ProgrammAntifeminismus begegnen – Demokratie stärken

Netzwerktagung am 17. und 18. Oktober in Berlin, Ort: Heinrich-Böll-Stiftung

Weitere Informationen und Anmeldung

Das Programm befindet sich in Arbeit: Stand 23.09.22.

Beiträge, die mit "tbc" angegeben wurden, sind unbestätigte Beiträge.

Mo, 17. Oktober 2022

09.30

Anmeldung
Get together mit Stehkaffee

10.00

Plenum (Großer Saal 1)

I. Begrüßung und Einführung
Verbundprojektpartner*innen

II. Interaktiver Einstieg
Rebekka Blum, Soziologin, femPI-Netzwerk und
Julia Haas, Projektverantwortliche Spotlight - Antifeminismus erkennen und begegnen NRW, femPI-Netzwerk

III. Einführung: „Was ist eigentlich „Antifeminismus“?
… und wie unterscheidet er sich von Sexismus und Misogynie/Frauenhass?
Impulsvortrag: Rebekka Blum und Julia Haas

11.15

Kaffeepause – meet and greet

11.30

Parallele Gesprächsrunden (Großer Saal 1, Großer Saal 2, Kleiner Saal 1/2)

IV. Angriff auf die Demokratie? – Erfahrungsaustausch zu Antifeminismus
In parallelen thematischen Gesprächsrunden/worldcafe werden der Impulsvortrag diskutiert, offene Fragen besprochen und mit eigenen Erfahrungen aus Praxis ergänzt und vertieft.
Mögliche Fragen für den Austausch:

  • Was waren für Sie wichtige Impulse im Vortrag? Teilen Sie die Analysen und Beschreibungen? Was sehen Sie anders, was hat Ihnen gefehlt? Wo ist die Demokratie gefährdet?
  • Welche Erfahrungen haben Sie mit antifeministischen Angriffen in Ihren Organisationen gemacht?

Die Gesprächsrunden dauern jeweils ca. 30 Min. Danach besteht die Möglichkeit das Themen-/Handlungsfeld zu wechseln und in zwei weiteren Gesprächsrunden mit anderen Teilnehmenden in den Austausch zu kommen. Stichpunkte aus dem Erfahrungsaustausch werden auf Karten notiert. An jedem Thementisch gibt es eine gastgebende Person, die moderiert und die Gesprächsergebnisse zusammengefasst der nachfolgenden Runde kurz zum Einstieg präsentiert.

Thementische / Handlungsfelder

  • Geschlechterforschung: Manosphere aus Perspektive Geschlechterforschung
    • Gastgeber*in: Angela Frick, Politische Bildnerin/Soziologin
  • sexuelle/geschlechtliche Vielfalt, vielfältige Lebensformen
    • Gastgeber*in: Fluky/Kartoffel mit Herz, Referent*in für politische Bildung
  • Sexuelle Selbstbestimmung und Rechte
    • Gastgeber *in: Lisa Brünig, politische Bildnerin
  • Beratung gegen Rechts
    • Gastgeber*in: AG Antifeminismus des Bundesverbandes Mobile Beratung
  • Grenzbestimmungen (Anti-)Feminismus
    • Gastgeber*in: Karsten Kassner und Klaus Schwerma, Bundesforum Männer
  • Erwachsenenbildung: Chancen feministischer Bildungsarbeit im Kampf gegen Antifeminismus
    • Gastgeber*innen: Johanna Voß und Luisa Bläse, disruptiF-feministisch bilden und beraten
  • Strukturelle Vorkehrungen gegen Antifeminismus in Organisationen
    • Gastgeber*in: Regina Frey, Bundestiftung Gleichstellung
  • Thema (tbc)
    • Gastgeber*in: N. N. Lateinamerika-Karibik-Initiative des Auswärtigen Amts/GIZ
  • Soziale Arbeit/Beratungsarbeit
    • Gastgeber*in: Merjem Khalidi
  • Väterrechtler
    Gastgeber*in: Thomas Gesterkamp

  • offener Austausch ohne Thema
  • ggf. weitere Thementische (tbc)

 

13.00

Mittagspause

14.00

2 parallele Panel, pro Thema 60 Min.

V. Antifeminismus konkret: Vertiefende Impulse aus der Praxis

Im Fokus steht hier der Erfahrungsaustausch zu antifeministischen Anfeindungen und Aktivitäten in verschiedenen Themen- und Handlungsfeldern und die Frage danach, wie mensch damit umgehen kann. Vertretende aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, Wissenschaft oder politischen Kontexten stellen Erfahrungen aus ihrem Praxisfeld/Arbeitsumfeld vor und zur Diskussion.

Panel 1 (Großer Saal 1)
1. Broschürenvorstellung "Soll Geschlecht jetzt abgeschafft werden?"
mit N. N vom BVT*

2. Praxiserfahrung aus der Beratung gegen rechts
mit AG Antifeminismus des Bundesverbandes Mobile Beratung

 

Panel 2 (Kleiner Saal 1/2)

1. Alltägliche antifeministische Denkmuster
mit Sasha Frühling, Sozialwissenschaftler und politischer Bildner

2. Was ist ein Opfer? Die Rolle moralischer Erzählungen in antifeministischen Diskursen in christlich-fundamentalistischen Milieus
mit Jennifer Stange

Paralleles Angebot (Konferenzraum 1 und Großer Saal 2)

VI. Workshops (mit Anmeldung, ca. 15 – 20 Personen)

1. Antifeminismus begegnen… aber wie?! Zum Umgang mit antifeministischen Äußerungen
Nicht nur in rechtspopulistischen Kreisen sind gezielte Angriffe auf Feminismus und geschlechterpolitische Errungenschaften salonfähig - auch im Alltag begegnen uns solche Positionen zunehmend. Welche Möglichkeiten habe ich, darauf zu reagieren? Wie kann ich meine eigene Haltung stärken? Der Kurz-Workshop gibt einen ersten Einblick in mögliche Strategien im Umgang mit antifeministischen Äußerungen.
Trainer*innen: Sarah Klemm und Laura Sass, Dissens – Institut für Bildung und Forschung

 

2. Gesprächsraum für BIPoC FLINTA* zu Sexismus im professionellen Kontext
Rassismus und Sexismus gehören, sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext für viele Personen zur alltäglichen Lebenserfahrung. Die Erfahrungen sind gewaltvoll und schmerzhaft, unterscheiden sich aber gleichzeitig darin von wem die Gewalt ausgeht und an wen sie sich richtet (Positionierung). Häufig wird in oder nach diesen Gewaltsituationen entweder von Rassismus oder Sexismus gesprochen. Viel zu selten werden beide Phänomene zusammengedacht und betrachtet, obwohl viele Personen beides gleichzeitig erleben: Rassismus und Sexismus.

In diesem Gesprächsraum soll es die Möglichkeit für Betroffene geben, sich über die Gleichzeitigkeit von Sexismus und Rassismus in ihrem Arbeitskontext auszutauschen. Wir wollen schauen, wie die gemachten Erfahrungen wirken, welche Handlungsstrategien und Umgangsweisen es gibt und gemeinsam überlegen, was es braucht, um Rassismus mit seinen Intersektionen im Arbeitsalltag abzubauen.
Mit Folasade Farinde (sie/ihr), Initiative Schwarze Deutsche e. V.

16.00

Kaffeepause

16.30

Plenum (Großer Saal 1)

VII. Eine Transnationale bzw. europäischen/globale Perspektive auf Antifeminismus (Arbeitstitel)
Referent*in: Annika Brockschmidt

17.30

VIII. Ausklang und Get together

18.00

Ende 1. Tag

Di 18. Oktober 2022

09.00

Anmeldung
Get together mit Stehkaffee

09.30

2 parallele Panel, pro Thema 60 Min.

IX. Antifeminismus konkret: Vertiefende Impulse aus der Praxis (Fortsetzung)

Im Fokus steht hier der Erfahrungsaustausch zu antifeministischen Anfeindungen und Aktivitäten in verschiedenen Themen- und Handlungsfeldern und die Frage danach, wie mensch damit umgehen kann. Vertreter*innen aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, Wissenschaft oder politischen Kontexten stellen Erfahrungen aus ihrem Praxisfeld/Arbeitsumfeld vor und zur Diskussion.

Panel 1 (Großer Saal 1)

1. Gleichstellungsarbeit als Provokation? (Feministische) Eindrücke aus dem Landesfrauenrat M-V
mit Maria Lichtermann, Yvonne Niekrenz

2. Antifeminismus im ländlichen Raum am Beispiel Erzgebirge aus der Forschungsperspektive
mit Charlotte Höcker & Johanna Niendorf, Else-Frenkel-Brunswik-Institut für Demokratieforschung in Sachsen

Paralleles Angebot (Konferenzraum 1 und Großer Saal 2)

X. Workshops (mit Anmeldung, 15-20 P.)

1. Antifeminismus begegnen… und wofür kämpfen wir?
Über Feminismus sprechen bedeutet leider oft in die Abwehrpositionen rutschen zu müssen. Von „das ist doch gar nicht mehr notwendig“ bis zu direkten Antifeminismus, zu häufig werden wir in Angriffe verzettelt. Dabei geht leider oft verloren, warum uns das Ganze eigentlich wichtig ist und wofür wir uns einsetzen. Warum braucht unser Arbeitsplatz, unser privates Umfeld und unsere Gesellschaft mehr Feminismus und warum ist das auch gut für mein Gegenüber im Gespräch?
In diesem Workshop wollen wir mit euch herausarbeiten, warum ihr euch für feministische Ziele stark macht und wie ihr für diese streiten könnt, ohne euch in die Abwehrposition schieben zu lassen.
Dabei wollen wir in den Blick nehmen, welche Kämpfe und Ideen euch wichtig sind, aber auch darauf schauen, wie sich diese Ideen gut formulieren lassen und was helfen kann, die Kontrolle über das Gespräch zu behalten.
Trainer*innen: N.N., stuhlkreis_revolte Kollektiv für emanzipatorische Bildungsarbeit und Prozessbegleitung


2. Vereinnahmung von Sozialer Arbeit durch christlich-fundamentalistische und antifeministische Akteur_innen
Im Rahmen des Workshops wird sich der Frage gewidmet, welche Rolle christlich-fundamentalistische und antifeministische Vereinnahmung von Sozialer Arbeit für die Praxis spielt. Dabei werden drei Säulen der christlich-fundamentalistischen Sozialarbeit - "Beratungstätigkeiten", "Jugendarbeit" und "Sexualerziehung" ausgemacht und anhand von Beispielen und Materialien genauer analysiert.
Trainer*innen: Len Schmidt, Fachstelle mobirex

11.30

Kaffeepause

12.00

XI. Gemeinsam gegen Antifeminismus: Netzwerk-Marktplatz

(Großer Saal 1)
1. Kurzpräsentationen (a 2‘) der auf dem Marktplatz vertretenen Organisationen / Gruppen / NGO’s:

  • Welche Organisation vertrete ich?
  • Welche Erfahrungen mit Antifeminismus haben wir?
  • Zu welchem Thema bin ich jetzt insbesondere ansprechbar?
  • Wen möchten wir gerne kennenlernen/wer hat zum Thema X Erfahrungen und möchte sich austauschen?

(Foyer und Beletage)
2. Offener Markt zum Kennenlernen und Austausch
Der Marktplatz besteht aus (Steh-)Tischen im Foyer und auf der Beletage an denen die Organisationsvertretenden ihre Materialien auslegen und/oder Plakate auf Pinnwände und/oder per Aufsteller präsentieren können und zum Gespräch einladen (s.o.).

  • Projekt "Dialograum schaffen - Geschlechtergerechtigkeit leben - Vielfalt gestalten" beim Landesfrauenrat MV
  • Soroptimist International, lokale Vertreterinnen der weltweit größten Serviceorganisation berufstätiger Frauen
  • fembi - Feministisches Bildungszentrum e. V.
  • Berliner Initiative gegen Gewalt an Frauen
  • Projekt „DigitalAngels“ des FrauenComputerZentrumBerlin e. V.
  • Antidiskriminierungsstelle für Studierende der Philipps-Universität Marburg
  • Bundesforum Männer
  • Bundesstiftung Gleichstellung
  • ggf. weitere Organisationen (tbc)

13.00

Mittagspause

14.00

Parallele Panel bzw. Workshops (Großer Saal 1, Großer Saal 2, Kleiner Saal 1/2, Konferenzraum 1)
XII. Gegenstrategien: Wie können wir antifeministischen Anfeindungen und Diskursen begegnen?

 

1. Gewalt im Netz/Angriffe in Social Media
Impuls: Hate speech und Gewalt im Netz: Welche (Diskurs-)Strategien und Methoden begegnen uns (Überblick)?
Impulsgeber*in: Simone Rafael, Belltower News

 

2. Antifeminismus in Presse / Medien am Beispiel Transfeindlichkeit
Impuls: Welche Diskursstrategien nutzen Antifeministen, um ihre Themen in Presse und Medien zu platzieren? Was sind die Themen und Angriffspunkte?
Impulsgeber*in: Ansgar Lahmann und Gabriel_Nox, #transmedienwatch

 

3. Bundesweites Monitoring: antifeminismus-melden.de
Impuls: Wie ist Antifeminismus messbar? Was sind die Grundlagen von Monitoring-Arbeit? Wir besprechen im Workshop theoretische und praktische Aspekte sowie eigene Erfahrungen mit antifeministischen Vorfällen.
Impulsgeber*in: Fachstelle Gender, GMF und Rechtsextremismus, Amadeu Antonio Stiftung

4. Schulische Bildungsarbeit
Impulse für die Praxis: Zum Umgang mit antifeministischen Äußerungen im Rahmen der schulischen Bildungsarbeit
Impulsgeber*in: Christopher Fritsche, Cultures Interactive e. V.

 

16.00

Kaffeepause

16.30

(Großer Saal 1)
XI. Abschlusspanel
Haltung zeigen – Bündnisse schmieden - Antifeminismus politisch begegnen
u.a. mit Akteur*innen aus Verbänden, Politik, Wissenschaft, Bildungsarbeit und NGO‘s.

(tbc)

17.30

Ende der Netzwerktagung