Angesprochen sind damit insbesondere gewählte haupt- und ehrenamtliche PolitikerInnen sowie Beschäftigte, die an diesen Prozessen beteiligt sind. Der Personenkreis beschränkt sich nicht nur auf Führungskräfte, die das Prinzip des Gender Mainstreaming in ihrer Arbeit anwenden sollen, sondern bezieht auch die darunter liegenden Hierarchieebenen ein.
Gender Mainstreaming ist ein politisch innovativer Ansatz. Um GM in Organisationen und Institutionen umzusetzen, müssen sich Führungskräfte klar zu den Zielen und der Strategie bekennen und die Verantwortung für die Implementierung von GM übernehmen. In diesem »Top-Down-Prozess« (von oben nach unten) wird dann eine organisationsspezifische Vorgehensweise (Konzept) erarbeitet.
Dabei geht es weniger um formale Gleichbehandlung von Frauen und Männern ungeachtet ihrer jeweils unterschiedlichen Ausgangsbedingungen und Lebenssituationen. Ziel von Gender Mainstreaming ist vielmehr die Herstellung tatsächlicher Chancengleichheit. Eine solche Politik begreift Männer und Frauen nicht jeweils als homogene Gruppen, sondern trägt der Tatsache Rechnung, dass auch innerhalb dieser Gruppen vielfältige Lebenssituationen und Bedürfnisse bestehen (Diversity).
Im Kern geht es darum, dass sich auf allen Ebenen ein neues Denken etabliert, das den Aspekt Gleichstellung als substanzielles Teilziel in die Politik integriert. Die Kategorie Gender wirft nicht nur die Frage der Geschlechter-Gerechtigkeit auf, sie ist auch ein wesentlicher Faktor zur Lösung wirtschaftlicher, sozialer und politischer Probleme.
Implementierung, Organisationsebenen, Erfolgsbedingungen und Instrumente
