Wir können auch anders. Die feministische Presserunde.

Die Journalistinnen Mithu Sanyal, Teresa Bücker und Ulrike Herrmann besprechen die wichtigsten aktuellen Themen aus feministischer Perspektive. Hadija Haruna-Oelker und Prasanna Oommen moderieren.

Wir werfen einen frischen feministischen Blick auf zwei bis drei aktuelle Themen: ob Klimakrise, Wohnungsnot oder Gesundheitsreform – wir schauen über den Tellerrand!

Einmal im Monat diskutieren wir kritisch, kontrovers und zeigen sachkundig Perspektiven auf, die gerne vergessen werden. Wir besprechen fehlende Aspekte der gängigen Debatten.

Drei Journalistinnen, eine Moderatorin und ein Ziel: Debatten vorantreiben, die uns bewegen und Bewegung brauchen. Wir können auch anders.

2024
Jeden letzten Montag im Monat
2023
Jeden letzten Montag im Monat

#17 - Krisengesellschaft und Zukunftserzählungen - Heinrich-Böll-Stiftung Hessen

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Was würde unsere Gesellschaft tun, wenn die Angst zu scheitern keine Rolle spielte? Die Feministische Presserunde diskutiert zum Ende des Jahres über die verschiedenen Krisenerzählungen, die aktuell unsere Gesellschaft belasten und wie sie instrumentalisiert werden. Angefangen beim “Haushaltsmärchen” und den Kürzungen der Demokratieförderung hin zu gesellschaftlichen Unsicherheiten im Kontext von Migration, Energieversorgung und Kriegen.Welchen Umgang mit dem gesellschaftlichen Wandel und welche Erzählungen brauchen wir, um die Zukunft und ihren Zusammenhalt denken zu können?

#FPR16 Die Grenze des (un)sagbaren: Deutschland, Israel und Palästina - Heinrich-Böll-Stiftung Hessen

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Soll jetzt auch die Feministische Presserunde über die deutsche Debatte zum Krieg in Israel und Palästina sprechen? Auch wenn schon viele Stimmen dazu laut wurden, wollen wir in dieser Feministischen Presserunde über die Auswirkungen des Konflikts in Deutschland sprechen. Über antimuslimischen Rassismus, über Antsemitismus, über radikalen Humanismus und über Verantwortung. Dies versucht die Feministische Presserunde mit einer nachdenklichen Haltung, die sich vor Absolutheiten hütet. Wir wollen dazu lernen – wir können auch anders.

#15 - Die Suche nach einem journalistischen Weg: Emotionen und Fakten in unserer Gesellschaft - Heinrich-Böll-Stiftung Hessen

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Nach den Wahlen in Hessen und Bayern und in Anbetracht der gesellschaftlichen Herausforderungen in Deutschland durch die Lage in Israel und Palästina ist die Stimmung in progressiven Kreisen ohnmächtig bis verzweifelt. Reicht es noch, Kritik zu üben oder Fakten zur Verfügung zu stellen? Oder müssen wir unsere Gesellschaft nicht vielmehr auch emotional erreichen, um den Zusammenhalt zu wahren? Die Antworten auf die Gravitationskräfte, die aktuell auf unsere Gesellschaft einwirken, könnten kaum größer sein und so fragt sich die Feministische Presserunde einmal mehr: Welche Art von Diskussionen und Gesprächen benötigt unsere Gesellschaft in dieser Zeit?

#14 - Haushaltsdebatten 2024: Prioritäten, Ängste und das unentwegte Ringen um die 'Schwarze Null' - Heinrich-Böll-Stiftung Hessen

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Nach der Sommerpause beginnen im Bundestag die Haushaltsdebatten. Hier zeigt sich, welche Prioritäten die Bundesregierung im Jahr 2024 setzen will. Forderungen nach Einsparungen und Entbehrungen erzeugen bei vielen Bürger:innen Sorgen und Beunruhigung – doch die “Schwarze Null” scheint unumgänglich.

#13 - Rassismus bei der Polizei: Warum ein Strukturwandel notwendig ist. - Heinrich-Böll-Stiftung Hessen

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Rassismus in der Polizei existiert. Doch wie funktioniert er und welche Auswirkungen haben rassistische Strukturen bei einer Institution, die das staatliche Gewaltmonopol ausübt? Wie kann es gelingen, Verharmlosung und diskriminierende Handlungspraktiken öffentlich zu kommunizieren und einen Wandel innerhalb des Systems Polizei in Gang zu setzen? Außerdem fragen wir nach der Wechselwirkungen des internalisierten Rassismus und verstetigten Machtmissbrauch bei der Polizei mit dem fehlenden Platz für Jugendliche im öffentlichen Raum. Welche Antworten hat eine feministische Stadtplanung auf dieses Problem?

#12 - Demokratie, „Kulturkampf“ und Klimaschutz: Eine feministische Perspektive - Heinrich-Böll-Stiftung Hessen

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In Folge #12 sprechen wir über die Lager und Argumentationsweisen eines viel definierten Kulturkampfs, die Krise der Demokratie als die der Gemeinschaft und die Kriminalstatistik des Bundesinnenministeriums, die jetzt auch männerfeindliche Gewalt erfasst. Die feministische Presserunde diskutiert außerdem über die neu erschienene Studie zu den zukünftigen Kosten des Klimawandels für Deutschland - welche Effekte hat es, wenn wir merken: Klimaschutz ist nicht umsonst?

#11 - Die Sicherheit der zukünftigen Generationen: Safe(r) Spaces in Gesellschaft und Schule - Heinrich-Böll-Stiftung Hessen

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Deutschland hat ein strukturelles Problem mit Kinderarmut. Warum kann es nicht bleiben, wie es ist und wie kann der Staat seiner Aufgabe nachkommen, Kinder und Jugendliche vor Armut zu schützen? Außerdem beschäftigt sich die feministische Presserunde mit den Themen Schule als safe(r) space. Wie kann sich Schule zugunsten eines sicheren und zeitgemäßen Lernraums von Schüler*innen und Lehrer*innen wandeln? Welche Grenzen des Sagbaren müssen hier für alle Beteiligten gelten? Und: müssen wir uns nicht auch in der Gesamtgesellschaft darauf verständigen, wie wir Grenzen ziehen - wie wir canceln?

#10 - Zwischen Bildung und Arbeit: Bildungsgerechtigkeit, Care-Krise und Streiks - Heinrich-Böll-Stiftung Hessen

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Der Bildungsgipfel der Bundesregierung hat eines geschafft: Auf Titelseiten und in Sondersendungen wurde über Bildungsgerechtigkeit für die junge Generation berichtet. Die feministische Presserunde diskutiert über die seit Jahren anhaltende Bildungskrise, das föderale System und die De-facto-Diskriminierung von Minderheiten angehörenden Kindern in Schulen. Die Zusammenhänge zwischen Bildungsgerechtigkeit, Care-Krise und den Streiks der letzten Monate werden dabei genauso thematisiert, wie die Forderung nach höheren Löhnen im Zuge der Streiks. Außerdem sprechen wir über die damit in Verbindung stehende Inflation, die inzwischen ein prominentes Opfer gefordert hat: die Credit Suisse.

2022
Jeden letzten Sonntag im Monat

#9 - Der feministische Jahresrückblick - Heinrich-Böll-Stiftung Hessen

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In der Dezember-Folge der feministischen Presserunde werfen wir einen Blick auf die Ereignisse des Jahres 2022, die uns am meisten bewegt haben. Unsere Prognosen, die wir im Hinblick auf das Ende des Krieges zwischen Russland und der Ukraine diskutierten, waren etwas zu optimistisch. Vor diesem Hintergrund sprechen wir über Pazifismus, nicht nachvollziehbare Kriegsfaszination und das Aufbrechen der Erzählung eines kontinuierlichen Fortschritts.  Weiterhin betrachten wir die Entwicklung reproduktiver Rechte in verschiedenen Ländern im Jahr 2022. Warum ist zum Beispiel ein Schwangerschaftsabbruch in Deutschland weiterhin illegal und im Strafgesetzbuch geregelt? Abschließend überlegen wir, wie eine angemessene Reaktion auf die anhaltenden Proteste im Iran aus der Perspektive feministischer Außenpolitik aussehen könnte. Und wie kommt es, dass unsere Medienlandschaft noch immer weitgehend die Narrative des Regimes übernimmt?

#8 - Berichterstattung: Wie polarisierende Debatten die öffentliche Wahrnehmung verschieben - Heinrich-Böll-Stiftung Hessen

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Selten war es so einfach Klimaaktivist*innen öffentlich die Legitimität ihres Protestes abzusprechen. Doch was bedeutet es für unsere Gesellschaft, wenn wir bei zivilem Ungehorsam über Präventivhaft und Terrorverdacht diskutieren? Wieso werden wichtige gesellschaftliche Herausforderungen, wie die Bewältigung der Klimakrise, immer wieder von polarisierten Debatten überdeckt? Die Debatte über die Überlastungen der Kommunen, durch die Unterbringung einer großen Zahl an Geflüchteten wiederholt sich nun innerhalb von wenigen Jahren erneut. Auch die Inklusion von geflüchteten Schüler:innen in das Schulsystem ist hier eine notwendige Aufgabe. Wie gelingt es uns, nachhaltige Lösungen zu finden, um allen Schüler*innen eine gute Schulbildung zu ermöglichen?

#7 - Feministische Politik in der Wirtschaftskrise: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit - Heinrich-Böll-Stiftung Hessen

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Gasdeckel, Strompreisbremse, Einmalzahlungen, Doppelwumms - seit Monaten wird in Deutschland intensiv diskutiert, wie man die steigenden Energiepreise abfedern kann. Dabei liegt der Fokus bisher vor allem auf den hohen Preisen und weniger auf der realexistierenden Knappheit und der Notwendigkeit, Gas zu sparen. Aber schaffen die beschlossenen Maßnahmen tatsächlich Anreize zum Sparen und wer wird dabei eigentlich entlastet?

Vor dem Hintergrund der aktuellen ökonomischen Krise befassen wir uns mit den Forderungen einer feministischen Wirtschaftspolitik: Wie muss unser Wirtschaftssystem umgebaut werden, um langfristig gerechte Löhne, Vereinbarkeit von Familie und Job sowie ein geschlechtergerechtes Steuersystem zu ermöglichen? Und warum brauchen wir eigentlich gerade in Krisensituationen mehr feministische Utopien.

#6 - Parallelität der Ereignisse: Charkiw und der Iran - Heinrich-Böll-Stiftung Hessen

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Aktuell überschlagen sich weltweit die Ereignisse. Im Iran gibt es seit der Ermordung von Masha Amini massive Proteste von weiten Teilen der Bevölkerung  ̶  es wird feministische Weltgeschichte geschrieben. Hierüber sprechen wir mit unserer Gästin Gilda Sahebi.

Gleichzeitig gelang den ukrainischen Truppen die Rückeroberung der strategisch wichtigen Stadt Charkiw. Welche Auswirkungen hat dieser Sieg auf die Lage in der Ukraine?

Im Kontext der Parallelität der Ereignisse reflektieren wir in der sechsten Folge der feministischen Presserunde die knappe Ressource medialer und gesellschaftlicher Aufmerksamkeit.

Folge 5, 26.06.22

Von Pflegekrise bis Klimakrise

#5 - Von Pflegekrise bis Klimakrise - Heinrich-Böll-Stiftung Hessen

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Seit die Ampel-Koalition ihre Arbeit aufgenommen hat, herrscht politischer Ausnahmezustand: Die anhaltende Corona-Krise, die hohe Inflation und der bald vier Monate andauernde Krieg in der Ukraine. Dabei bleibt häufig keine Zeit, um den Blick von der akuten Situation auf die dauerhaften Krisen zu richten. Doch wie kommt es zu dieser systemischen Verdrängung von Langzeitkrisen und was können wir dagegen tun?

In der fünften Folge der feministischen Presserunde beschäftigen wir uns mit dem Streik des Krankenhauspersonals in NRW und besprechen, welche Auswirkungen die Ökonomisierung der Krankenhäuser auf das Wohlergehen der Patient*innen hat. Außerdem widmen wir uns der Klimakrise: Wie steht es um den Windkraftausbau in Deutschland? Und welche Konsequenzen hat der Ukraine-Krieg für die Klimakrise?

#4 - Care-Krise, institutionelle Gewalt und Gefängniskritik - Heinrich-Böll-Stiftung Hessen

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In der vierten Folge der feministischen Presserunde reden wir über den hohen Erzieher*innenmangel in Deutschland und über die damit verbundenen Forderungen der Gewerkschaften im Sozial – und Erziehungswesen: Welche Folgen hat der Mangel an Erzieher*innen für Kinder und ihre Entwicklung? Wie gehen wir damit um, dass durch die Ankunft ukrainischer Geflüchteter der Betreuungsbedarf noch weiter steigt? 

Darüber hinaus sprechen wir über die aktuellen Fälle von Polizeigewalt und nehmen diese zum Anlass um über das Thema Gefängnis(strafe) aus feministischer Perspektive zu diskutieren. Was ist eigentlich Karzeralismus und wieso fordern Feminist*innen immer wieder härtere Gefängnisstrafen? Welche intersektionalen Alternativen zum Umgang mit Gewalt sind denkbar?

#3 - Von Abtreibungspolitik bis Wiederaufbau: Perspektiven auf die Folgen des Ukraine-Krieges - Heinrich-Böll-Stiftung Hessen

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Dieses Mal diskutiert die feministische Presserunde den Wideraufbau der Ukraine und warum die EU dabei auf keinen Fall sparen sollte: Wie gelingt ein feministischer und solidarischer Aufbau der Ukraine? Und inwiefern zeigt uns die Geschichte, dass ein solcher Wiederaufbau ohne anhaltende Verschuldung funktionieren kann?

Der Krieg vernichtet Häuser, Straßen und Menschenleben, aber auch der systematische Einsatz sexueller Gewalt als Kriegsmittel zerstört nachhaltig das Leben der Betroffenen und ihrer Familien. Hinzu kommt, dass geflüchtete Ukrainer:innen in Polen mit einer restriktiven Abtreibungspolitik konfrontiert werden. Gemeinsam besprechen wir, wieso Gleichberechtigung mit Abtreibungsverboten nicht möglich ist.

#2 - Ukraine: Die Ökonomie des Krieges, Pazifismus und die deutsche Migrationsgesellschaft - Heinrich-Böll-Stiftung Hessen

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In dieser feministischen Presserunde werfen wir einen differenzierten Blick auf die ökonomische Dimension des Ukraine-Konflikts und finden dabei heraus, inwiefern wir tatsächlich Putins Krieg durch unsere Gasimporte finanzieren.

Unter dem Stichwort „Pazifismus“ diskutieren wir außerdem den gesellschaftlichen Umgang in Deutschland mit diesem und anderen Kriegen. Erleben wir tatsächlich den „ersten Krieg in Europa seit 1945“?

Wenn wir unseren Blick auf Deutschland richten, müssen wir auch über den Rassismus sprechen, der in unserem Asylsystem steckt und über die Folgen die der Ukraine Krieg auf die deutsche Migrationsgesellschaft hat.

#1 Von Inflation bis Vertrauensverlust - Heinrich-Böll-Stiftung Hessen

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In der ersten Folge haben wir über die steigenden Strompreise, die damit verbundene Inflation und das Prinzip Gießkanne gesprochen. Wenn ihr euch jetzt denkt: „Was ist nochmal Inflation? Das muss ich nochmal kurz googlen.“ Lasst es sein und schaltet einfach ein.

Außerdem haben wir über die Studie Belastungen und Politikvertrauen während der Corona-Pandemie, die den Vertrauensverlust von Eltern, Kindern und Jugendlichen in demokratische Institutionen beleuchtet diskutiert.

Wie diese Themen Brücken schlagen, das erfahrt ihr in dieser Sendung.

Es diskutieren:

Mithu Sanyal, Journalistin, Kulturwissenschaftlerin und Autorin beim WDR

Teresa Bücker, Freie Journalistin und Autorin

Ulrike Herrmann, Wirtschaftskorrespondentin, die taz

Moderation:

Hadija Haruna-Oelker, Autorin und Journalistin hauptsächlich beim HR

Prasanna Oommen, Moderatorin, Kommunikationsberaterin und Autorin