Netzpolitik

Überwachung: Feministische Perspektiven dringend benötigt

Dossier

Seit 9/11 nimmt, vor allem staatliche Überwachung, wieder an Fahrt auf. Seit Edward Snowden wird vermehrt darüber diskutiert. Sicherheit und Freiheit für die Einen, gibt es aber nur auf Kosten der Unfreiheit für die Anderen. Das Dossier zeigt kritische feministische, intersektionale Perspektiven auf aktuelle Überwachungspraktiken.

Ist das Internet noch zu retten?

Feministischer Zwischenruf

Es ist akute Internetrettung angezeigt. Schon wieder. Die EU Urheberrechtsreform verankert Uploadfilter. Es droht ein Overblocking. Besonders Frauen* könnten davon betroffen sein. 

Von Nicole Shephard

EU-Urheberrechtsreform und Netzfeminismus

Schon seit Jahren versucht die EU, sich auf ein gemeinsames Urheberrecht für Europa zu einigen. Der Weg dahin ist jedoch holprig – und könnte dem freien Internet schaden.

Von Valie Djordjevic

Veranstaltungen

Feministische Gala für und mit Kimberlé Crenshaw
Berlin
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GWI News

Referentin feministische Netzpolitik

Feministische Netzpolitik in der Praxis

Podcast: Feministische Einsichten

Was hat Netzpolitik mit Feminismus zu tun? Die Antwort ist recht einfach. Es geht um ganz grundsätzliche Fragen der Gestaltung von Gesellschaft und der Verteilung von Macht und Lebenschancen. Im Kontext der Digitalisierung werden zentrale Weichen entlang technischer Möglichkeiten neu gestellt. Ob sich bestehende Ungleichheiten dabei noch tiefer einschreiben, oder emanzipatorische Potentiale genutzt werden, hängt ganz wesentlich von der Existenz kritischer Stimmen ab.

 

Building a feminist Internet

Wie können netzpolitische Handlungsfelder (wie zum Beispiel die Regulierung von Algorithmen, Überwachung oder Digitaler Gewalt, die fehlende Diversität in Tech-Unternehmen) mit feministischen Diskussionen zusammengebracht werden? Die Tagung gab einen ersten Einblick.

Aktuelles

Auch Mathe kann sexistisch sein​

Begriffe wie Vorratsdatenspeicherung, Metadaten und Uploadfilter tauchen immer wieder in der medialen Verhandlung auf - doch was heißen sie eigentlich und was bedeuten sie konkret für den*die Einzelne*n? Wer hat die Macht über unsere persönlichen Daten und wie neutral sind mathematische Computerentscheidungen wirklich?

Von Leena Simon

Überwachung Intersektional: Geschichtliche Kontinuitäten

Die Überwachung von Frauen und ihren Körpern hat eine lange Tradition. Die intersektionale Betrachtung dieser historischen Linien rückt den Fokus von einzelnen Überwachungstechnologien und -praktiken von Staaten oder Konzernen hin zu den Machtverhältnissen, die Überwachung untermauern.

Von Nicole Shephard

Internet ist ein wunderbares Werkzeug

Das Internet kann sehr effektiv sein, wenn es darum geht, Macht- und Herrschaftsstrukturen zu hinterfragen oder gar zu ändern. Wenn es richtig genutzt wird. Wenn, ja wenn.

Von Francesca Schmidt

Ziele und Wege feministischer Netzpolitik

Der öffentliche Raum «Internet» ist für Frauen* und LGBTIQ-Menschen wesentlich risikobehafteter als für andere Gruppen. Er muss als Freiraum verteidigt und erweitert werden.

Von Francesca Schmidt

Digitale Gewalt, Ungerechte Algorithmen - Francesca Schmidt und Katharina Mosene im Interview

Interview mit Francesca Schmidt und Katharina Mosene beim Zündfunk Netzkongress im Oktober 2018

Moderation: Franziska Storz von ARD-alpha

Video: HASS LÖSCHEN? EXPERTINNEN BEURTEILEN DAS NETZDG

Im Rahmen der Konferenz "Building a feminist Internet - Feministische Netzpolitik in der Praxis" haben wir das Für und Wider des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes diskutiert.

Auf dem Podium: 

  • Sabine Frank (Leiterin Regulierung, Verbraucher- und Jugendschutz Google Germany GmbH)
  • Kathrin Ganz (Politikwissenschaftlerin, Netzaktivistin)
  • Katharina Mosene (netzforma* e.V./Verein für feministische Netzpolitik, Politikwissenschaftlerin)
  • Tabea Rösner (MdB, Sprecherin für Netzpolitik Bündnis90/Die Grünen)
  • Elke Steven (Geschäftsführerin Digitale Gesellschaft e.V.)​

Es moderierte: Laura Sophie Dornheim (Head of Communications eyeo; Bündnis90/Die Grünen)

Die Rechtsprechung muss auf die digitale Revolution reagieren und besonders minorisierte Subjektpositionen schützen.
Feministische Forderung im 21. Jahrhundert.

weitere Artikel

Kollektive Rechtsmobilisierung gegen digitale Gewalt

Das deutsche Rechtssystem basiert grundsätzlich auf individuellem Rechtsschutz. Doch gerade wenn es um strukturelle Rechtsverletzungen geht, wie es zum Beispiel bei digitaler Gewalt meist der Fall ist, wäre eine kollektive Rechtsmobilisierung hilfreich. Das Paper zeigt derzeitige Möglichkeiten auf und macht Bedarfe sichtbar.

Dagmar Freudenberg im Interview

Video: Digitale Gewalt: Recht setzen gegen Hass

Diskussionsveranstaltung im Rahmen des Kongresses Dare the im_possible/Wage das Un_mögliche. Das 21. Jahrhundert feministisch gestalten.

Es diskutierten:
Dagmar Freudenberg (Vorsitzende Kommission Strafrecht des Deutschen Juristinnenbundes)
Julia Schramm (Amadeu Antonio Stiftung)
Malte Spitz (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Moderation: Hannah Beitzer (Süddeutsche Zeitung)

Digitale Öffentlichkeiten: Anti-Feminismus im Internet

Anti-Feministische Strukturen vernetzen und mobiliseren sich schon seit längerem im Internet und schaffen sich ihre eigenen digitalen Öffentlichkeiten oder orchestrieren Harassment-Kampagnen gegen pro-feministische Akteur_innen. Ein Tagunsberich von Valérie Gruson.

Von Valérie Gruson

Shitstorms, Hate Speech, Cybermobbing: Wie mit Gewalt im Netz umgehen?

Digitale Gewalt ist für viele Menschen alltäglich; besonders diejenigen, die sich queer-feministisch, anti-rassistisch und emanzipatorisch äußern, müssen mit massiven An- und Übergriffen rechnen. In dem Panel wurden u.a. rechtliche Möglichkeiten des Widerstandes diskutiert.

Von Claire Horst

„Unsere Rache ist es, glücklich zu sein.“

Ana ist eine lesbische Mutter, feministische Aktivistin und Bloggerin. Sie glaubt an die Macht des Internets, um Dinge sichtbar zu machen und Veränderungen anstoßen zu können. Seit einigen Jahren ist sie als Koordinatorin eines virtuellen Netzwerks aktiv und schreibt mit ihrer Partnerin einen gemeinsamen Blog.

Von Rabea Weis

Regulierung gewaltvoller Online-Kommunikation

Kommunikative Gewalt hat erhebliche Auswirkungen auf queer-feministischen Netzaktivismus. In dem Artikel geht es um Hintergründe gewaltvoller, anti-feministischer und rassistischer Kommunikation und um Fragen der Regulierungsmöglichkeiten und -notwendigkeiten.

Von Gitti Hentschel, Francesca Schmidt

Trolljaner im Netz - Wie ist Sexismus, Rassismus und Homophobie beizukommen?

Das World Wide Web etablierte sich anfangs als Raum für utopische Visionen. Das Aufbrechen der heteronormativen Matrix und hegemonialen Machtstrukturen schien in greifbarere Nähe gerückt. Doch ein Blick in Diskussions- und Entwicklerforen oder auf Blogcharts u.ä. zeigt, dass dem nicht so ist.

Von Francesca Schmidt

Feminist Spaces im Internet

Die Sichtbarkeit von Frauen im Netz ist noch immer gering. Und das, obwohl mehr als die Hälfte aller bloggenden Menschen laut diverser Studien weiblich sind. Doch in den letzten zwei Jahren vernetzen sich Blogs mit frauen-gender und queer-politischen Themen zunehmend - und auch an Öffentlichkeit mangelt es so manchem Blog nicht mehr. Ein Einstieg in die Blogosphäre und Lesetipps von

Von Francesca Schmidt

33. Green Ladies Lunch: Feminismus im Web2.0

"Feminismus im Web 2.0 - Im Spannungsverhältnis zwischen Öffentlichkeit und Privatheit" - Der 33. Green Ladies Lunch fragte am 19. März 2010 nach der wirksamen Herstellung und Nutzung von feministischen bzw. emanzipativen Öffentlichkeiten im Internet.

Von Francesca Schmidt
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