Wirtschaften

Grafik: Wirtschaften
Wirtschaften bedeutet den Umgang mit knappen Gütern. Dabei wird auch das „Gut“ Geschlechtergerechtigkeit gehandelt. Was alle Geschlechter zum selbstbestimmten Leben brauchen, soll auch geschlechtergerecht produziert werden. Geschlechtersensible Wirtschaftspolitiken setzen die Krisen von Wirtschaft und Umwelt in Bezug zur Krise der Sorge- und Versorgungsarbeit. Feministische Perspektiven diskutieren z.B. die in Wert Setzung von unbezahlter Arbeit oder hinterfragen die kapitalistische Trennung von Produktion und Reproduktion kritisch.

Sorge tragen: Commons und Gender

- Commons und Gender haben zwei Dinge gemein. Sie sind überall, aber nicht einfach zu sehen. So als bedürfe es einer besonderen Brille um sie überhaupt wahrzunehmen! Diese Brille aufzusetzen erfordert sehr viel: Denkarbeit, eine ständige (selbst)reflexive Praxis und das fortwährende Austragen von Konflikten. Doch wer einmal hindurch und damit schärfer gesehen hat weiß, dass es geradezu unmöglich ist, die Gender- oder Commons-Brille wieder abzusetzen.  Silke Helfrich mehr»
Gemeingüter, Allmende, Commons – feministisch gesehen als Tagcloud. Dieses Bild wurde mit wordle gemacht und steht unter einer Creative Commons Lizenz - CC-BY 2.0

Gemeingüter, Allmende, Commons – feministisch gesehen

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In Zeiten knapper Ressourcen und der vielfachen ökonomischen, sozialen und ökologischen Krisen werden vermehrt Konzepte und Ideen diskutiert, die eine andere Sicht der Welt und den Blick auf mögliche Alternativen versprechen. Eines der Konzepte, das bereits seit der Verleihung des Wirtschaftsnobelpreises an Elinor Ostrom im Jahre 2009 eine Renaissance feiert, nennt sich „commons“.

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links: Prof. Jutta Allmendinger; rechts:Daniela Kolbe (SPD)

Wohlstand und Lebensqualität für alle Geschlechter?!

- Am 26. September 2011 befasste sich die Enquete-Kommission "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität" des Bundestages mit dem Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Geschlechterverhältnissen. Es wurde deutlich: auch das traditionelle Messinstrument Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat eine (meist) unreflektierte Geschlechterkomponente. Ann Friday mehr»

Reflexion des Ungedachten. Kritische Überlegungen zu commons, queer politics und antikapitalistischen Praxen

- Das Privateigentum infragestellen über die gemeinschaftliche Nutzung von Ressourcen und Gütern. Dies ist die Strategie, welche unter dem Namen commons seit einer Weile in verschiedenen geographischen, kulturellen und politischen Kontexten diskutiert wird. Neben dem Verhältnis zwischen commons und Kapitalismus muss jedoch auch nach einer queerfeministischen Perspektive in dieser Diskussion gefragt werden. Cornelia Möser mehr»

Dokumentation

Who cares?

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Mit der Frage "Who Cares?" überschrieb das Gunda-Werner-Institut programmatisch seinen Beitrag zu 100 Jahre Internationaler Frauentag: Wer unter welchen Bedingungen die Sorgearbeit erledigt, stellt die Veranstaltungsreihe Beyond Re/Production: Care Work in Kooperation mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien zur Debatte.

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Dossier: Care Ökonomie

Dossier

Care Ökonomie: Nachhaltig geschlechtergerecht Wirtschaften und Leben!

- Wie wollen wir morgen leben, arbeiten, wirtschaften – und pflegen? Care wird in unserer Gesellschaft mehr denn je nachgefragt, ob in der Kita, im Krankenhaus oder in der Pflege. Doch zu welchen Bedingungen leisten und empfangen Menschen Care? Und wie kann Care unser Verständnis von Wirtschaft und unseren Umgang mit Ressourcen verändern? Unser Dossier geht den Ursachen einer geschlechterungerechten Wirtschaft nach und stellt Chancen einer Care Ökonomie vor. mehr»

Europäische Politiken im Zuge der Globalisierung von Pflegearbeit

- In der Folge der zunehmenden Auslagerung von Sorgearbeit aus dem privaten, unbezahlten Bereich entstehen transnationale Sorgeketten. Die vielfältigen Effekte dieser Care Chains auf Familien und Herkunftsökonomie sowie die Schwierigkeiten einer europäischen rechtlichen Rahmensetzung für den Schutz der Migrant/innen zeigen, dass Care auch als Recht verstanden werden muss – dafür, selbst Care zu empfangen und für andere und sich selbst zu geben. Von Maria Kontos mehr»

Fachgespräche

Fachgespräch

Lebenskonzepte – nachhaltig & geschlechtergerecht?

- 16. Juni 2010 - Gutes Leben und gute Arbeit zwischen Selbstbestimmung und Beschleunigung. In seinem Fachgespräch am 16. Juni 2010 lud das Gunda-Werner-Institut zur Diskussion über die Veränderung von Lebensentwürfen sowie notwendige politische Rahmenbedingungen ein. mehr»
Das GWI in Social Networks
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Love me Gender - Gender is Happening - eine Happeningwoche des Gunda Werner Institutes
Gut zu wissen
  • Gender-Aspekte im Green New Deal. - Eine Studie von Mara Kuhl und Friederike Maier, im Auftrag der Fraktion Greens/EFA im Europaparlament [» PDF]
  • Krise als Chance - wird sie genutzt?
    Hintergrundpapier der Ökonomin Dr. Cornelia Heintze für die Friedrich-Ebert-Stiftung über Potentiale von Konjunktur- und Sparprogrammen für Geschlechtergerechtigkeit, u.a. Abschnitt zu Pflege als öffentliches Bedarfsfeld [» PDF]
  • 29 von 906: Kaum Frauen in Top-Gremien großer Unternehmen
    Die Besetzung von Vorstandsposten analysieren Elke Holst und Julia Schimeta im Wochenbericht des DIW Berlin Nr. 3/2011 [» PDF]
  • Ostdeutsche Frauen häufiger in Führungspositionen
    Ost-West-Vergleich von Corinna Kleinert im IAB-Kurzbericht 3/2011 [» PDF]
  • Mindestlöhne einführen, Sorgearbeit neu bewerten
    Ute Klammer u.a. im Gutachten der Sachverständigenkommission an das BMFSFJ vom Januar 2011 [» PDF]
  • Arbeitsorganisatorische Leitbilder
    Care als Leitbild für die Arbeit der Zukunft - für ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit
    Synopse der Sozialforschungsstelle (sfs) Dortmund [» PDF]
  • Gender in der Finanz- und Wirtschaftskrise
    Expertise von Dr. Gabriele Schambach für die Hans-Böckler-Stiftung mehr»
  • "The Global Financial Meltdown and the Impact of Financial Governance on Gender"
    von Brigitte Young & Helene Schuberth, Garnet Policy Brief, Nummer 10, Januar 2010 [» PDF]