boeker-consult: Bündnis gegen Zwangspsychiatrisierung der 11jährigen trans*gender Alex in Berlin

Boeker-Consult (Beratung fuer Menschenrechte und Genderfragen) ruft aus aktuellem Anlass dazu auf ein Bündnis gegen Zwangspsychiatrisierung der 11jährigen trans*gender Alex in Berlin zu gründen.

Hintergründe über den Fall finden Sie in der Taz unter:

Anbei finden Sie den Aufruf von Boeker-Consult:
"Nicht selten gibt es mitten unter uns in Deutschland negative menschenrechtsverletzende Praktiken.
So zu lesen am 19.1. und 28.1. in der taz. Es geht um 'Alex', ein Mädchen.
Ein Mädchen, dessen Mutter, Schule, Umfeld seit neun Jahren kein Problem damit hat, dass sich Alex als Mädchen gibt und geben will: sie ist ein Mädchen.

Sie ist nun seit einiger Zeit und seit ein paar Wochen akut bedroht, seitens eines Jugendamtes in Berlin wegen angeblicher und nicht wirklich existierender Suizidalität stationär in die Charité einwegwiesen zu werden.
Dort soll sie von Prof. Beier wegen der angeblichen 'Geschlechtsidentitätsstörung', die wie wir alle seit unserer gemeinsamen Alternativberichterstattung zu CEDAW wissen, eine viel zu lange in Deutschland tolerierten negative Praxis ist und eine Konstruktion, die nur den Zweck verfolgt, Menschen davon mit aller medizinischer Gewalt und Psychomethoden davon abbringen soll, ihr Recht auf freie Wahl und Entwicklung zur Geschlechtsidentität wahrzunehmen.

(Vgl. CEDAW Abschliessende Bemerkungen 2009 zu Deutschland und Allgemeine Empfehlungen CEDAW No. 28 zu Art. 2)
 
Vielmehr soll wie viele andere zuvor auch Alex dort zur Annahme ihres 'natuerlichen Geburtsgeschlechts' gebracht werden.
In beiden Artikeln wird gezeigt, das dies längst gegen den wissenschaftlichen Standard ist.

Das zieht Stigmatisierung, Zwangspsychiatrisierung, Zwangspathologisierung von Transmenschen nach sich. Menschen, die das schon leidvoll hinter sich haben, wissen, dass dies auch die Verabreichung von Psyxchopharmaka bedeutet, dass das Mädchen menschlich kaputt, und nur mit lebenslangen Schäden daraus kommen kann.

Auch die Mutter wird diskriminiert, unter Druck gesetzt, als 'verrückt' bezeichnet, soll angeblcih 'krank' sein und 'schuld' an der Transidenz der Tochter. Beide haben einen guten Anwalt, der alles tut. Aber das reicht nicht.

Alex und ihre Mutter wollen, dass es Öffentlichkeit gibt, ohne ihre Namen richtig zu benennen, aber doch gegen alle solche Fälle dieser menschenrechstverletzenden Praxis.
Sie wissen, es ist ein exemplarischer Fall. Beide wollen, dass nicht nur Alex frei leben kann, sondern alle anderen Kinder, denen es bislang so geht, dass irgendwann der staatliche und medizinische Zwangszugriff kommt, frei, unbedroht und ungebrochen gesund leben können was sie sind und sein wollen.

Am letzten Sonntag gab es bei TRIQ in Berlin, Glogauerstr. 19 (Kreuzberg, Nähe Bus M29) ein Unterstützerinnen Brainstorming: was kann getan werden. Es gab viele Ideen, aber eine, die nun konkret angefasst wird:

Es soll zuerst vor der Senatsverwaltung Berlins für Wissenschaft, Bildung und Jugend demnächst ein Kundgebung geben, ein Forderungskatalog überreicht werden.

Ich habe mich bereit erklärt, die ich über ATME eV - unserer Partnerinnen-NGO bei CEDAW- mit Alex und ihrer Mutter in Kontakt gekommen bin und nun auch in Abstimmung mit beiden handle (ihre Anonymität wahrend), Euch anzusprechen, ob Ihr/Sie an dieser Protestkundgebung solidarisch teilnehmen könnt. Es sollte ein breites Bündnis gebildet werden.
Wenn Sie jemanden senden können, ist das hochwillkommen!

Zunächst wird es am Sonntag, 2. Februar um 18 Uhr bei TRIQ, Glogauerstr. 19 in Berlin -Kreuzberg ein Planungstreffen geben.
Bitte kommen Sie.

Weiter werde ich Sie / Euch danach anmailen, um Euch Ort/Zeit der Protestkundgebung mitzuteilen: ich hoffe Sie/Ihr kommt dann zahlreich.
Hier kann man auch mal anders als von Schreibtisch aus für konkrete Rechte konkreter Menschen eintreten. Hier wird dann zählen, wieviele tatsächlich teilnehmen.

Später wird es ggf. Aufrufe zu Protest vor dem Gericht oder vor der Charité u.ä. geben.
Wir wollen, dass ALEX nichts passiert, dass sie unversehrt bleibt!
Sie ist eine von uns und soll in unserer Mitte sein."

Kontakt:
Schillingstr. 3
D-13403 Berlin
Tel.: (+49) 030-417 020 11
Fax: (+49) 0322 111 999 71
Mobil:     (+49) 0173 9377 240
E-Mail: info@boeker-consult.de (Office/Buero)
www.boeker-consult.de
 

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