
Bilder der Fachtagung: Männerleiber - Körperlichkeit zwischen Sein und Tun
GENDERKICKS 2011 Love me Gender - Gender is Happening - eine Happeningwoche des Gunda Werner Institutes Wome´s Voices Women´s Choices - 100 Jahre internationaler Frauentag Was ist der Streit-Wert? Online-Debatten zu Feminismus und Geschlechterdemokratie
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Geschlechter und Politik
Geschlechterpolitischer Ratschlag 2008: Macht Gender einen Unterschied?
Frauen- und geschlechterpolitische Themen haben im Wahlkampf, in Parteiprogrammen und Wahlkampfstrategien seit einiger Zeit nicht mehr viel Platz. Grund genug zu fragen: Ist das ein gutes Zeichen? Und die Probleme gelöst? mehr»
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