Women’s voices– women’s choices

 

Barbara Unmüßig

„Die Feigheit  der Frauen” (Bascha Mika) –  ja, sie gibt es. Ebenso wie  Komplizinnenschaft – Frauen sind nicht per se die besseren Menschen, nicht im Alltag, in der Politik, in Krieg oder Frieden. Davon zu wissen, ist Realismus.  Mich interessieren aber mehr die Mutigen, die die aufbrechen, streiten und kämpfen für Freiheit, Emanzipation und Rechte.

Ich treffe sie überall auf der Welt:  die Visionärinnen,  Charismaterikerinnen,  Theoretikerinnen, Künstlerinnen, Poetinnen.  Solche, die im harten Alltag kleine Fortschritte erzielen.  Mutige Frauen, die gegen politischen und religiösen Fundamentalismus kämpfen, jedweder Gewalt die Stirn bieten und dabei häufig ihre eigene körperliche und seelische Gefährdung in Kauf nehmen.

Sie machen mir Mut.  Sie motivieren mich, nach immer neuen Wegen der Kooperation, der Solidarität und konkreten Unterstützung zu suchen. Es ist ein  Privileg, als Vorstandsfrau der Heinrich Böll Stiftung dafür besondere politische und finanzielle Möglichkeiten zu haben. Frauenpolitik und die Dynamiken zwischen den Geschlechtern    waren  immer ein Thema für mich. Die vielen Begegnungen mit Frauen in aller Welt, die konkrete Arbeit mit dem GWI  und mit  unseren PartnerInnen weltweit hat sie  in den  acht Jahren meiner  Vorstandsarbeit  zu  einer tiefen Leidenschaft wachsen lassen. Darüber bin ich richtig glücklich.“

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Barbara Unmüßig ist Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung. Sie hat zahlreiche Zeitschriften- und Buchbeiträge zu Fragen der internationalen Finanz- und Handelsbeziehungen, der internationalen Umweltpolitik und der Geschlechterpolitik veröffentlicht.

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