Publikationen der ehemaligen Stabsstelle Gemeinschaftsaufgabe Geschlechterdemokratie

Schriften zur Geschlechterdemokratie:

 
 

Migration und Männlichkeiten

Dokumentation einer Fachtagung des Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse und der Heinrich-Böll-Stiftung am 9./10. Dezember 2005 in Berlin
Schriften zur Geschlechterdemokratie Nr. 14

Aus dem Vorwort:
Migration ist auch im Geschlechterdiskurs kein selbstverständliches Thema. Die Tagung „Migration und Männlichkeiten“ im Dezember 2005 war ein erster Annäherungsversuch zwischen den bislang getrennt behandelten Themenfeldern „Migration“ und „Männlichkeiten“ und den darin Aktiven. Die Tagungsbeiträge, die in dieser Dokumentation nachzulesen sind, thematisierten auf unterschiedlichste Weise diesen Querschnittsbereich – einmal stärker praxisorientiert, einmal stärker theoretisch.

Nach der einleitenden Betrachtung von Olaf Stuve, wie Andersheit (re)produziert wird, gaben Michael Tunç und Margret Spohn einen Überblick über den historischen Verlauf und den aktuellen Stand der Diskussion zum Thema Männlichkeiten und Migration. Sie skizzierten einige Möglichkeiten zur Weiterentwicklung der sogenannten Ausländerpädagogik hin zu einer interkulturellen und nichtrassistischen Pädagogik bzw. sozialen Arbeit. Agnes Jarzyna berichtete anschließend über den von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommenen Lebensalltag von Wanderarbeitern in Deutschland, ihre Schwierigkeiten und Probleme.

 
 

Geschlecht oder gesund? Männer und Gesundheit

Dokumentation einer Fachtagung des Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse und der Heinrich-Böll-Stiftung am 20./21. Mai 2005 in Berlin
Schriften zur Geschlechterdemokratie Nr. 13

Aus dem Vorwort:
Erst langsam wird hierzulande zum Thema, was in anderen Ländern schon fast ein „alter Hut“ ist: Männergesundheit als Forschungsfeld, als Praxisgebiet, als Politikum. Dieses weite Thema umfasst nicht nur medizinische Unterschiede zwischen Männern und Frauen, „Männerkrankheiten“ und „Frauenkrankheiten“, sondern das gesamte Umfeld, in dem Gesundheit „stattfindet“. Die Tagung „Geschlecht oder gesund? – Männer und Gesundheit“ hat – auch vor dem Hintergrund von Gender Mainstreaming – auf verschiedenen Ebenen den Stand der Diskussion aufgegriffen, Impulse für die Praxis gesetzt und sich politisch eingemischt.

 
 

Gender-Mainstreaming-Praxis

Arbeitshilfen zur Anwendung der Analysekategorie "Gender" in Gender-Mainstreaming-Prozessen
Schriften zur Geschlechterdemokratie Nr. 12

Die Einführung von Gender Mainstreaming in Organisationen hat in den vergangenen Jahren eine beachtliche Konjunktur erfahren. Auf den unterschiedlichsten Ebenen arbeiten Männer und Frauen daran, Geschlechterverhältnisse transparent zu machen und zu verändern.

Doch jeder Gender-Mainstreaming-Prozess und jedes Gender-Training verläuft anders. Die Instrumente und Methoden müssen an die Organisationskultur und die jeweiligen Zielgruppen angepasst werden.

In der vorliegenden Broschüre sind zu diesem Zweck Arbeitshilfen – insbesondere Leitfäden und Leitfragen – von erfahrenen Gender-Trainerinnen und -Trainern zusammengestellt worden.

 
 

Männer und Arbeit - Zukunft der Arbeit(slosigkeit)

Dokumentation einer Fachtagung des Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse und der Heinrich-Böll-Stiftung am 12./13. November 2004 in Berlin
Schriften zur Geschlechterdemokratie Nr. 11

Arbeitsmarktprobleme sind nicht neu. Mit den „Hartz-Reformen“ unternahm die gegenwärtige Bundesregierung einen Versuch, sie in den Griff zu bekommen. Die politische Diskussion dreht sich um veränderte Arbeitsbedingungen, die zunehmende Arbeitslosigkeit und mögliche Strategien zu deren Überwindung. Insgesamt vernachlässigt wird dabei die Kategorie Geschlecht.

Diese Leerstellen in der aktuellen Diskussion versuchte die Tagung „Männer und Arbeit – Zukunft der Arbeit(slosigkeit)“ zu füllen. Sie gab vielfältige Impulse für die weitere (geschlechter)politische Debatte in diesem Themenfeld.

Die männliche Seite des Geschlechterverhältnisses scheint in Bewegung geraten zu sein. Was das konkret heißen könnte, ist den Beiträgen dieser Broschüre nachzulesen. Sie enthält alle Vorträge und Inputs aus den Workshops.

 
 

Männlichkeit und Krieg

Dokumentation einer Fachtagung des Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse und der Heinrich-Böll-Stiftung am 7./8. November 2003 in Berlin
Schriften zur Geschlechterdemokratie Nr. 10

Die Tagung "Männlichkeit und Krieg" knüpfte inhaltlich an Fragestellungen der beiden letzten Tagungen des Forum Männer, "Konflikt und Geschlecht" sowie "Männer und Sex(ualität)", an und vertiefte einige der dort aufgeworfenen Fragen und Aspekte.

Im Mittelpunkt der Tagung standen u.a. folgende Fragen: Wie formt der Krieg Männlichkeits- bzw. Geschlechterkonstruktionen und umgekehrt? Wie wirken sich Krieg und Militär auf die Konstruktion von Sexualität und sexueller Identität im Geschlechterverhältnis aus und umgekehrt?

Die Tagung hat sicherlich dazu beitragen, den Diskurs über Männlichkeit, Gender und Krieg voranzutreiben, und sie hat die Auseinandersetzung mit dem Stellenwert von Krieg und Militär für Männlichkeits- und Weiblichkeitskonstruktionen in unserer Gesellschaft, insbesondere auch in Hinblick auf Männer als Opfer von Krieg, gefördert.

 
 

Akteure des Wandels - Männer im Mainstreaming

Dokumentation einer Fachtagung des Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse und der Heinrich-Böll-Stiftung am 9./10. Juli 2004 in Berlin
Schriften zur Geschlechterdemokratie Nr. 9

Seit der Weltfrauenkonferenz in Beijing (Peking) vor beinahe 10 Jahren gilt Gender Mainstreaming als große Hoffnung, endlich Egalität zwischen Frauen und Männern zu erreichen. Vielfach herrscht(e) die Annahme vor, dass die Gleichstellung von Frauen und Männern, verstanden als eine Besserstellung von Frauen, "logischerweise" eine Schlechterstellung von Männern zur Konsequenz habe. Diese Logik wurde mit der Tagung "Akteure des Wandels – Männer im Gender Mainstreaming" kritisch in den Blick genommen.

Die Tagung sollte unterschiedlichen Perspektiven von Männern in Bezug auf das Konzept Gender Mainstreaming ausreichend Raum bieten und stand daher ausschließlich Männern offen. Ein weiteres Anliegen der Tagung bestand darin, fachbezogenen Erfahrungsaustausch und Reflexion eigener Praxis zwischen Männern zu unterstützen, die in Gender-Mainstreaming-Prozessen aktiv sind bzw. schon Erfahrungen gesammelt haben. Dies ist uns in weiten Teilen gelungen und hat bei etlichen Teilnehmern die Lust auf mehr kollegialen Austausch und Beratung geweckt.

 
 

Männer und Sexualität

Dokumentation einer Tagung der Heinrich-Böll-Stiftung und des "Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse" am 6./7. Juni 2003 in Berlin
Schriften zur Geschlechterdemokratie Nr. 8

Der vielleicht größte Mythos ist, männliche Sexualität sei einfach und allgemein bekannt. Häufig werden mit männlicher Sexualität sexuelle Gewalt, Pornografie, Egoismus, Prostitution und andere negativ konnotierte Erscheinungsformen assoziiert. Und wenn es stimmt, dass Männer es auf Grund ihrer Sozialisation schwerer haben, ihre Gefühle wahrzunehmen, zu zeigen und über sie zu sprechen, dann trifft dies umso mehr auf das Thema „Sexualität“ zu.

Die Fachtagung „Männer und Sex(ualität)“ hat daher versucht, einen kreativen Umgang mit der (vermeintlichen) Sprachlosigkeit zu schaffen. Es gab Fühl-, Denk- und Freiräume, in denen Männer und auch Frauen sich mit den Themen „Intimität“, „Nähe“, „Zärtlichkeit“, „Erotik“, „Lust“, „Begehren“, „Hingabe“ und „Sexualität“ beschäftigen und austauschen konnten.

Mit Beiträgen von Rainer Neutzling, Andreas Goosses, Christiane Howe und Thomas Gesterkamp.

 

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Konflikt und Geschlecht

Dokumentation einer Tagung der Heinrich-Böll-Stiftung und des „Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse“ am 15./16. November 2002 in Berlin
Schriften zur Geschlechterdemokratie Nr. 7

Konflikte sind im Ursprung nichts Negatives – im Gegenteil: Sie bedeuten zunächst nur unterschiedliche Meinungen oder Interessen und beinhalten das Potenzial für menschliche Entwicklung und Gemeinsamkeit. Konflikte bzw. konflikthafte Situationen werden aber unterschiedlich wahrgenommen und entsprechend unterschiedlich definiert. Im Mittelpunkt der Tagung „Konflikt und Geschlecht“ standen daher für uns folgende Fragen:

    Lassen sich in der Konfliktwahrnehmung und -definition bedeutsame geschlechtstypische Unterschiede feststellen?
    Wann werden welche Konflikte wahrgenommen? Wie reagieren Männer und Frauen auf sie?
    Ist der Umgang mit Konflikten (persönlichen, sozialen, politischen etc.) geschlechtstypisch, bzw. gibt es eher „weibliche“ und eher „männliche“ Analysen, Bearbeitungsmodelle und Lösungsstrategien?
    Sind Konfliktanalysen und Konfliktinterventionen, besonders auch im politischen Feld, erfolgversprechender, wenn sie Erkenntnisse der Geschlechterforschung berücksichtigen?

Neben dem Versuch, Antworten auf diese Fragen zu bekommen, war es ein wichtiges Ziel der Tagung, konstruktive Umgangsweisen mit Konflikten für die Geschlechterdebatte fruchtbar zu machen. Hier hat die Tagung aus Sicht der Teilnehmenden einen wichtigen Schritt getan.

 

 
 

Geschlechterdemokratische Dialoge

Dokumentation einer Veranstaltungsreihe
Schriften zur Geschlechterdemokratie Nr. 6

Die große Resonanz, die die Geschlechterdemokratischen Dialoge seit 2000 sowohl beim Berliner Publikum als auch in der Presse hatten, hat gezeigt, daß es mittlerweile nicht mehr möglich ist, gesellschaftspolitische Themen zu diskutieren, ohne die Geschlechterverhältnisse in den Blick zu nehmen.

Ziel der Geschlechterdemokratischen Dialoge war,

    die Idee und Vision von Geschlechterdemokratie in der Gesellschaft voranzutreiben
    die politische Relevanz von Geschlechterdemokratie auszuloten
    Diskussionen zwischen Theorie und Praxis anzuregen
    Motivation und Energien für gesellschaftliche Reformen und institutionelle Reorganisation zu erzeugen.

Mit dem Ende dieser Veranstaltungsreihe möchten wir deren wichtigste Impulse und Ergebnisse gesammelt vorlegen.

 

 
 

Vater werden, Vater sein, Vater bleiben

Dokumentation einer Fachtagung des Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse und der Heinrich-Böll-Stiftung am 24./25. Mai 2002 in Berlin
Schriften zur Geschlechterdemokratie Nr. 5

Der Begriff „Vater“ ist elementar, bedeutungsvoll und aufgeladen mit vielfältigen Bezügen. Welche Bilder von Vätern, welche Konzepte von Väterlichkeit sind derzeit wirksam, welche Unterschiede spielen eine Rolle? Bezüglich der Bedeutungen und Funktionen von Vätern, Vaterschaft und Väterlichkeit finden wir unterschiedliche, zum Teil auch einander ausschließende Interessen und Perspektiven in unserer Gesellschaft vor. Es gibt Streit auf vielen Ebenen: um die Richtigkeit von Behauptungen, um die Tiefe von Bedeutungen, um Berechtigungen und um Rechte.

Mit den Beteiligten (Väter, Mütter, Kinder) und Personen, die beruflich oder ehrenamtlich mit den Belangen von Familie im weitesten Sinne beschäftigt sind, wollten wir auf der Fachtagung am 24./25. Mai 2002 die Vielfalt und die Differenzen, die daraus erwachsen, darstellen und diskutieren.

 
 

Mann oder Opfer?

Dokumentation einer Tagung der Heinrich-Böll-Stiftung mit dem „Forum Männer in Theorie und Praxis der Gechlechterverhältnisse“ am 12./13. Oktober 2001 in Berlin
Schriften zur Geschlechterdemokratie Nr. 4

Frauen sind Opfer – Männer sind Täter. Diese Zuschreibung stimmt nicht immer. Männer sind auch Opfer von Männern (und manchmal auch von Frauen). In unserer Gesellschaft wird die Tatsache, daß Männer auch Opfer sein können, kaum realisiert. Für die Heinrich-Böll-Stiftung Anlaß, gemeinsam mit dem „Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse“ eine Tagung mit dem Titel „Mann oder Opfer?“ durchzuführen.

Diese Tagung versuchte einen Wechsel hin zur Perspektive von Männern und Jungen; sie hat Impulse gegeben sowohl für die politische Arbeit am Genderverhältnis als auch für die praktische Arbeit mit männlichen Gewaltopfern. Die nun vorliegende Dokumentation gibt einen umfassenden Einblick in ein bislang von Wissenschaft, Politik und auch Gesellschaft vernachlässigtes Thema.

 
 

Praxisbeispiele zur Umsetzung von Gendermainstreaming in Organistionen

Schriften zur Geschlechterdemokratie Nr. 3

Geschlechterdemokratie ist das Ziel, Gender Mainstreaming ein Weg.

In der administrativen und politischen Praxis stellt sich allerdings immer wieder die Frage, was dieser theoretische Anspruch konkret bedeutet: Wann ist eine Organisation geschlechterdemokratisch? Wann ist ein Projekt, eine Maßnahme „gegendert"? Was ist der Unterschied zur bisherigen Frauenförderpolitik? Mit der vorliegenden Broschüre versuchen wir, erste Antworten auf diese Fragen zu geben und richten uns an Frauen und Männer, die sich auf den Weg gemacht haben oder machen wollen, Gender Mainstreaming in Ihrer Organisationen einzuführen.

 
 

Politik für Kinder!

Zur neuen Kinder- und Familienpolitik der Bundesregierung

Dokumentation des 7. Geschlechterdemokratischen Dialogs der Heinrich-Böll-Stiftung am 18. April 2002 in Berlin
Schriften zur Geschlechterdemokratie Nr. 2

Kinder werden sozialpolitisch vorwiegend als Teil der Familie wahrgenommen (oder als Privatsache betrachtet), obwohl sie laut UN-Kinderrechtskonvention ein Recht auf eigene soziale Sicherheit haben. Wie soll aber eine Ausstattung der Kinder mit eigenständigen Rechten auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sowie an politischen und ökonomischen Ressourcen aussehen?

Das Thema Kinder- und Familienpolitik hat zuletzt besondere Aktualität bekommen. Bundeskanzler Schröder wie auch die beiden Regierungsparteien SPD und Bündnis 90/Die Grünen wollen die Kinder- und Familienpolitik neu ausrichten und zum Wahlkampfthema machen. Wie ernst es den beiden Parteien mit diesem Anliegen ist, sollte in einem Gespräch mit Bundesministerin Dr. Christine Bergmann und dem Vorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, Dr. Fritz Kuhn, geklärt werden. Forderungen an eine "Politik für Kinder" wurden von Sabine Walther (Deutscher Kinderschutzbund) und Dr. Werner Sauerborn (Zeitschrift "Paps") formuliert.

 
 

Alles Gender? Oder was?

Dokumentation einer Fachtagung der Heinrich-Böll-Stiftung am 9./10. März 2001 in Berlin
Schriften zur Geschlechterdemokratie Nr. 1

In der "Sex-Gender-Diskussion" steht die Frage nach den Methoden der Konstruktion von Männlichkeit und Weiblichkeit im Mittelpunkt: Wie werden Frauen und Männer gedacht und wahrgenommen, wie präsentieren sich Individuen als weiblich oder männlich, welche Eigenschaften werden ihnen zu- oder abgesprochen, in welchen Prozessen vollzieht sich im Alltagsleben die Blau- bzw. Rosafärbung von Personen, Räumen, Gegenständen, Praxisfeldern? Es geht darum, mehr über die soziale Herstellung von Geschlechtsbedeutungen zu erfahren. Verschiedene (neuere) Theorieansätze zur (De-) Konstruktion gehen diesen Fragen nach und liefern Erklärungen.

Im Zentrum der Tagung "Alles gender? Oder was?" standen Frage wie die, ob es sich bei der Genderforschung bloß akademische Diskurse handele, welche Relevanz solche Debatten für die Praxis in (Männer-)Bildung und Beratung haben und ob sich daraus Möglichkeiten für selbstreflektierendes politisches Handeln im Rahmen von Geschlechterpolitik eröffnen.