Video: Die Freiheit nehm ich mir - Die Freiheit nehm ich mir. Social Freezing, Praena-Test, Eizellspende – Familienplanung heute

Video: Die Freiheit nehm ich mir - Die Freiheit nehm ich mir. Social Freezing, Praena-Test, Eizellspende – Familienplanung heute

Veranstaltungsmitschnitt aus der Reihe: StreitWert - Politik im Dialog
 

Die Gendiagnostik steht vor einer Umwälzung. Großbritannien erlaubt drei Eltern für ein gesundes Kind. In Deutschland steht ein neuer Bluttest für Schwangere, der Praena-Test, vor der Kassenzulassung. Anders als bisherige invasive und teure Tests, identifiziert er sicher und günstig z.B. Trisomie 21. Die einen sehen einen riesigen medizinischen Fortschritt. Andere befürchten eine Gesellschaft, in der es Kinder mit angeborenen Behinderungen nicht mehr geben wird.

2014 war der Begriff „Social Freezing“, die Aufforderung an junge Frauen, dem Job zuliebe Eizellen jetzt für später einfrieren zu lassen, das medial meist diskutierte Geschlechterthema hierzulande.

Von Pränatal- und Präimplantationsdiagnostik bis zu assistierter Reproduktion ist vieles inzwischen technisch möglich. Rechtliche Regelungen halten kaum Schritt. Was in Deutschland rechtlich nicht erlaubt ist, wird im Zuge von „Ausweichrouten der Reproduktion“ womöglich woanders eingekauft. So setzen sich auf subtile Weise Normen durch, wie der Nachwuchs beschaffen sein soll. Und alle machen mit? Soll die Freiheit der Fortpflanzung Grenzen haben und wenn ja, wer soll sie definieren?

Mit:

  • Prof. Dr. Kathrin Braun, Institut für Politikwissenschaften, Wien
  • Prof. Dr. Klaus Zerres, Deutsche Gesellschaft für Humangenetik, Institut für Humangenetik, Aachen
  • Sarah Diehl, Publizistin und Dokumentarfilmerin, Berlin
  • Dr. Sven Bergmann, Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin, Berlin
  • Corinna Rüffer, MdB, Sprecherin für Behindertenpolitik Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

Moderation: Ulrike Baureithel, Wochenzeitung der Freitag

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    Mit den öffentlichen Podiumsdiskussionen werden aktuelle politische Themen leichtgängig aufgegriffen und aus einer geschlechterpolitischen Perspektive erörtert.

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I hope

Die einen sehen einen riesigen medizinischen Fortschritt. Andere befürchten eine Gesellschaft, in der es Kinder mit angeborenen Behinderungen nicht mehr geben wird. Hm...Verstehe ich. ist es denn schlecht, wenn es keine unglückliche Eltern mit unglücklichen Eltern gäbe??? Dann würden keine Gammies geboren. Nur gesunde Kinder. Gesund heisst glücklich wie ein Leiter der Reproduktionsklinik Biotexcom meint.

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