Haters gonna hate – aber was werden wir tun?

Urheber: William Iven. Public Domain.

Hasskommentare sind in Deutschland ein Tatbestand des Strafrechts, auch im Internet. Trotzdem werden sie kaum geahndet. Allzu oft antworten Polizei oder Staatsanwaltschaft auf Anzeigen mit „Täter*innen nicht ermittelbar“. Betroffen sind diejenigen, die ohnehin Diskriminierungserfahrungen machen: Frauen* und/oder rassifizierte Menschen, Menschen mit Behinderung, jüdische Menschen, LGBTIQ…

Expertise, Vernetzung und Aufklärung - auch das Gunda-Werner-Institut setzt sich dafür ein, digitaler Gewalt wirkungsvoll etwas entgegenzusetzen und klarzustellen: das Internet ist kein rechtsfreier Raum! Uns ist es besonders wichtig, feministischen Stimmen zum Thema Netzpolitik Gehör zu verschaffen.

Bislang mangelt es an verlässlichen Daten zu Täter*innenprofil, den betroffenen Diskussionsteilnehmer*innen und den Auswirkungen auf das Verhalten im Netz. Das erschwert die Entwicklung effektiver Gegenstrategien.

Deshalb starten wir mehrere Umfragen mit dem Ziel genauer zu erfahren, wer, wie und warum von Digitaler Gewalt betroffen ist.

Hasskommentare auf Facebook

Auf Social Media Kanälen wie Facebook gehört Hass mittlerweile für manche zum guten Ton. Doch auch hier gibt es, zumindest in der Theorie, Möglichkeiten diesem Hass zu begegnen. Sei es mit dem von Facebook favorisierten Mittel der Counterspeech - Gegenrede oder mit der Beantragung der Löschung von Kommentaren, weil sie z.B. gegen bestehende Gesetze verstoßen. Wir möchten von Ihnen wissen, ob sie schon einmal versucht haben einen Kommentar bei Facebook zur Löschung vorzuschlagen und was dann passiert ist.

Teilnahme an Online-Diskussionen

Als erstes wollten wir wissen: Sind Hasskommentare für Sie ein Grund, aus Online-Diskussionen auszusteigen?

 

Die Umfragen führen wir in Kooperation dem Online-Meinungsforschungsinstitut Civey durch - in Echtzeit, für jede Nutzer*in zugänglich, mit repräsentativen Ergebnissen.

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Kommentare

Sehr geehrte/r Lesende/r,

Sehr geehrte/r Lesende/r,

eine meiner ggf. mitteilenswerten Erfahrungen bzgl. des Inhaltes der Fragestellung:
Es erstaunte mich der Umgangston in einem deutschsprachigen online-Austauschforum, zu welchem ausschließlich approbierte Behandelnde Zugang erhalten.
Das Phänomen durchzieht offenbar sehr viele Subgruppen der Gesellschaft. Es sind hierbei - meiner Beobachtung nach - unter vielen anderen Faktoren auch mehr oder weniger bewusste Formen des Modellernens am Wirken.
Mein - teils tatsächlich erfolgreicher - Ansatz ist es, mich dieses Mechanismus´ bedienend meine Beiträge inhaltlich konstruktiv sowie in der Form (dem "Ton") behutsam zu gestalten. Es kontaminierte einige... : )

Mit Dank für Ihr Wirken sowie freundlichen Grüßen,

Herrad Margarete Frey

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