Workshop INFORMATIK 2011: Workshop Frauen in virtuellen Netzwerken – Stand und Perspektiven

Workshop INFORMATIK 2011: Workshop Frauen in virtuellen Netzwerken – Stand und Perspektiven

Workshop INFORMATIK 2011: Workshop Frauen in virtuellen Netzwerken – Stand und Perspektiven

Im Rahmen der Jahrestagung "INFORMATIK 2011 – Informatik schafft Communities" veranstaltet die Fachgruppe "Frauen und Informatik" in der Gesellschaft für Informatik e. V. einen Workshop. Die INFORMATIK 2011 findet an der TU Berlin vom 4. bis 7. Oktober 2011 statt.
Infos zur GI-Jahrestagung: http://www.informatik2011.de

Inhaltsbeschreibung
Verschiedene Studien beschäftigen sich mit der Erforschung des Nutzungsverhaltens des Internets unter genderspezifischen Gesichtspunkten, immer häufiger mit dem Schwerpunkt auf Karriere-Netzwerken, Communities, Blogs etc. Hierbei wird immer wieder betont, dass Frauen ein anderes Nutzer- und Nutzungsverhalten an den Tag legen als Männer.
Das Marktforschungs-Unternehmen ComScore hat im Juni 2010 in seiner Studie „Women on the Web: How Women are Shaping the Internet“ herausgefunden: obwohl Frauen und Männer im Internet in vielen Teilen der Welt quantitativ fast gleich stark vertreten sind, unterscheidet sich deren Nutzungsverhalten. Weltweit verbringen Frauen mehr und mehr Zeit mit E-Mails, Instant Messenger (IM), Fotoseiten und insbesondere in sozialen Netzwerken wie Facebook oder StudiVZ. Die Studie resümiert, dass das Internet zu „women’s work” avanciert (http://www.comscore.com).
Zu ähnlichen Ergebnissen kommt im Jahr 2009 der Forschungsbericht „Effizienz und Perspektiven von Karrierenetzwerken“ der Fachhochschule für Oekonomie & Management (FOM). Hier wird berichtet, dass Frauen häufiger als Männer in geschlechterspezifischen Netzwerken aktiv sind, die aber aufgrund der historisch bedingenten kürzeren Entwicklungsgeschichte einen geringeren Bekanntheitsgrad aufweisen. Nichtsdestotrotz bewerten frauendominierte Netzwerke ihren Beitrag zur Verringerung von Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt als sehr hoch. Weitere  Studien wie beispielsweise die von Forsa im Auftrag der XING AG durchgeführte Studie „Frauen nutzen berufliche Netzwerke stärker als Männer und helfen ihren Kontakten eher weiter“ bestätigen die Ergebnisse (http://blog.xing.com).

Zeitrahmen
In einem halbtägigen Workshop soll eine konstruktive Diskussion begonnen werden, sowie Perspektiven für praktische Handlungsansätze insbesondere im Umfeld der Informatik bzw. der GI aufgezeigt werden. Mögliche Ansätze sollen diskutiert und Ideen zusammengetragen werden und in einem möglichen Konzept münden.

Zielgruppen
Der Workshop möchte Menschen ansprechen, die an einer geschlechtergerechten Entwicklung und Gesaltung von virtuellen Netzwerken und Communities mitarbeiten möchten und mit der konkreten Ausgestaltung von Maßnahmen zur Chancengleichheit befasst sind:

  • Wissenschaftler/innen, Lehrende und Studierende aus Informatikstudiengängen,
  • Gender-Forscher/innen, Pädagog/innen, Soziolog/innen, die Interessen an Informatik oder Hochschulforschung haben, 
  • Gleichstellungsbeauftragte, 
  • Lehrer/innen, 
  • Personalverantwortliche aus Hochschulen, Forschung und Industrie.

Termine
Einreichung von Workshop-Beiträgen: 24.04.2011
Mitteilung über Annahme/Ablehnung: 23.05.2011
Abgabe der fertigen Druckvorlagen: 01.07.2011
Workshop in Berlin: Donnerstag, 06.10.2011

Beiträge zu folgenden Themenbereichen sind erwünscht:

  • Soziale Netzwerke von Männern und Frauen: Unterschiede - Gemeinsamkeiten
  • Bereiche im Internet, in denen Frauen dominieren
  • Anwendungsbeispiele von Communities oder Community-Portalen für berufstätige Frauen in den MINT Bereichen
  • Ist Frauen eine gezielte Netzwerknutzung vom Zeitpunkt des Einstiegs ins Berufsleben zu empfehlen?
  • Können Frauen mit höherer Karriereorientierung über Netzwerkkontakte ihre beruflichen Entwicklungschancen positiv beeinflussen?
  • Wie können nachhaltig wirkende, virtelle Begegnungen zwischen Informatikerinnen und jungen Frauen initiiert und begleitet werden?
  • Datenschutz in virtuellen Netzwerken: gibt es weibliche Spezifika?
  • Wissenschaftlerinnen und online communities: Nutzung und Nutzen?

Einreichen von Beiträgen:
Beiträge können in deutscher oder englischer Sprache als Kurz- oder Langfassung bei EasyChair eingereicht werden. Wenn Sie bei EasyChair einen neuen Beitrag anmelden, können sie als ersten Schritt den Workshop auswählen. Danach geben sie bitte alle Autor/-inn/-en, den Titel des Beitrages und die Kurzzusammenfassung an, bevor Sie dann Ihren Beitrag im PDF-Format hochladen können.
Link zur EasyChair Login Page for INFORMATIK 2011
Link zur Seite der GI-Jahrestagung „Einreichen von Beiträgen“

Die akzeptierten Langfassungen erscheinen in einem gemeinsamen Tagungsband in der GI-Reihe „Lecture Notes in Informatics (LNI)“, die auch per Open Access zur Verfügung steht   Open-Access-Plattform IO-Port. Diese Beiträge sollten das LNI-Format  einhalten und nicht mehr als 15 Seiten lang sein. Die akzeptierten Kurzfassungen werden im Magazin „Frauen machen Informatik“ der GI-Fachgruppe „Frauen und Informatik“ veröffentlicht.
Link zur LNI-Infoseite: http://www.gi.de/service/publikationen/lni/

Mit der Einreichung eines Beitrages erklären Sie, dass sich mindestens ein Autor bzw. eine Autorin für die INFORMATIK 2011 anmelden wird und den Beitrag im Rahmen des ausgewählten Workshops vorstellt. Beiträge ohne Anmeldung werden nicht im Tagungsband abgedruckt.

Programmkomitee

  • Dipl.-Math. Christine Hennig, Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, Greifswald
  • Dipl. Kffr. Christine Regitz, SAP AG, Walldorf
  • Prof. Dr. Susanne Rank, Fachhochschule Mainz
  • Prof. Dr. Gudrun Schiedermeier, Fachhochschule Landshut
  • Dr. Martina Schollmeyer, Ismaning
  • Prof. Dr. Karin Vosseberg, Hochschule Bremerhaven
  • Ute Waag M. A., Düsseldorf

Kontakt
Christine Regitz
Sprecherin der FG „Frauen und Informatik“
SAP AG
Dietmar-Hopp-Allee 16, 69190 Walldorf
Tel.: 06227/7-45318
Fax.: 06227/78-20690
E-Mail: christine.regitz(at)sap.com

 

 

 

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