Wir haben das erreicht!

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Portrait

Die Aktivistin Mayerlis Angarita setzt sich seit Jahren für die Landrückgabe an zwangsvertriebene Frauen in der kolumbianischen Region Montes de Maria ein. Dort gründete sie 2000 das Frauenkollektiv „Narrar para Vivir“ (Erzählen um zu leben). Als Sprecherin dieser Gruppe versucht Mayerlis Angarita, den Frauen eine Stimme zu geben und sie zugleich über ihre Rechte nach dem nationalen Gesetz für Opfer des bewaffneten Konflikts zu informieren. Außerdem unterstützte sie die Gründung einer Vereinigung von mehr als 10.000 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in der Region Montes de Maria, die Opfer von Zwangsenteignungen durch paramilitärische Gruppen wurden und seit vielen Jahren die Rückgabe ihrer Grundstücke einfordern.

Mayerlis Angarita Robles Mayerlis Angarita Robles. Urheber: María Libertad. Alle Rechte vorbehalten.

Von Víctor Castillo
 

Mayerlis Angarita Robles ist Anführerin der Opfergemeinschaft aus Montes der María, einer Region in der kolumbianischen Karibik, die insgesamt 15 Gemeinden in den Provinzen Sucre und Bolívar umfasst. Mayerlis ist Mitbegründerin und derzeit Direktorin der Organisation „Erzählen, um zu leben“, einem Frauenkollektiv, das sich aus weiblichen Kriegsopfern zusammensetzt. Mayerlis wurde in San Juan Nepomuceno geboren, einem kleinen Dorf mit ungefähr 30.000 Einwohnern, circa eineinhalb Stunden südöstlich von Cartagena de las Indias gelegen. Dort ist ihre Heimat, aber sie musste schon oft fliehen. Die Bedrohungen gegen sie waren zu eindeutig.

Seit ihrer Jugendzeit ist sie Aktivistin. Nachdem Paramilitärs ihre Mutter gewaltsam verschwinden ließen und ihre Familie daraufhin fliehen musste, schloss sie sich REDEPAZ an, dem nationalen Netzwerk von zivilgesellschaftlichen Friedensinitiativen gegen den Krieg. Im Jahr 2000 gründete Mayerlis gemeinsam mit Eleida Leiva und Katrín Martínez das Frauenkollektiv „Erzählen, um zu leben“. Durch die Erfahrung des Erzählens und die Weiterbildung in Workshops sollen die Frauen ihre Kriegserfahrungen verarbeiten, ihr Leben wieder in die Hand nehmen und zu Selbstversorgerinnen werden.

2015 stellte Mayerlis sich als Bürgermeisterkandidatin in San Juan Nepomuceno auf. In dieser Wahlkampagne stand sie lokalen Politikeliten gegenüber. Sie gewann dennoch Anhänger für sich. Doch am Vorabend der Wahlen wird ein Attentat auf sie verübt. Bereits das dritte in ihrem bis dato 35-jährigen Leben. Das mischte die Karten neu. Ihre Anhänger bekamen Angst, ihre Wahlkampagne wurde stigmatisiert. Sie konnte die Wahl nicht gewinnen.  Ihre Arbeit für und mit Frauen ist sehr risikoreich. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und klagt die Situation der Frauen öffentlich an. Dafür muss sie in Kauf nehmen, dass sie Tag und Nacht von drei bewaffneten Bodyguards begleitet wird und sich ausschließlich in einem gepanzerten Fahrzeug fortbewegen kann. Mayerlis ist Repräsentantin der Frauen, die zu Kriegsopfern wurden, und das auch im Genderberatungsgremium, das im Zuge der Umsetzung des Friedensabkommens zwischen der kolumbianischen Regierung und der FARC eingerichtet wurde.

Yarima de Jesús Sierra Peñarte, ein indigenes Mädchen aus dem Volk der Zenú, geboren und aufgewachsen in dem Dorf San Andrés de Sotavento in der Provinz Córdoba, in der Karibikregion Kolumbiens, macht sich eines Tages auf den Weg, um für ihre Mutter etwas zu besorgen. Sie ist 14 Jahre alt. Auf dem Weg trifft sie auf zwei bewaffnete und vermummte Männer - zwei Guerilleros, so wie sie später erfahren sollte. Sie bedrohen sie mit einer Pistole, überwältigen und vergewaltigen sie. Das Mädchen geht in die Schule. Sie möchte gerne einen höheren Schulabschluss erlangen und auf eine katholische Nonnenschule gehen. Später werfen ihr die Paramilitärs vor, dass sie mit einem Guerillero befreundet sei. „Aber er war gar kein Guerillero. Er war nur ein Mitschüler“. Sie sagen, sie sei die Frau dieses Guerilleros. „Aber ich war gar nicht seine Frau“. Die Paramilitärs sagen, dass sie gesehen haben, wie die Guerilla schmutzige Wäsche bei ihrer Mutter abgegeben hat. Sie lauern dem Mädchen auf, sie schlagen und foltern sie. 1993 bekommt sie ihre erste Tochter. Sie heißt María Alejandra. 1995 die zweite. Sie heißt Aida Marcela. 15 Jahre später kommt das Mädchen, jetzt eine Frau, zurück nach Montes de María, um dort zu leben. Eines Abends ist sie allein zu Haus. Alleine in dem Bauernhaus. Die Guerilleros brechen ein. Sie vergewaltigen sie. Zum zweiten Mal. Sie sagt kein Wort. Nicht zu ihrem Mann, nicht zu ihrer Mutter. Die Guerilleros haben gesagt, dass sie sie umbringen würden, wenn sie spräche. Sie ist schwanger. Ihr geht es schlecht. Sie kann kaum essen. Sie verliert das Kind. Sie arbeitet als Tagelöhnerin. Sie tut alles, um etwas Geld fürs Überleben zu verdienen.

In Montes de María hört sie zum ersten Mal von dem Kollektiv „Erzählen, um zu leben“ und trifft auf Mayerlis Angarita Robles. Genau wie Yarima erfahren weitere 840 Frauen aus Montes de María von „Erzählen, um zu leben“ und schließen sich dem Kollektiv an. Ihre vom Krieg zerstörten Leben fangen an, sich zu wandeln. Mayerlis erzählt über ihre Arbeit:

"Ich bin von Dorf zu Dorf gegangen und habe Frauen gesucht. Einige hatten Angst, weil wenn man hier eine Frau sucht dann eigentlich nur, um sie zu töten. Ich habe an Türen geklopft und mich vorgestellt: „Hallo, angenehm, ich bin Mayerlis. Wir wollen Frauen zusammenrufen, damit wir über das sprechen können, was uns passiert und darüber, wie wir zusammenarbeiten können“.    Wir haben uns in den Höfen unserer Häuser getroffen und gemeinsam eine riesige Portion Eintopf für alle gekocht. Das waren heimliche Treffen. Eigentlich galt ab 18 Uhr schon die Ausgangssperre, aber die bewaffneten Gruppen dachten, dass wir nur so „Frauenkram“ machen würden, und haben uns die Treffen erlaubt.  Wenn wir über das Thema Krieg gesprochen hätten, dann hätten sie uns sofort als Kollaborateurinnen verdächtigt. Wir mussten also erst einmal unseren Namen als Kollektiv besprechen. Sollten wir uns „Frauennetzwerk gegen patriarchale Strukturen“ nennen, oder „Netzwerk von Frauen, die zu Opfern gemacht wurden“? Eigentlich beides, aber wenn uns jemand fragte, dann sagten wir, dass wir ein Netzwerk von Frauen waren, die Hühnerställe bauten. „Erzählen, um zu leben“, unsere Organisation, entsteht also inmitten einer Spirale aus Gräueltaten. Sie entsteht aus unserem Bedürfnis zu erzählen, was uns widerfahren ist.  Wir wussten nicht, was Geschichtenerzählen bedeutet. Wir wussten nur, dass es uns helfen würde, das auszusprechen, was verboten war zu benennen. Das war unser Anfang. Heute erzählen wir nicht nur, heute bilden wir uns fort und stärken uns gegenseitig. Wir treten dem kolumbianischen Staat entgegen und fordern unsere Rechte ein. Wir machen Lobbyarbeit. Ich musste lernen, dass eigentlich alles politisch ist. Auch im Krieg wird alles auf politischer Ebene entschieden. Und da, wo die Entscheidungen getroffen werden, da muss man ansetzen, wenn man etwas verändern will. Auf einem Gipfeltreffen der Frauen habe ich die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet in Bogotá getroffen. Das war kurz nachdem das zweite Mal ein Attentat auf mich verübt wurde. Sie sagte zu mir: „Mayerlis, wenn du wirklich etwas verändern willst, dann musst du an die Macht. Wenn wir Frauen nicht an die Macht kommen, dann werden wir weiter unterdrückt werden“.

1989, viele Jahre, bevor Beatriz Suárez eine Führungspersönlichkeit bei „Erzählen, um zu leben“ werden sollte, stand die Geburt ihres ersten Sohnes Antonio bevor. Im Krankenhaus sagte ihr eine Frau: „Hoffentlich wird es ein Mädchen. Die Männer bringen sie hier alle um und das wird noch schlimmer werden“. Das war das erste Mal, dass Beatriz mit der Gewalt in Montes de María in Berührung kam. Zehn Jahre später hat sich die Gewalt in der Region etabliert. Die Hoffnung der Frauen auf ein ruhiges Leben war zerstört. Die Direktorin der Nichtregierungsorganisation Sisma Mujer erklärt: „Montes de María ist eine der Regionen, die vom bewaffneten Konflikt am stärksten betroffen ist, besonders in Bezug auf die Frauen. Gewalt gegen Frauen wurde hier disproportional angewendet. Gewalt gegen ihre Leben, ihre Körper, sexualisierte Gewalt in ihren multiplen Formen: Sexsklaverei, erzwungene Abtreibungen und vieles mehr. Das hat starke Spuren in den weiblichen Identitäten hinterlassen und die Stabilität und Lebenspläne der Frauen zerstört.“

Der Forschungsbericht „Frauen und Krieg“ des Nationalen Zentrums für Erinnerung (Centro Nacional de Memoria Histórica) beschreibt, dass zwischen 1997 und 2005 die AUC (Autodofensas Unidas de Colombia) – eine illegale Armee von Paramilitärs – die sogenannte „Route des Terrors“ als Teil ihrer territorialen Strategie in der Karibikregion etabliert habe. Kein Zufall, wie es der Bericht darlegt. Im Jahr 2000, einem der kriegerischsten Jahre, verübten die AUC 83 Massaker in der Karibikregion, 20 davon fanden in Montes de María statt. Ein Drittel der Opfer von Massakern, Folter und sexualisierter Gewalt in der Karibikregion sind Frauen. Nur 5 % der Fälle werden angeklagt, so der Bericht „Frauen und Krieg“. Er besagt auch, dass „viele weibliche Opfer einem bestimmten emblematischen Profil entsprachen. Sie waren wichtige Persönlichkeiten in ihren Dörfern“.

Es sind bzw. waren also Frauen wie Mayerlis Angarita Robles, die sagt:

Im Jahr 2000 hatten wir Angst zu sprechen, 2003 haben wir das Schweigen gebrochen und seit 2005 treten wir als Opfergemeinschaft auf. Als Frauen, die zu Kriegsopfern gemacht wurden, haben wir - dann nicht mehr anonym - Gerechtigkeit von den Paramilitärs eingefordert.

Bis 2013 wurden wir 36 Mal bedroht. Dann haben wir eine kollektive Entschädigung eingeklagt. Wir wurden als Guerilleras stigmatisiert, wir mussten uns verstecken, denn wir wurden zum militärischen Ziel erklärt. Sogar der Staat hat unser Kollektiv „Erzählen, um zu leben“ unter Verdacht gestellt. Da habe ich gelernt, mich unsichtbar zu bewegen, wie ein Fisch im Wasser. Mit meinen Gummistiefeln und meinem Rucksack habe ich eine Nacht hier, die andere dort geschlafen. 2012 fing ich an, Jura zu studieren. Mein Leben war etwas stabiler zu dem Zeitpunkt. Eines Morgens wurde in meinem Haus ein Attentat auf mich verübt. Mein Vater und meine Brüder mussten flüchten. Sie waren sauer auf mich. Ich bin dann nicht mehr in die Universität gegangen. Meine Familie wollte, dass ich zu Hause auf meine Kinder aufpasse und die Familie nicht noch mehr in Gefahr bringe.

Die Anhörungen in den Verfahren gegen Paramilitärs waren furchtbar. Die Angeklagten haben erst einmal gar nichts gesagt und dann nach zwei Stunden: „Ja, den haben wir ermordet, der war schließlich Guerillero“. Sie haben es gesagt, als ob sie einen Hund meinen würden. Oder sie haben ihre Reden auswendig runtergerattert, so wie der Kommandant Salvatore Mancuso.

Oder sie haben mit ihren Handys rumgespielt, um zu provozieren. Es war schrecklich, den Tätern gegenüberzustehen. Wir wurden nicht darauf vorbereitet. Wir hatten keine Unterstützung und wurden nicht begleitet. Wir hatten noch nicht einmal Geld, um uns Wasser zu kaufen, sind aber trotzdem zu den Anhörungen nach Barranquilla, Cartagena und Bogotá gereist. Praktisch haben sie uns Frauen dort wieder zu Opfern gemacht. Aber manche Frauen wollten den Tätern gegenübertreten. Die haben wir dann begleitet. Das Einzige, was die Prozesse von Justicia y Paz gebracht haben war, dass wir wahrgenommen wurden und die Menschen sehen konnten, dass es uns gab.

Mayerlis Angarita redet nicht drum herum. Sie sagt ganz klar, dass beim Demobilisierungsprozess der Paramilitärs diese nicht alle ihre Waffen übergeben haben. Sie sagt ganz klar, dass es heute den sogenannten Neoparamilitarismus gibt. Mayerlis Angarita fordert die Anerkennung der Opfer als Rechtssubjekte. Sie will kein Mitleid. Mayerlis Angarita verweist auf Korruption bei Wahlen. Sie fordert freie Wahlen und verurteilt diejenigen, die sich mit läppischen 15 Dollar bestechen lassen.

Mayerlis Angarita spricht laut und voller Überzeugung. Ihre Reden strotzen vor Stärke. Sie hat viele Gegner. Gegner mit viel Macht und Einfluss, aber das bringt sie nicht zum Schweigen. Sandra Sánchez, Historikerin und Spezialistin in Genderfragen erklärt: „Mit dieser Mischung aus Stärke und Leidenschaft bricht sie traditionelle Verhaltensregeln. Nicht nur weil sie eine Frau ist, sondern weil sie in einer Gesellschaft spricht, die eine ganz bestimmte Vorstellung davon hat, wie eine Frau zu sein hat. Aber sie beugt sich dieser Vorstellung nicht. Sie bleibt ihrem Charakter treu und zeigt anderen Frauen so, wie man Dinge angehen kann, wie man sich selbst verwirklichen kann. Sie destabilisiert also bestehende Paradigmen“. Mit ihrer Art hat Mayerlis viele Frauen bei „Erzählen, um zu leben“ beeinflusst.

An dem Tag, an dem Yarima Sierra, das Zenú-Mädchen von damals, dazu aufgefordert wurde, eine Maske zu gestalten, brachen endlich die Tränen aus ihr heraus. Sie dekorierte die Maske mit Nägeln und stopfte ihren Mund mit Klebeband. An diesem Tag in San Juan Nepomuceno hat sie zum ersten Mal über ihre Vergewaltigung als Jugendliche gesprochen. 2013 haben Unbekannte erneut versucht, sie zu vergewaltigen. Diesmal hat sie sich an Mayerlis, an Eleida und an Katrin gewendet. Sie haben sie nach Barranquilla begleitet, wo sie den Vorfall zur Anzeige brachte. 2014, wahrscheinlich als Reaktion auf ihren Mut, wurde ihr Haus im Stadtviertel Villa Esperanza niedergebrannt. Sie baute es wieder auf. Mit den Frauen von „Erzählen um zu leben“ arbeitet sie immer noch zusammen:

„Ich habe dort meine Stärke entdeckt. Wir müssen erzählen, um zu leben. Wir werden nie vergessen, aber wenn wir sprechen, dann finden wir ein wenig Ruhe und Frieden. Wir arbeiten auch an Landwirtschaftsprojekten. Wir pflanzen Mais an, züchten Hühner und Gemüse und betreiben eine kleine Viehwirtschaft.“

Mayerlis sagt dazu:

Wie soll man in Workshops mit den Menschen über Frieden sprechen, wenn sie Hunger haben? Ohne Brot gibt es keinen Frieden. Der Frieden kann nicht existieren, wenn die Armut nicht bekämpft wird. Es ist nicht damit getan, dass die Guerilla sich demobilisiert hat und basta. Wir sagen hier auch manchmal: „Wir stapfen von Workshop zu Workshop, wie alte Autos schieben sie uns dort hin. Die Weiterbildung ist gut, aber wie kriegen wir das Essen für unsere Kinder zusammen?“. Es ist also wichtig, dass wir uns ökonomisch-wirtschaftlich weiterbilden. So kann man die Gewalt gegen Frauen stoppen. Wenn die Frau ihre monatlichen Binden kaufen kann und wenn sie dem Kind etwas zu essen geben kann, dann ist sie autonom und kann auch in der Familie mitentscheiden. Hier in San Juan machen wir also viele Workshops zum Thema kleinbäuerliche Landwirtschaftsprojekte und Handarbeit.

Seit wir „Erzählen, um zu leben“ gegründet haben, sind wir an der Friedensförderung beteiligt. Eigentlich schon vorher. Jede von uns bei sich in der Familie. Aber erst durch den Zusammenschluss, den kollektiven Aktivismus, sind wir richtig sichtbar geworden. Wir haben uns auch spirituell weiterentwickelt. Die Mayerlis von vor 18 Jahren und die von heute sind grundverschieden. Ich war sehr radikal. Wenn eine Straße besetzt werden musste, dann habe ich das gemacht. Bis ich gesagt habe: „Nein, ich halte keinen Steinschlag gegen meinen Kopf mehr aus“. Manchmal halte ich trotzdem inne und denke: „Das kann alles nicht so weitergehen. Wir Frauen müssen ernst genommen werden“.

Als die Friedensverhandlungen in Havanna losgingen, da war für uns klar, dass das nicht ohne das Mitwirken von Frauen passieren darf. Wenn wir schon jahrzehntelang als Kriegsbeute missbraucht wurden, dann müssen wir jetzt zu Protagonistinnen des Friedens gemacht werden. „Erzählen um zu leben“ ist eine von 18 Organisationen, die bei der Subkommission für Genderbelange mitgewirkt hat. Es ist das erste Mal, dass es eine solche Kommission gibt, die auch die Umsetzung der verhandelten Genderangelegenheiten kontrolliert. Ich bin die Repräsentantin von vier Millionen Frauen, die zu Opfern in diesem Krieg gemacht wurden. Das ist ein Erfolg für die Frauenbewegungen des Landes. Das hat uns weder die Regierung noch die Guerilla zugesprochen. Das haben wir erreicht. Wir waren das!  

Übersetzerin: Hanna Thiesing

 

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