Israelische und palästinensische Friedensaktivistinnen trafen sich schon in den achtziger Jahren, als noch jeder politische Kontakt zwischen Israelis und Palästinensern verboten war, an geheimen Orten in Jerusalem. Sie wurden nicht verhaftet, denn sie waren ja „nur Frauen“, und sie nutzten diesen gesellschaftlichen Minderstatus ebenfalls geschickt aus. Immer wieder traten die Frauen dieses „Jerusalem Link“ mit gemeinsamen Vorschlägen zur Konfliktlösung an die Öffentlichkeit. Die 2005 von ihnen gegründete „Internationale Frauenkommission für einen gerechten und nachhaltigen Frieden zwischen Palästina und Israel” (IWC) fordert die Teilnahme von Frauen beider Seiten an offiziellen Friedensverhandlungen und wird inzwischen auch in der UNO gehört.
Quellen:
Ute Scheub, Friedenstreiberinnen, Gießen 2004, Simone Süsskind, Die Internationale Frauenkommission, in: Gunda-Werner-Institut, Hoffnungsträger 1325, Berlin 2008, S.153-161


