Transitional Justice

Themenschwerpunkt: Transitional Justice

Alle sollten vor dem Gesetz gleich sein, Graffiti, Kapstadt SüdafrikaAlle sollten vor dem Gesetz gleich sein, Graffiti, Kapstadt Südafrika — Urheber/in: Kerimcan Akduman@Flickr. CC-BY-NC-SA 2.0

Seit einigen Jahren haben sogenannte «Transitional Justice»-Ansätze zur Aufarbeitung der konflikthaften Vergangenheit von Gesellschaften verstärkt an Bedeutung gewonnen. Sie werden vielfach gerade auch bei Friedensforscher_innen und Politiker_innen als Mittel der Friedenssicherung hervorgehoben. Zu dieser «Übergangsjustiz» gehören nicht nur nach Verständnis westlicher Demokratien angelegte juristische Verfahren, wie internationale und nationale Kriegstribunale, sondern eine Palette unterschiedlicher Instrumente und Mechanismen, wesentlich Wahrheits- und Versöhnungskommissionen, Reparationszahlungen für die Überlebenden von Kriegsverbrechen, Rehabilitationsprogramme und symbolische Wiedergutmachungen, aber auch die Reform der staatlichen Institutionen Polizei, Militär und der Rechtsprechung.

Der Internationale Strafgerichtshof

Frauen an die Friedenstische – sexualisierte Kriegsgewalt bekämpfen

Frauen müssen an die Verhandlungstische und mitentscheiden über Strategien für Konfliktlösungen bzw. bei der Prävention von Konflikten. Gloria Atiba-Davies vom Internationalen Strafgerichtshof, Joumana Seif vom Syrian Women's Network aus Berlin und Ala Ali von der Iraqi al-Amal Association diskutierten.

Von Claire Horst

Auf einem Auge blind? 10 Jahre Internationaler Strafgerichtshof

Dr. Monika Hauser über die Erfahrung von Gerechtigkeit, Straflosigkeit, Strafverfolgungs-Strategien sowie ein allgemeiner und konkreter Rückblick auf die Arbeit des Internationalen Strafgerichtshofs anlässlich des 10. Jubiläums am 1. Juli 2012.

Von Monika Hauser

Sondergericht für Sierra Leone

Fachgespräch

Transitional Justice – ein Weg gegen sexualisierte Kriegsgewalt?

In den letzten Jahren haben Transitional Justice Konzepte im Zusammenhang mit der Aufarbeitung der konfliktreichen Vergangenheit von Gesellschaften an Bedeutung gewonnen. Umstritten ist, wie weit notwendig dazu gehört, die vergangenen Verbrechen aufzudecken, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, um so den Opfern Genugtuung widerfahren zu lassen und ihre Würde wieder her zu stellen.

Gewaltförmige Konflikte und Konfliktprävention

Gewaltförmige Konflikte und Kriege haben vielfältige Hintergründe. Bei der Ursachenanalyse wird aber ein wesentlicher Faktor meist außer Acht gelassen - die geschlechterpolitische Dynamik. Der Blick auf die Machtverhältnisse zwischen Frauen und Männern ist jedoch ebenfalls wichtig, um zu verstehen, wie Krisen und Kriegen entstehen, wie sie verhindert werden können und ein nachhaltiger Frieden erreicht werden kann. Frieden ist mehr als nur Abwesenheit von Krieg. Eine geschlechtergerechte und gewaltfreie Gesellschaft ist nicht durch Militär zu verwirklichen, sondern durch zivilgesellschaftliche Formen der Konfliktregulierung, vor allem durch Prävention. Dabei spielt die Geschlechterfrage eine wichtige Rolle.

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