Frauen und politische Führung in Kenia: zehn Fallstudien

Frauen und politische Führung in Kenia: zehn Fallstudien

Wangari Maathai bei der Petra-Kelly-Preisverleihung 2004Wangari Maathai bei der Petra-Kelly-Preisverleihung 2004. Urheber: Heinrich-Boell-Stiftung. Alle Rechte vorbehalten.

Trotz der weltweiten Fortschritte, was die Anerkennung des Gleichstellungprinzips von Frauen in politischer, wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht betrifft, werden Frauen in Kenia in vielen Bereichen der Gesellschaft weiterhin ausgegrenzt, insbesondere auf der Führungs- und Entscheidungsträgerebene. Auf der Grundlage ausführlicher Befragungen von zehn Politikerinnen untersucht diese Studie wie die Frauen ihre Rolle in der Führungsposition wahrnehmen und versucht die folgende Frage zu beantworten: „Tragen Frauen zu einer anderen Perspektive in der Politik bei?“

Aus den Auswertungen geht hervor, dass einzelne Politikerinnen oftmals einen viel größeren Beitrag leisten als offiziell anerkannt wird. Die Studie bekräftig außerdem, dass der erhebliche Mangel an Frauen in politischen Ämtern für die Politikerinnen ein wesentliches Hemmnis ist, konstruktive und maßgebliche Unterschiede herbeizuführen und die männlich dominierte Kultur in Politik, Staatstätigkeit und Mittelverteilung auf gender-gerechte Weise umzugestalten. Die Untersuchung bestätigt die Herausforderungen, mit denen sich Kenianerinnen konfrontiert sehen, wenn sie versuchen auf oberster politischer Ebene mitzumischen. Sie konzentriert sich jedoch weniger auf die Herausforderungen als auf die Wahrnehmung, Erfahrung, Visionen, Erfolge und persönlichen Erlebnisse, die ihre Sichtweise und Haltung in der Führungsposition geprägt haben -- Politische Führung aus der Sicht von Frauen.

Die komplette Studie (engl.).



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