Deutscher Juristinnenbund kritisiert neue Vorlage zum Mutteschutzrecht

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Ende März veröffentlichte der Deutsche Juristinnenbund (djb) eine Stellungnahme zur neuen Vorlage des Mutterschutzrechts. Trotz der dringenden Notwendigkeit einer generellen Reform des Mutterschutzes, bleibe der vorliegende Entwurf an paternalistischen und überholten Vorstellungen orientiert und sei nicht auf die zeitgenössische Arbeitwelt abgestimmt. Sie stelle das Wohl des Betriebes über das Wohl der Schwangeren, deren Belange "möglichst schnell vom Arbeitsplatz nach Hause hin wegorganisieren werden", so die Präsidentin des djb, Ramona Pisal.

Ein zeitgemäßer Vorschlag müsse diskriminierungsfreiere Arbeitsplätze schaffen, den produktiven Dialog zwischen Arbeitgeber_innen und Schwangeren gewährleisten und den Mutterschutz effektiv im generellen Arbeitsschutz verankern.

Prof. Dr. Maria Wersig bespricht die Vorlage im aktuellen feministischen Zwischenruf des Gunda-Werner-Instituts "Die Ausgesperrte Mutter". Mehr Informationen und die Stellungnahme selbst finden sich auf der Webiste des djb.