Am 1. Juli – die WM-Vorrunde war in vollem Gange – ludt das Gunda-Werner-Institut zu einer medienkritischen Analyse:
So viel mediale Aufmerksamkeit bekam der Frauenfußball in Deutschland nie: alle WM-Spiele werde in voller Länge zur besten Fernsehsendezeit gezeigt. Doch viele Medien berichteten bereits vorab kritisch, sie vermuten nur einen kurzfristigen Medien-Hype und dass Frauenfußball nach der WM wieder im Abseits stehen wird.
Hier versucht die Kampagne „Frauenfußball in die Medien“, für mehr mediale Aufmerksamkeit zu werben. Sind Medienprofis in der Verantwortung, um für nachhaltige Aufmerksamkeit zu sorgen? Die zumindest temporäre Aufmerksamkeit versuchen Spielerinnen zu nutzen – soweit sie entsprechende Angebote erhalten. Für Mainstream-Medien interessant scheinen dabei Spielerinnen in Kombination mit „Frauenthemen“, auf die Titelblätter (zumindest des Boulevards) schaffen es Fußballerinnen nicht vom Fußballplatz, sondern von Mode-Shootings, nicht die Tore werden analysiert, sondern Fußball-Barbie präsentiert.
Nicht Leistung und Fußballleidenschaft – sondern wie gehabt: Sex sells?
Teilnahme nur auf persönliche Einladung!
Input-Vortrag:
- Birgit Klasen, TV-Redakteurin, Bundesligasender Sky: Entwicklung und IST Zustand der Frauenfußballberichterstattung im TV (PDF, 4 Seiten, 43,7 KB).
Gesprächsrunde und anschließender Umtrunk mit:
- Dr. Daniela Schaaf, Medienwissenschaftlerin, Deutsche Sporthochschule Köln
- Birgit Klasen, TV-Redakteurin, Bundesligasender Sky
- Moderation: Gitti Hentschel, Leitung Gunda-Werner-Institut
Als erste deutsche Stipendiatin erhielt sie das João-Havelange-Forschungsstipendium der FIFA und betreut die Studie „Einzelsportler-Vermarktung im Profifußball der Frauen. Eine Analyse der Selektionskriterien von Massenmedien und Sponsoren im Hinblick auf die FIFA-WM 2011“.
Zu Gast in der Heinrich-Böll-Stiftung am 1. Juli, 16-18 Uhr
Green Ladies Lunch: Frauenfußball raus aus dem medialen Abseits!












