Männerleiber - Körperlichkeit zwischen Sein und Tun

Männerleiber - Körperlichkeit zwischen Sein und Tun

Männerleiber. Foto: mangpages@filckr. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Der männliche Körper ist ein Politikum. Der Körper ist Gegenstand vergeschlechtlichter und vergeschlechtlichender Körperpolitik und Körperpraxis. Wie sehr das Körperliche von Geschlechterpolitik berührt ist, verdeutlicht der feministische Kampf für die Abschaffung des Straftatbestandes beim Schwangerschaftsabbruch. Ein Kampf, der in Deutschland so lange geführt wird, wie es Deutschland gibt, seit 1871 (und der schon 1972 in der DDR erfolgreich abgeschlossen worden ist). Der Zusammenhang von Körper und Geschlecht ist bereits eingehend diskutiert, allerdings vorrangig mit Blick auf den Frauenkörper.

Die Fachtagung verfolgte drei Fragerichtungen:

  • Was macht einen Körper zu einem männlichen Körper?
  • Was machen Männer und Jungen mit ihren Körpern – vielleicht auch und gerade, um besonders männlich zu sein?
  • Was machen Staat und Gesellschaft mit den Körpern von Männern?

Körper und Geschlecht

Körper und Geschlecht sind in unserer Kultur auf vielfältige Weise verknüpft. Was ist Natur? Was ist Kultur? Durch das Aufbrechen scheinbar biologisch gegebener Körper- und Geschlechterbilder können an der Schnittstelle «Körper» gesellschaftliche Ansprüche und individuelle Praktiken sichtbar gemacht werden, die über die Entstehung und Etablierung von Geschlechterordnungen Auskunft geben.

Von Prof. Dr. Anke Abraham

Bericht: Fachtagung „Männerleiber- Körperlichkeit zwischen Sein und Tun“

„Man wird nicht als Frau geboren, man wird es“, lautet das bekannte Zitat von Simone de Beauvoir. Das Forum Männer und das Gunda-Werner-Institut drehten den Spieß um und boten im Rahmen der Fachkonferenz „Männerleiber- Körperlichkeit zwischen Sein und Tun“ am Samstag, den 05. November auch dem Diskurs um die Konstruktion des männlichen Körpers einen Raum.

Von Marie Friese

Körperreise - Selbsterfahrungs-Workshop

Der Raum ist mit Matten ausgelegt. Der erste Teilnehmer (Mitte 30) betritt den Raum. Frage: „Was machen Sie denn mit uns? Ich will auch reden. Bitte sagen Sie mir bitte, in welchem Verhältnis steht das Reden zur Körperreise? „70/30, 70 % Reden und 30% Körperreise." „Na gut, dann werde ich bleiben.“

Von Jens Gerdes

Jungen und Körperkonzepte: vom Ritzen über Koma-Saufen bis zur Selbsttötung

Es geht um gestörte Körperkonzepte von Jungen. Jungen kommen auf die Idee, sich selbst körperlich zu verletzen – Symptome für seelische, körperliche und soziale Belastungen und Verletzungen? Die Forschungslage und die Literatur hierzu sind ebenso desolat wie die Beratungspraxen für die Jungen.

Von Prof. Dr. Harry Friebel

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GENDER KICKS 2011

Zur Fußball-WM der Frauen waren wir mit am Ball und erkundeten die Fußballkultur der teilnehmenden Länder: Was kosten Eintritt und Stadion-Wurst? Wie viele Fans gibt es in Rio, Abuja und London? Wer hat das Zeug zur Torschützenkönigin? Gleichzeitig schauten wir auch über den Stadionrand hinaus und fragen: Wo birgt der Fußball Potenzial für gesellschaftliche Veränderungen? Wie wird Fußball für Frauen ein Emanzipationskick? Wir gingen auf Tour in die WM-Austragungsorte und luden ein in die Böll-Arena.

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Bilder der Fachtagung: Männerleiber - Körperlichkeit zwischen Sein und Tun