Krisen bewältigen, bewaffnete Konflikte beenden

Krisen bewältigen, bewaffnete Konflikte beenden

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Creative Commons LizenzvertragDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz. Foto: Stephan Röhl

Zum 10. Jahrestag der UN-Resolution 1325

Aus Anlass des 10. Jahrestags der Verabschiedung der UN-Resolution 1325 „Frauen, Frieden und Sicherheit“ veranstaltete das Gunda-Werner-Institut (GWI) der Heinrich-Böll-Stiftung (hbs) in Kooperation mit dem deutschen Frauensicherheitsrat (FSR) und den 1000 Friedensfrauen weltweit eine internationale Konferenz. Damit sollten drei inhaltliche Ziele verfolgt werden. Im ersten Teil haben wir kritisch Bilanz über die Umsetzung der Resolution 1325 gezogen, und anhand einzelner Fallstudien bisherige Erfolge gewürdigt und Defizite offengelegt. Im zweiten Schwerpunkt der Konferenz konzentrierten wir uns auf Aspekte, die über die eigentlichen Kernthemen der Resolution hinausgehen. Dazu gehören die Rolle von Geschlechterdynamiken in Krisen und Konfliktsituationen, insbesondere die Problematik von militarisierter Männlichkeit und sexualisierter Gewalt, sowie die Nutzung von Frauen- und Menschenrechten als Legitimation für militärische Interventionspolitik. In einem dritten Teil haben wir gemeinsam mit politischen Entscheidungsträger_innen über konkrete politische Strategien diskutiert, um die Umsetzung der Resolution voranzutreiben und bisher unterbelichtete Themen auf die Agenda der internationalen Gemeinschaft zu setzen.

„Lessons Learned“ – Panels: Die Anwendung der UN-Resolution 1325 ff.

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Gitti Hentschel, Initiatorin der Konferenz 'Krisen bewältigen, bewaffnete Konflikte beenden - Friedenspolitische Strategien von Männern und Frauen', gibt einen Überblick über die Motivation, den Verlauf und die Ziele der Konferenz.

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Eröffnungsrede der internationalen Konferenz zum 10. Jahrestag der UN-Resolution 1325. "Dass Frauen und Männer unterschiedlich von Kriegen und Konflikten betroffen sind, ist unbestritten. Die zugeschriebenen Stereotype – Männer als Kämpfer, Frauen als Opfer – werden der komplexen Realität allerdings nicht gerecht." 

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Am 20. März 2003 begann der Krieg der US-Streitkräfte gegen den Irak. Fast zum selben Zeitpunkt, am 28. März 2003, konstituierte sich in Bonn der deutsche „Frauensicherheitsrat“. 

Logo FriedensFrauen Weltweit
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Die Organisation "FriedensFrauen Weltweit" stärkt und fördert die Beziehungen zwischen Frauen, die sich für Frieden einsetzen, unterstützt Frauen in ihrem Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden und macht ihre Arbeit sichtbar. Sie konzentriert sich dabei auf die Themenschwerpunkte Konflikttransformation, Frieden und Gerechtigkeit sowie Lebensgrundlagen und Umweltsicherheit.

Die Knesset in Israel
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Israel war das erste UN-Mitglied, das die Resolution 1325 in nationales Recht integriert und übersetzt hat. Leider nur weigert sich der israelische Beamtenapparat seit diesem freudigen Erfolgsmoment, das eigene Gesetz zu befolgen. Dieser Umstand ist als Indikator für drei grundlegende Dilemmata zu sehen, denen Israels Frauenorganisationen, Feministinnen und Friedensaktivistinnen ausgesetzt sind, wenn sie versuchen sich Gehör zu verschaffen und politische Prozesse zu beeinflussen.

Junge Frau mach sich Notizen rund um die UN-Resolution 1325.
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Im Sicherheitsbereich hat die Regierung von Liberia angefangen verschiedene Programme zur Unterstützung der Implementierung der UN Resolution 1325 zu starten. Wenn es auch noch schwierige Hindernisse zu überwinden gilt.

Lessons learned – Workshops/1325 weiter gedacht

UN Sicherheitsrat unterzeichnet 2009 die UN-Resolution 1888.
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Die Betrachtung des Problems, sexualisierter Kriegsgewalt erscheint - insbesondere in Bezug auf sexualisierte Gewalt gegen Männer und Jungen - in der Analyse der UN-Resolutionen 1325, 1820, 1888 in vielerlei Hinsicht noch nicht ausdifferenziert genug. Ein Plädoyer.

Teilnehmer_innen des Workshops: Kaukasus 1325 und die transnationale Zusammenarbeit der Zivilgesellschaft
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Das deutsch-kaukasische Friedensnetzwerk OMNIBUS 1325 veranstaltet seit 2006 Bildungskurse zu den Themen „Gender, Konflikt und Frieden“. Die Teilnehmer_innen aus mehr als zehn Regionen wollen Alternativen für gewaltfreie Wege der Konfliktlösung finden und aufzeigen sowie Verbündete vor Ort aber auch aus anderen Regionen kennen lernen.

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Was bedeutet die Aufnahme der Resolution 1325 in die vom Sicherheitsrat verabschiedete Resolution 1483 zum Irak für die irakischen Frauen? - Ein vorläufiges Fazit und daraus abzuleitende Forderungen der irakischen Menschenrechtsorgansisation "Iraqui Al-Amal".

 Mitglieder der British Coldstream Guards legen, wenn sie vor dem Buckingham Palace in Bärenfellmützen vorbeimarschieren, eine ganz andere Art der militärischen Männlichkeit an den Tag, als wenn sie in Afghanistan auf Patrouille sind
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Henri Myrttinen's Plädoyer für eine Verknüpfungen der drei Ebenen, der theoretischen, der politischen und der praktischen, in der Debatte um Gender, Männlichkeit und die Umsetzung der Resolution 1325.

Trotz der Rhetorik über Frauenrechte und die Stärkung der Frauen, die Frauenrechte sind als erstes in den Verhandlungen aufgegeben worden und politischem Geschacher und Machtspielen zum Opfer gefallen.
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Ist Geschlechterungleichheit legitimer Grund oder politischer Vorwand für militärische Interventionen? Welche Auswege gibt es aus dem Dilemma „Embedded Feminism“?  - Eine Analyse und Schlussfolgerungen.

zwei blaue helme auf einem brückengeländer
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Feministinnen haben das Patriarchat seit Jahrhunderten analysiert. Mary Wollstonecraft sagte schon 1790 „Männer haben sich die Welt als Ort des Regiments brutaler Macht eingerichtet“.

Visionen, Schlussfolgerungen, Perspektiven

Teilnehmer_innen der Konferenz zur UN-Resolution 1325. 2010 organisiert von Belgien während der  belgischen EU-Ratspräsidentschaft.
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Als kleines Geberland muss sich Belgien bei dem facettenreichen Thema Konfliktbearbeitung auf einige wenige Prioritäten konzentrieren, bei denen es auch tatsächlich etwas bewirken kann.

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Im Jahr 2030 einigen sich die Staaten der Welt darauf, ihre nationalen Armeen abzuschaffen. Stattdessen soll es zukünftig eine ständige UN-Truppe geben, die den Weltfrieden sichert. Der amerikanische UNO-Botschafter erntet minutenlange Ovationen und die UNO-Generalsekretärin würdigt die Konvention als "Meilenstein der Zivilisationsgeschichte".

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Nach dem ein Club aus angesehenen Nobelpreisträgerinnen, Ökonomen und Friedensfrauen mit ihrem Memorandum den politischen Durchbruch geschafft hat, ergreifen UN-Organisationen und -Mitgliedsstaaten umfassende Maßnahmen zu dessen Umsetzung. In der Folge sinken weltweit Hunger, Armut, Gewalt und Umweltkatastrophen.

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Weil jeder Index zeigte, dass die neoliberale Globalisierung Ungleichheit produzierte, entschied der globale Süden wieder nachhaltige und eigenständige Entwicklung zu fördern. Seither sind Mädchen nicht mehr vom Schulunterreicht ausgeschlossen, Minderheiten sind nicht mehr bedroht und vom Mindestlohn kann man leben.

Gitti Hentschel, Initiatorin der Konferenz 'Krisen bewältigen, bewaffnete Konflikte beenden - Friedenspolitische Strategien von Männern und Frauen', zieht eine erste Bilanz.

Video

Saal in der Heinrich-Böll-Stiftung. Teilnehmer_innen KonfeTeilnehmer_innen der Konferenz Krisen bewältigen, bewaffnete Konflikte beenden - Friedenspolitische Strategien von Männern und Frauenrenz

Videos aller Beiträge der internationalen Konferenz "Krisen bewältigen, bewaffnete Konflikte beenden - Friedenspolitische Strategien von Männern und Frauen".

UN-Resolutionen für eine geschlechtergerechte Sicherheitspolitik

Die Resolution 1325 des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen von 2000 weist einen Weg, wie Friedens- und Sicherheitspolitik geschlechtergerechter werden kann. Auch die weiteren Resolutionen des UN-Sicherheitsrats zu "Frauen, Frieden, Sicherheit", vor allem 1820, 1888 und 1889, sind hierfür wichtig. Insbesondere ächten sie nun ausdrücklich sexualisierte Kriegsgewalt. Das Gunda-Werner-Institut setzt sich besonders für ihre Umsetzung ein.

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Gut zu wissen

  • 57th Commission on the Status of Women
    Statement der Women’s International League for Peace and Freedom mehr»
  • UN-Resolution 1325:
    Übersicht Nationaler Aktionspläne - Ausführliche Liste Nationaler Aktionspläne (NAPs) aus 37 Ländern (englisch) mehr»
  • UN-Resolution 1325:
    Was beinhaltet sie? [» PDF] Eine Synopse des GWI gibt einen Überblick über den Stand der Umsetzung der Resolution in der EU mehr»
  • UN-Milleniumsziele
    Worum geht es dabei?  mehr»
  • Zur Transformation internationaler Politik aus feministischer Perspektive
    Entspricht die Resolution 1325 feministischen Konzeptionen von Sicherheit? Magisterarbeit von Nouria Ali-Tani, Hamburg 2006 [» PDF]
  • 1325 PeaceWomen
    Women's International League for Peace and Freedom mehr»
  • 1325 EU Partnership
    Die Initiative 1325 EU Partnership ist ein Forum für Entscheidungsträger_innen. Sie fördert Gender-Perspektiven und die Umsetzung von 1325 in der EU. UnterstützerInnen kommen u.a. von European Peacebuilding Liaison Office (EPLO), Swedish Armed Forces, Deutscher Bundeswehr, EPLO, Brüsseler Think-Tank Security & Defense Agenda (SDA), Geneva Centre for the Democratic Control of Armed Forces (DCAF) und International Security and Information Service Europe (ISIS). mehr»
  • The NGO Working Group on Women, Peace and Security (NGOWG)
    Adherence to SCR 1325 is a necessary tool for the prevention of armed conflict and for the inclusion of gender in the ongoing peace and security discourse taking place within the United Nations and the international community.  mehr»