Aus gesetzeskritischer Perspektive werden verschiedene Beziehungsformen, Familien- und Lebenskonzepte vor dem Hintergrund der staatlichen Legitimierung von Ehe und Kleinfamilie und in des Aufbrechens dieser Ideologie in Nachbarschaftsfürsorge, Polyamourösität oder Patchworkfamilien diskutiert.
Panel mit:
- Tin Krell – Uni Potsdam
- Constanze Körner – LSVD
- Robert Habeck – Bündnis 90/Die Grünen
Moderation:
- Albert Eckert – PR- und Politikberater
Position:
- "Wann ist eine Familie?"
Positionsbeitrag von Robert Habeck, erschienen am 07.07.2009 auf freitag.de
Tin Krell
Tin Krell machte 2008 ein sozialorientiertes Abitur und studiert derzeit Kulturwissenschaften und Gender studies an der Humboldt Universität zu Berlin, wo sie auch frauenpolitische Referentin ist. Für Jungdemokrat_innen/ Junge Linke Brandenburg war sie 2007 einer der HauptorganisatorInnen eines antisexistisches Spektakels in Frankfurt an der Oder. Sie teamte bereits diverse Seminare zu Beziehungsverhältnissen, geschlechtsbezogenem Redeverhalten, zu den Zusammenhängen von Schule und Sexismus sowie zu Feminismus und öffentlicher Raumaneignung in Berlin und Brandenburg. In Kopenhagen referierte sie vergangenes Jahr zu Körper und Herrschaftsverhältnissen auf Englisch.
Constanze Körner
Constanze Körner ist seit 2005 beim Lesben- und Schwulenverband in Berlin-Brandenburg als Projektleiterin für das Projekt Regenbogenfamilien tätig. Sie arbeitet außerdem freiberuflich als Referentin für familienpolitische Themen und unterrichtet als Musikpädagogin. Ihren Studienabschluss hat sie in Musikethnologie, Publizistik- und Kommunikationswissenschaften absolviert. Sie lebt mit ihren Kindern und ihrer Lebenspartnerin in Berlin.
Robert Habeck
Robert Habeck,1969 in Lübeck geboren, studierte Philosophie, Literatur und Philologie in Freiburg im Breisgau, Hamburg und Roskilde (Dänemark). Unterstützt durch ein Promotionsstipendium der Universität Hamburg promovierte er 2001 zu theoretischen Fragen literarischer Ästhetik. Von 2002 bis 2004 war er Kreisvorstandssprecher von Bündnis 90/Die Grünen in Schleswig-Flensburg, seitdem ist er Landesvorsitzender in Schleswig-Holstein und kommunalpolitisch engagiert. Robert Habeck ist engagierter Hausmann mit vier Kindern und seit 2000 als selbständiger Schriftsteller (zusammen mit Andrea Paluch) tätig. Zu seinen zahlreichen Veröffentlichungen gehören neben anderen: Der Tag, an dem ich meinen toten Mann traf (2005), Zwei Wege in den Sommer ( 2006), Unter dem Gully liegt das Meer ( 2007), Verwirrte Väter. Oder: Wann ist der Mann ein Mann (2008) und Neunzehnachtzehn. Schauspiel (Uraufführung Theater Kiel 2008).
Albert Eckert
Albert Eckert studierte Germanistik, Politik, Philosophie und Psychologie in Tübingen und an der FU Berlin.1987 absolvierte er sein Diplom in Politikwissenschaft über die Geschichte der neueren Schwulenbewegung. Von 1989 bis 1995 war er parteiloses, offen schwules Mitglied der Fraktion der Alternativen Liste im Berliner Abgeordnetenhaus und kurzzeitig dessen Vizepräsident. Vorwiegend war er in der Kultur- und Rechtspolitik aktiv. Danach war er als PR-Mann und Trainer selbstständig. Als sich 1997 die international tätige Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin ansiedelte, stieg Eckert dort als Leiter der Öffentlichkeitsarbeit ein und blieb es bis September 2005, unterbrochen durch ein mehrmonatiges Gastspiel 2001 als stellvertretender Sprecher der Berliner Landesregierung. Seit Ende 2005 ist Eckert erneut als Trainer und PR- und Politikberater national und international tätig. Er arbeitet sowohl als Coach mit Einzelpersonen als auch als Trainer mit Teams.
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