60-40-20 Jahre : Meilensteine für Geschlechterdemokratie?

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Der Eröffnungstag einer erlebnisreichen Woche hat die Grundlage und die Einbindung des Geschehens in die Kontexte des Gunda-Werner-Instituts, der Stiftung und der derzeitigen politischen Situation geschaffen.

Besonders die geschichtliche Dimension der Geschlechterfrage vor dem Hintergrund von 60 Jahre deutsche Nachkriegsverfassungen und verfassungsrechtliches Gleichberechtigungsgebot wurde mit verschiedenen Veranstaltungsformaten deutlich gemacht. Wir haben versucht, vor allem in Hinblick auf den anstehenden Wahlkampf, die rechtspolitische Dimension zu schärfen, da Gesetzgebung das zentrale Mittel parlamentarischer Politik darstellt. Zugleich haben wir die Möglichkeit eröffnet, neue Themen, Thesen und Ideen auf die gesellschafts-(partei-)politische „Gender-Agenda“ zu setzen.


Veranstaltungsübersicht Montag, 6. Juli 2009:

  • 10.00 Uhr - Auftakt und  Einstimmung
    durch Barbara Unmüßig, Gitti Hentschel, Henning von Bargen
    Moderation: Albert Eckert

  • 10.30 Uhr - Film
    Das andere Geschlecht von akfilm (15 min)

  • 10.45 Uhr - Politische Matinee
    Was bringt uns geschlechterpolitisch weiter?
    Trotz feministischeR und andereR Emanzipationsbewegungen sind Geschlechtergerechtigkeit und Geschlechterdemokratie noch immer gesellschaftliche Fiktionen. Wie kann sie Wirklichkeit werden? Was ist hierfür von den Feministinnen der neuen Generation zu erwarten? Was von den «neuen» Männern? Was können wir von der Politik erwarten um zu selbstbestimmten Lebensweisen zu kommen? Politischer Auftakt mit Renate Künast – Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen. Moderation: Barbara Unmüßig – Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung

  • 10.30 Uhr - Workshop
    3, 2, 1, los: Briefing für Blog-ReporterInnen
    Alles rund um den Blog zum Gender Happening! Die angemeldeten Blogreporter_innen erfahren hier alles, was fürs Bloggen über das Gender Happening wichtig ist. Von der Intention, diesen Blog zu starten über die Möglichkeiten eines Beitrages bis hin zum technischen Know How. Workshop mit Francesca Schmidt

  • 10.30 Uhr - Panel
    Wahlverwandtschaften: Herz an Herz statt Herzschmerz
    Aus gesetzeskritischer Perspektive werden verschiedene Beziehungsformen, Familien- und Lebenskonzepte vor dem Hintergrund der staatlichen Legitimierung von Ehe und Kleinfamilie und in des Aufbrechens dieser Ideologie in Nachbarschaftsfürsorge, Polyamourösität oder Patchworkfamilien diskutiert. Panel mit Tin Krell, Constanze Körner, Robert Habeck. Moderation: Albert Eckert

  • 10.30 - Stadtrundgang
    Gender in the City
    Bei dem geführten Stadtrundgang kommen Sie zu neuen Erkenntnissen und Erlebnissen bei «gender in the city» und lernen den Unterschied zu «sex in the city» kennen. Lassen Sie sich überraschen! Mit Dipl. Ing Stephanie Hüffell und Dr. Bettina Knothe – genderWerk, Berlin. Neu: Kostenfrei!

  • 12.00 Uhr - Panel
    Vom Grundgesetz (GG) zum Geschlechtergerechten Grundgesetz (GGG)
    Panel mit Hans-Christian Ströbele – MdB Bündnis 90/Die Grünen, Prof. Dr. Eva Kocher – juristische Fakultät, Uni Frankfurt

  • 14.00 Uhr - Erzählcafé
    öko + links + feministisch = DIE GRÜNEN 1980?
    Zwei Generationen im Gespräch
    Zeitzeug_innen erzählen von den Anfängen eines Aufbruchs – Junge fragen kritisch nach. Wie stellen sich die Diskussionen aus der heutigen Perspektive dar? Was bleibt für die junge Generation? Interviewer_innen: Kathrin Purschke – Studentin und Julius Heinicke – Doktorand. Moderation: Vera Lorenz – Heinrich-Böll-Stiftung. Mit Edith Müller und Christa Nickels
    In Kooperation mit Freundinnen & Freunde der Heinrich-Böll-Stiftung. Fachkontakt: Dr. Janina Bach

  • 14.00 Uhr - Panel
    «Bürger in Uniform» oder «Kämpfer»?
    Militär und Geschlechterverhältnisse in Ost und Westdeutschland bis heute. Panel mit Prof. Dr. Christine Eifler – Zentrum Gender Studies Uni Bremen, Prof. Dr. Ruth Seifert – Hochschule Regensburg, Dr. Klaus Naumann – Institut für Sozialforschung Hamburg, Moderation: Gitti Hentschel – Gunda-Werner-Institut

  • 14.00 Uhr - Panel
    Queere Lebensweisen  – in LpartG und TransG?
    Auf der einen Seite soziale Bewegungen wie die Trans*-Szenen, Schwule und Lesbenbewegungen, queere Gruppierungen – auf der anderen Seite verfassungsrechtliche Vorgaben wie das reformbedürftige TSG (Transsexuellengesetz) oder das seit 2001 bestehende Gesetz über die Eingetragene Lebenspartnerschaft. Spiegelt das Recht die Bedürfnisse der sozialen Bewegungen wider oder torpediert es sie und agiert ohne Berücksichtigung alltäglicher Realitäten von Trans*-Menschen? Panel mit Julia Ehrt – TrIQ, Adrian de Silva – Graduiertenkolleg «Geschlecht als Wissenskategorie», Christian Schenk – MdB a.D., Thomas Birk – B90/Grüne, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses. Moderation: Günther Dvorek – LSVD
    In Kooperation mit TrIQ

  • 16.30 Uhr - Workshop
    "we are family"- aren't we?
    Herrschaftskritische Positionen zu Beziehungsverhältnissen und Familie Wie haben sich Beziehungen, Ehe und Familie historisch verändert und was hat das mit der Entwicklung und Transformation von Produktionsverhältnissen, Arbeitsbedingungen und sozialen/politischen Kämpfen zu tun? Bedeutet Flexibilisierung und Diversifikation von Beziehungs- und Lebensweisen vor dem Hintergrund vorhandener herrschaftsförmiger Strukturen immer eine Zunahme an Freiheiten und Wahlmöglichkeiten? Anhand dieser Überlegungen wollen wir uns mit Euch auseinander setzen und Beziehungen und Familie von herrschaftskritischer Seite beleuchten. Workshop mit Tin Krell – Uni Potsdam, Irene Poczka – Stipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung

  • 16.30 Uhr - Workshop
    MännerLeben im GenderDschungel
    Workshop mit Andreas Goosses und Klaus Schwerma – Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse, Berlin
    In Kooperation mit Forum Männer

  • 17.30 Uhr - Lecture mit Diskussion
    Gender & Nation
    Mit der Vorstellung einer «Nation» ist das Konzept von Staat und von Staatsbürgerschaft ebenso eng verbunden wie mit Mechanismen von Inklusion und Exklusion, von Zugehörigkeit und Ausschluss. Diese Mechanismen weisen auf eine hierarchische Verfasstheit von Staat und Gesellschaft hin, der die Hierarchisierung von Geschlechtern, sowie von unterschiedlichen Ethnien und Schichten immanent ist. Lecture und Diskussion mit Prof. Dr. Nira Yuval Davis – School of Cultural and Innovation Studies, University of East London, Moderation: Prof. Dr. Sabine Hark – TU Berlin

  • 19.30 Uhr - Diskussionrunde
    1989-2009 - Ungleichzeitig in die Einheit ! Erfahrungen revisited (frauenpolitisches Gespräch)
    Diskussionsrunde mit Prof. Dr. Hildegard Maria Nickel – HU Berlin, Prof. Dr. Tina Thürmer-Rohr – emer. Professorin für feministische Theorie, TU Berlin, Carola von Braun – ehem. MdA (FDP) Mitgründerin der Überparteilichen Frauenintiatitive Berlin (ÜpFI), heute deren Vorsitzende, Petra Bläss-Rafajlovski, Gründungsmitglied beim Unabhängigen Frauenverband UFV, ehem. MdB, heute Politikberaterin u.a. für Südosteuropa und Gender
    In Kooperation mit der Grünen Akademie der Heinrich-Böll-Stiftung, Fachkontakt: Dr. Anne Ulrich

  • Hintergrundinformation/ Stimmen zur Demokratie:
    FrauenRat 4/2009. Die Unvollendete. 60 Jahre Bundesrepublik Deutschland
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