Einmal que(e)r gelesen

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Text und Sprache stehen im Zentrum der Analysen, der kreativen (Re)Aktivierung und des Lesegenusses. In interaktiven Formaten haben wir nach wechselseitigen Abhängigkeiten von Klasse, Ethnie, Religion, Geschlecht, Alter, Gesundheit, Ost/West etc. gefragt, um kreative Potenziale der TeilnehmerInnen freizusetzen.



Veranstaltungsübersicht Dienstag, 7. Juli 2009:



  • 10.00 Uhr - Panel
    Gegen den Strich lesen
    Que(e)r Reading in SciFi und Jugendliteratur Anhand verschiedener Methoden des Queer Readings eröffnet sich das Potenzial, Kategorisierungen, Normierungen und dominante Positionen in der Produktion und Rezeption von Text zu hinterfragen. Dabei geht es nicht nur um Sprache oder Inhalte literarischer Texte, sondern auch um die Bedingungen des Schreibens und Lesens. Texte lesen ist kein unschuldiges Vergnügen – auch oder vor allem nicht in SciFi und Jugendliteratur? Panel mit Dr. Elahe Haschemi Yekani – Institut für Anglistik und Amerikanistik HU Berlin, Dr. Susanne Hochreiter – Institut für Germanistik, Uni Wien, Svenja Derichs – Uni Potsdam. Moderation: Katrin Köppert – HU Berlin

  • 10.00 Uhr - Stadtrundgang
    Gender in the City
    Bei dem geführten Stadtrundgang kommen Sie zu neuen Erkenntnissen und Erlebnissen bei «gender in the city» und lernen den Unterschied zu «sex in the city» kennen. Lassen Sie sich überraschen! Mit Dipl.-Ing. Stephanie Hüffell und Dr. Bettina Knothe –genderWerk, Berlin

  • 10.00-18.30 - Ganztägiger Workshop
    Poetry Slam: Queer Up the Word
    Queer Up the Word – das Motto des Poetry Slam Workshops. Zwei Slam-Größen geben Tipps und Tricks rund um das gesprochene Wort und wie es den Weg auf die Bühne findet. Am Abend gibt es für alle Teilnehmer_innen die Möglichkeit, das Gelernte direkt umzusetzen. Workshop mit KaCoSónia und Katinka Kraft.

  • 10.00 Uhr - Workshop mit Input
    Geschlechtergerechtes Grundgesetz (GGG) aus sprachwissenschaftlichem Blickwinkel
    Auch 60 Jahre nach der im Grundgesetz verankerten Geschlechtergleichstellung sind wir noch weit von Geschlechtergerechtigkeit entfernt. Dies spiegelt sich auch in der Sprache wieder. Wie schreibt sich Geschlecht ins Gesetz ein? Und wie müsste die Verfassung geschlechtergerecht formuliert werden? Workshop mit Prof. Dr. Antje Hornscheidt – Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien, HU Berlin, Evelyn Hayn – Wissenschaftliche Mitarbeiterin für skandinavistische Linguistik und Geschlechterstudien

  • 10.00 Uhr - Workshop
    Gender und Dolmetschen
    Dolmetscher_innen können durch ihre Entscheidungen mittels Sprache Dinge unterdrücken oder hervorheben, sie können bewusst entscheiden, welchen Weltinterpretationen eine Wichtigkeit zugesprochen wird und welchen nicht – und das über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg. Es werden Grundlagen des geschlechtergerechten Formulierens und Dolmetschens vorgestellt. Workshop mit Jo Schmitz

  • 12.00 Uhr - Workshop
    Sprachliche Diskriminierungen und Privilegierungen interdependent
    In dem Workshop werden konkret sprachliche Diskriminierungen und  Privilegierungen in ihrem Zusammenspiel mit unterschiedlichen Machtverhältnissen und verschiedenen Konstruktionsprozessen diskutiert. Die Macht und Gegenwart sprachlicher Handlungen spielt hierbei eine zentrale Rolle. Der Workshop soll zu einer Sensibilisierung für die diskriminierenden Wirkungen eigener Sprachhandlungen und ihrer reflektierten Veränderung anregen sowie Strategien und Argumentationen aufzeigen. Workshop mit Prof. Dr. Antje Hornscheidt – Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien, HU Berlin, Evelyn Hayn – Wissenschaftliche Mitarbeiterin für skandinavistische Linguistik und Geschlechterstudien

  • 14.00 Uhr - Gespräch
    Emanzipatives Schreiben in Ost und West
    Anlässlich des 80. Geburtstages von Christa Wolf werden Autorinnen, Biografinnen und Literaturwissenschaftlerinnen aus Ost und West über ihr Verständnis von feministischer bzw. emanzipativer Literatur in Ost und West diskutieren. Wie wurden die Geschlechterverhältnisse literarisch verarbeitet? Inwiefern spiegelt die Literatur die vermeintliche Emanzipation der Frauen im Osten im Gegensatz zum «Faschismus zwischen den Geschlechtern» (Ingeborg Bachmann) im Westen wider? Und was kann die Literatur in Bezug auf die gegenwärtigen Debatten rund um den «jungen Feminismus» bewirken – bzw. welcher Paradigmenwechsel lässt sich in Bezug auf das Schreiben junger Frauen nachvollziehen? Gespräch mit Dr. Sonja Hilzinger – Autorin, Lektorin, Jana Hensel – Autorin von «Zonenkinder», Dr. Frauke Meyer-Gosau – Redakteurin «Literaturen», Dr. Monika Melchert – freie Mitarbeiterin in der Seghers- und der Brecht-Weigel-Gedenkstätte der Akademie der Künste. Moderation: Anett Handke, Berlin

  • 16.00 Uhr - Filmvorführung mit Diskussion
    Film "Das Burlebüble mag i net"  
    Lesbische Organisierung im geteilten Berlin der 1970/80er Jahre Anhand zweier Biografien nähert sich der Film sowohl den Parallelen als auch den Besonderheiten des alltäglichen Lebens und einer politischen Organisierung zweier Lesben im geteilten Berlin der 70er und 80er Jahre. Nur wenige Kilometer voneinander entfernt kämpften Cristina Perincioli und Ursula Sillge zur gleichen Zeit als frühe Aktivistinnen für die Rechte von Lesben und Schwulen. Sie begannen Räume und Strukturen für Lesben aufzubauen sowie mit ihren Themen und Forderungen an die Öffentlichkeit zu gehen. Was ist davon geblieben? Diskussion mit Sandra Luka Stoll, Anke Schwarz, Ursula Sillge – Lila Archiv Berlin, Christiane Härdel, Moderation: Imma Harms – Filmemacherin und Journalistin

  • 16.30 Uhr - Autorinnen-Lesung
    Queere Liebe zwischen Ost und West. Lesung aus „Deutsch-deutsche Beziehungen“
    Wie sieht es aus mit der Liebe zwischen Ost und West, 20 Jahre nach dem Mauerfall? Haben sich die Menschen in Liebesbeziehungen angenähert? Haben sich Ost-West-Liebesbeziehungen verändert? Werden sie heute anders wahrgenommen als vor 10, 15 oder 20 Jahren? Simone Schmollack ist diesen Fragen nachgegangen und stellte fest, dass Liebe Brücken baut. Autorinnen-Lesung von und mit Simone Schmollack – Autorin. Moderation: Johanna Bussemer – Die Linke

  • 16.30 Uhr - Gastauftritt und Gesprächsrunde
    Simone de Beauvoir – ihr L(i)eben - Rezeptionen nach 60 Jahren
    Das 60. Jubiläum von «Das andere Geschlecht» von Simone de Beauvoir gibt Anlass, ihr Leben und Werk zu würdigen – insbesondere unter dem Aspekt ihres Lebensentwurfes, der sich nicht in die Ideologie der (hetero-)normativen Gesellschaft der 50er und 60er Jahre einordnen ließ. Wie wird das Werk und Buch «Das andere Geschlecht» gegenwärtig rezipiert? Welche Impulse gehen von ihrem Werk aus und in welcher Hinsicht bedarf es einer kritischen Rezeption? Gesprächsrunde mit Ingeborg Gleichauf – Autorin, Effi Böhlke – Freie Mitarbeiterin, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Meredith Haaf – Mädchenmannschaft, Moderation: Prof. Dr. Sabine Hark – TU Berlin
    Film «Das andere Gechlecht» von akfilm + «Die Frau ist von Natur aus frei» - Gastauftritt von Birgitta Altermann.
    In Kooperation mit Theater Wilde Mischung

  • 19.30 Uhr - Filmvorführung mit Lesung und Gespräch
    Die Poesie der Schwarzen Frauenbewegung - Film «Hoffnung im Herz» über May Ayim
    Lesung mit Prof. Dr. Dagmar Schultz – emeritiert, Autorin, Dr. Ika Hügel-Marshall – Künstlerin/Autorin, in Kooperation mit Orlanda-Verlag
    Alltagsrassismus und Sexismus – eine Ost-West-Betrachtung: 
    Gesprächsrunde mit Ika Hügel-Marshall, Bianca Tänzer und Regina M. Banda Stein. Moderation: Gitti Hentschel – Gunda-Werner-Institut
    Hinweis: Ursprünglich war die Teilnahme von Dr. Grada Kilomba (Poetin/Autorin) angekündigt. Bedauerlicherweise hat Frau Kilomba kurzfristig abgesagt.

  • 19.30 Uhr - Jour Fixe
    Finanz- und Wirtschaftskrise – was hat „Gender“ damit zu tun?
    Jour Fixe der Heinrich-Böll-Stiftung
    Was hat Gender eigentlich mit der Weltwirtschaftskrise zu tun? Wie sieht ein geschlechtersensibles Wirtschaftsmodell aus? Kann diese Krise auch als Chance für Frauen verstanden werden – und wenn ja, wie? Debatte zur internationalen Politik mit Dr. rer. pol. Christa Wichterich – Soziologin, Publizistin und Mitglied von «Wide» (Women in Development Europe), Bonn, Dr. phil. Alexandra Scheele – Uni Potsdam, Deborah Ruggieri – attac, Moderation: Barbara Unmüßig – Vorstand, Heinrich-Böll-Stiftung
    In Kooperation mit dem Referat Internationale Politik der Heinrich-Böll-Stiftung. Fachkontakt: Jill Scherneck

  • 20.00 Uhr - Poetry Slam
    Queer Up the Word – Performances und Open Stage
    Worte fetzen uns um die Ohren, Sprechrhythmen begeistern uns. Die Bühne ist offen.
    Poetry Slam mit Sarah Hakenberg, anti g.one, KaCoSónia und Katinka Kraft
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