Film: Audre Lorde - Die Berliner Jahre 1984 bis 1992
Der Film "Audre Lorde - The Berlin Years 1984 to 1992" wurde von dem Panorama Programm der Berliner Film Festspiele 2012 angenommen. Für die Entproduktion werden noch zusätzliche finanzielle Mittel benötigt. Nähere Informationen hierzu finden Sie auf der Film-Webseite. Premiere des Films ist der 15. Februar 2012 im Cinestar 7.

Inhaltsangabe:
Audre Lordes prägnante, oft wütende und immer brilliante Texte und Vorträge  definierten und inspirierten in den 1970ern und 1980ern feministische, lesbische, Afro-Amerikanische und women of color Bewegungen in den USA sowie weltweit.
Audre Lorde - the Berlin Years 1984 to 1992 dokumentiert ein bisher unbekanntes Kapitel aus Lordes Leben: Ihren Einfluss auf die politische und kulturelle Szene in Deutschland in einem Jahrzehnt tiefen sozialen Wandels, einem Jahrzehnt, das den Mauerfall mit sich brachte.

Der Film hebt die Wichtigkeit von Audre Lordes Werk hervor, durch das Afro-Deutsche dazu ermutigt wurden, auf sich aufmerksam zu machen in einer Gesellschaft, in der sie bis dahin isoliert und schweigend gelebt hatten und in der sie weder einen Raum noch einen Namen für sich selbst besaßen. Er berichtet darüber, wie Lorde sowohl die Afro-deutschen Frauen darin bestärkte, zu schreiben und zu publizieren, als auch die weißen deutschen Frauen dazu herausforderte, die Bedeutung ihrer weißen Privilegien zu erkennen und mit Unterschiedlichkeit auf konstruktive Weise umzugehen.

Der Film beinhaltet bislang unveröffentlichtes Archivmaterial und aktuelle Interviews, die deutlich machen, wie die Ideen, das Werk und die Persönlichkeit von Audre Lorde fortwährend Einfluss auf Deutschland haben. Zum ersten Mal erlauben persönliche Video- und Audio-Aufzeichnungen von Dagmar Schultz einen tiefen Blick in das Leben der privaten Audre Lorde, wie auch in ihr Ziel, dass Afro-Deutsche sich gegenseitig erkennen und zusammentun.

2012 ist das zwanzigste Todesjahr von Audre Lorde.

Über die Regisseurin:
Dagmar Schultz wurde in Berlin geboren und studierte von 1963 bis 1972 an der Freien Universität Berlin und in den USA und Puerto Rico, wo sie auch ihre ersten beruflichen Erfahrungen sammelte. Von 1973 bis 1986 lehrte sie mit dem Schwerpunkt Women’s studies and cultural and immigration issues am John F. Kennedy Institut für Nordamerikastudien der Freien Universität Berlin. Dagmar Schultz war von 1991 bis 2004

Professorin für Sozialarbeit und Sozialpädagogik an der Alice-Salomon Hochschule für angewandte Wissenschaften in Berlin. Ihre Lehr- und Forschungsschwerpunkte konzentrierten sich auf feministischen Studien, Frauenbewegungen, anti-rassistischer und interkultureller Sozialarbeit, sowie auf der Gesundheitsversorgung von Frauen und auf kulturelle Kompetenz in der psychologischen und psychiatrischen Versorgung von MigrantInnen. Nach ihrer Rückkehr aus Amerika 1974, war Dagmar Schultz Mitbegründerin des Feministischen FrauenGesundheitsZentrums e.V. in Berlin – des ersten in Deutschland – wo sie bis 1981 arbeitete. Im gleichen Jahr war sie ebenso Mitbegründerin des Orlanda Frauenverlags und bis 2001 Mitherausgeberin.

Dagmar Schultz traf Audre Lorde erstmals 1980 auf einer Weltfrauenkonferenz in Kopenhagen. Sie lud Lorde 1984 als Gastprofessorin an das John F. Kennedy Institut für Nordamerikastudien der Freien Universität Berlin. 

Als Verlegerin des Orlanda Frauenverlags publizierte Schultz “Macht und Sinnlichkeit  – ausgewählte Texte von Audre Lorde und Adrienne Rich” und machte die deutsche Leserschaft mit den Autorinnen bekannt. Orlanda veröffenlichte weitere Arbeiten von Audre Lorde.

Dagmar Schultz ist Mitproduzentin des Films Hope in my Heart – May Ayim von Maria Binder.

2011 wurde Schultz für ihre langjährige Arbeit für Gleichberechtigung von Frauen in der akademischen Welt mit dem Margherita-von-Brentano Preis ausgezeichnet. Das Preisgeld trägt sowohl zur Produktion des Films Audre Lorde – The Berlin Years 1984 to 1992 bei, als auch zum Aufbau eines Audre Lorde Archivs an der Freien Universität Berlin.

Das Datum der Premiere:
Mittwoch, 15. Februar, 20 Uhr im  Cinestar 7 

Die beiden weiteren Vorführungsdaten stehen noch nicht fest.

Weitere Veranstaltungen:
18. Februar
    19 Uhr    Schokoladenfabrik    III. Etage     Mariannenstr. 6   Berlin-10997

Ebenfalls am 18. Februar findet an demselben Ort um 16 Uhr die Multimediale Performance von Manuela Ritz "seelenwärts auf leben und tod" als Homage to Audre Lorde statt

Der 18. Februar ist Audre Lordes Geburtstag!

Eintritt frei  (nur für Frauen)

03. März         16 Uhr         ufa Fabrik, Theatersaal, Viktoriastr. 10-18, 12105 Berlin

Im Rahmen des diesjährigen Frauenmärzes 2012  "wir sind alle anders". Anschließendes Gespräch mit der Filmemacherin Dr. Dagmar Schultz, geführt von Natasha Kelly, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Humboldt Universität.

Eintritt frei

AUDRE LORDE - THE BERLIN YEARS/ TRAILER

AUDRE LORDE - THE BERLIN YEARS/ TRAILER from AV on Vimeo.

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