Das Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn hat soeben eine Expertise in Kooperation mit der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) zu anonymisierten Bewerbungsverfahren veröffentlicht.
IZA-Direktor Klaus F. Zimmermann zum Hintergrund des Projekts: "Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt ist auch weiterhin ein verbreitetes Phänomen von erheblichem Ausmaß. Es handelt sich dabei nicht nur um ein gesellschaftspolitisches, sondern auch um ein gesamtwirtschaftliches Kernproblem. Diskriminierung bedeutet einen Verzicht auf wirtschaftliche Effizienz und damit einen Wohlfahrtsverlust. Gerade in Deutschland müssen wir unsere personellen Ressourcen vor dem Hintergrund des wachsenden Fachkräftebedarfs künftig besser ausschöpfen. Anonymisierte Bewerbungsverfahren können dabei helfen, Diskriminierung zumindest in der ersten Stufe des Bewerbungsprozesses zu reduzieren."
Die Expertise ist über die IZA-Homepage abrufbar:
Annabelle Krause, Ulf Rinne, Klaus F. Zimmermann: Anonymisierte Bewerbungsverfahren. IZA Research Report No. 27, Bonn, August 2010, 44 Seiten
- Vollständige Expertise (PDF)
- Kurzfassung der Expertise (PDF)