Dr. Klaus Theweleit

Dr. Klaus Theweleit

Literaturwissenschaftler, Schriftsteller
Biografie: 

Klaus Theweleit, geboren 1942 in Ebenrode/Ostpreußen, Prof. Dr. phil., Schriftsteller; Wohnort Freiburg im Breisgau; verheiratet mit Monika Theweleit-Kubale, Psychoanalytikerin (DPV/IPV); zwei Söhne, Daniel (Sportjournalist) und Max (Grafik Design).

Promotion 1977 am Germanistischen Seminar der Universität Freiburg bei Prof. Hans-Peter Herrmann über »Freikorpsliteratur«; bekannt geworden als Buch unter dem Titel Männerphantasien (1977/8; Übersetzungen in Jugoslawien, USA, England, Holland, Schweden, Italien, Frankreich, Polen, Japan).

Ab 1978 Schriftsteller, free lancing. Von 1990 bis 2008 Lehrauftrag am Institut für Soziologie der Universität Freiburg; von 1998 bis 2008 Professor für Kunst und Theorie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe.

Lehraufträge in der Schweiz (Universität Fribourg und Universität Basel), in Österreich (Universität Innsbruck), Gastprofessur an der Universität Bochum; Gastprofessuren in den USA am Dartmouth College, Hanover NH (Spring 1990), an der UC Santa Barbara (Fall 1994) und UVA Charlottesville, (2013). Seit 2009 Prof. im Ruhestand.

Arbeitsschwerpunkte: Wörter, Töne, Bilder; Faschismustheorie; Theorie der Gewalt; Gender Studies; Theorie der Medien; Popkultur; Film, Kunst und Macht. Work in progress: die Arbeit am »Pocahontas-Komplex«: Geschichte(n) zur (fortdauernden) Erfindung Amerikas und zu den (fortdauernden) Kolonialismen.

Klaus Theweleit, wichtigste Publikationen:

Männerphantasien; Bd.1 Frauen, Fluten, Körper, Geschichte. Bd. 2: Psychoanalyse des weißen Terrors, 1977/8

Buch der Könige Bd. 1: Orpheus und Eurydike, 1988; Bd. 2x: Orpheus am Machtpol, 1994; Bd. 2y: Recording Angels‘ Mysteries, 1994. (Buch der Könige behandelt die Frauen-, Medien- und Machtpolitiken von Gottfried Benn, Claudio Monteverdi, Knut Hamsun, Ezra Pound, Gertrude Stein, Franz Kafka, Andy Warhol, Elvis Presley, F. Nietzsche, Klaus Mann, M. Heidegger, B. Brecht u. v.a.)

Objektwahl. All You Need Is Love. Über Paarbildungsstrategien und Bruchstück einer Freud-Biografie, 1990.

One plus One. Rede zur Verleihung des T. W. Adorno-Preises an Jean-Luc Godard in Frankfurt 1995

Heiner Müller: Traumtext, 1996

Pocahontas Bd.1 (PO): Pocahontas in Wonderland. Shakespeare on Tour, 1998; Pocahontas Bd. 4 (TAS): You Give Me Fever. Arno Schmidts „Seelandschaft mit Pocahontas“. Die Sexualität schreiben nach WW II, 1998

Der Knall. 11. September. Das Verschwinden der Realität und ein Kriegsmodell, 2003

Tor zur Welt. Fußball als Realitätsmodell, 2004

Deutschlandfilme. Hitchcock. Godard. Pasolini. Filmdenken und Gewalt, 2005

Jimi Hendrix. Eine Biografie (zus. mit Rainer Höltschl), 2007

Weiterhin mehrere Bände mit Gesammelten Essays (Das Land das Ausland heißt, 1994, Ghosts, 1997, Friendly Fire, 2006)

Zu Bob Dylan’s 70. Geburtstag ein Reader: Bob Dylan. How does it feel, 2011.

Pocahontas Bd.2 (CA): Buch der Königstöchter. Von Göttermännern und Menschenfrauen. Mythenbildung, vorhomerisch, amerikanisch, 2013.

Das Lachen der Täter. Breivik u.a. - Psychogramm der Tötungslust, 2014.

Pocahontas Bd.3 (HON): Warum Cortés wirklich siegte. Technologiegeschichte Eurasiamericas, (in Arbeit)

 

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