Gleichstellungsprojekt Europa? - Konferenzdokumentation

Saal in der Heinrich-Böll-Stiftung. Teilnehmer_innen KonferenzAm 21./22. März diskutierten wir mit vielen Teilnehmer_innen über Menschenhandel, Flüchtlinge, Rechtspopulismus und die Herausforderungen für eine emanzipative Geschlechterpolitik in Europa.. Urheber: Stephan Röhl. Creative Commons LizenzvertragDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Am 21./22. März diskutierten wir mit vielen Teilnehmer_innen über Menschenhandel, Flüchtlinge, Rechtspopulismus  und die Herausforderungen für eine emanzipative Geschlechterpolitik in Europa.


Die Gründer_innen der Europäischen Union hatten die Vision eines friedvollen und vereinigten Kontinents. Freiheit und  Demokratie, Menschenrechte, Gleichheit und (soziale) Gerechtigkeit für alle ist das Ziel. Europa steht angesichts diverser, nicht nur ökonomischer Krisen vor verschiedenen Herausforderungen, die es nötig machen diese Vision wieder zu stärken. Es geht darum, bürgerliche Freiheiten und Rechte gegen eine staatliche Kontrolle des täglichen Lebens zu verteidigen, die EU-Flüchtlingspolitik zu korrigieren, der Menschenfeindlichkeit rechtsextremer und rechtspopulistischer Strömungen zu begegnen, Diskriminierungen auf vielen Ebenen zu beseitigen und das Primat der (Geschlechter-)Demokratie herzustellen.

Dazu gehört auch, eine Politik der guten Nachbarschaft, der globalen (Geschlechter-)Gerechtigkeit und des Schutzes der Menschrechte zu verfolgen, ebenso wie zivile Konfliktprävention und multilaterale Konfliktlösungen unter Einbezug von Gender-Perspektiven zu suchen. Von einer Umsetzung genderpolitischer Strategien sind wir  angesichts der ökonomischen, sozialen und politischen Dauerkrise(n) in Europa weiter entfernt denn je. Mit der Konferenz wollen wir geschlechter- und gleichstellungspolitische Bilanz ziehen und Ansätze für eine emanzipative europäische Geschlechterpolitik diskutieren. Schwerpunkte werden dabei Menschenhandel / Zwangsprostitution und Friedens-/Flüchtlingspolitik sein.

 

Video: Begrüßung & Eröffnungsvortrag

Barbara Unmüßig , Vorstand Heinrich - Böll - Stiftung  
Vortrag: Gleichstellungsprojekt Europa? Für wen und wann ist Europa ein emanzipatorisches Projekt? [PowerPoint des Vortrages]
Prof. Dr. Ulrike Liebert , Universität Bremen , Deutschland

 

 

Video: Podiumsgespräch Gleichstellungsprojekt Europa?

mit Franziska Brantner, MdB, bis 2013 stellvertr. Mitglied im Gleichstellungsausschuss des Europäischen Parlaments
Mariann Dósa, Politikwissenschaftlerin, Ungarn
Olga Pietruchova, Leiterin Gleichstellungsabteilung im Arbeitsministerium, Slowakische Republik
Nadia Chaabane, Mitglied der Nationalen Verfassungsversammlung, Tunesien

 

Video: Vortrag und Diskussion Rechtspopulismus in Europa: Gefahr für emanzipatorische Geschlechterpolitiken

[PowerPoint des Vortrages - englisch]
Dr. Niels Spierings , London School of Economics , Großbritannien
Sonia Mitralia, Mitglied der Initiativen „ Frauen gegen Staatsschulden und Sparpolitik“ und „ Europäisches antifaschistisches Manifest" , Griechenland
Moderation: Henning von Bargen, Gunda Werner Institut

 

Video: Friedens - und Flüchtlingspolitik

  • Friedenspolitik und Fluchtursachen
    Heidi Meinzolt , WILPF Deutschland
    Dr. Ulrike Krause, Universität Marburg, z.Z. Kampala, Uganda [PowerPoint des Vortrages]
  • Europäische Flüchtlingspolitik – Fluchtursachen und Umgang mit Flüchtlingen
    Ska Keller , MdEP

Moderation: Gitti Hentschel, Gunda Werner Institut

 

Video: Menschenhandel

  • Menschenhandel und Zwangsprostitution in der EU - Bärbel Heide Uhl , Politikwissenschaftlerin , KOK e.V. / datAct
  • Umsetzung der EU - Menschenhandelsrichtlinie - Naile Tanis , Juristin, Geschäftsführerin KOK e.V. [PowerPoint des Vortrages]
  • Wie müssen das Europaparlament, die EU - Institutionen strukturell aufgestellt werden, damit das Thema Mensch enhandel effektiv bearbeitet werden kann? - Barbara Lochbihler, MdEP, EP - Menschenrechtsausschuss

Moderation: Caroline Ausserer, Journalistin

 

Video: Geschlecht Macht Europa

Barbara Lochbihler, MdEP, Deutschland,
Ines Ayala Sender, MdEP, Spanien
Dr. Niels Spierings , London School of Economics , Großbritannien

Moderation: Barbara Unmüßig (Vorstand Heinrich Böll Stiftung)

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