Rechtspopulismus: Politik unter Druck

Rechtspopulismus: Politik unter Druck

Rechtspopulismus und Antifeminismus passen gut zusammen. Die AfD macht Frauenverachtung salonfähig und setzt die anderen Parteien unter Druck. Zeit für neue feministische Bündnisse.

Rechtspopulismus geht Hand in Hand mit Antifeminismus

"When they go low, we go high“ – gegen den Antifeminismus der AfD, auch im Bundestag

Im derzeitigen Bundestag gibt es keine politische Mehrheit für eine progressive Frauen- und Geschlechterpolitik. Denn neben der AfD sprechen sich auch FDP und Union entschieden gegen (gesetzgeberische) Maßnahmen aus, um Gleichstellung aktiv zu befördern. Für Grüne gilt daher mehr denn je, weiter für Gleichstellung zu kämpfen – im Parlament und in der Gesellschaft.

Von Katja Dörner
Ein Frauenland zu retten, kann in Reaktion auf die Entscheidung des Landes nichts Anderes bedeuten, als sich die Definition von Feminismus, Chancengleichheit und Frauenförderung nicht von rechts aus den Händen nehmen zu lassen.
Katrin Köppert

Argumente

„Gender raus!“

Angriffe gegen Feminismus, Gleichstellungspolitik, sexuelle Selbstbestimmung und Geschlechterforschung haben stark zugenommen. Das vorliegende Dossier gibt Anregungen, wie Behauptungen richtiggestellt werden können.

Antifeministische Position:
„Die Gender-Ideologie will unsere Kinder in ihrer sexuellen Identität verunsichern und frühsexualisieren oder sogar homosexualisieren.“

Gegenargument:
Gender, Gender Mainstreaming und Sexualerziehung werden oft in einen Topf geworfen. Sexualerziehung arbeitet zwar mit Gender-Konzepten; ihre Aufgabe ist aber nicht Gleichstellungspolitik, sondern kindgerecht und offen über Liebe, Gefühle, Sexualität, Geschlecht und über körperliche Entwicklung aufzuklären.

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Interview mit Barbara Unmüßig

"Wir müssen uns mit Macht- und Herrschaftsverhältnissen auseinandersetzen."--Barbara Unmüßig

Menschenwürde, Freiheit und Gleichheit - Respekt statt Vertikale des Hasses

Die neue schrille Tonlage der Gleichberechtigungsgegner ist eine Reaktion auf ihre marginalisierte Position. Denn die Politik des Respekts vor der Verschiedenheit und für eine Ordnung, die allen Menschen gleiche Würde, gleiche Rechte und gleiche Chancen garantiert, war hegemonial und auf lange Sicht eine Erfolgsgeschichte.

Von Volker Beck

Feminismus und Antifaschismus zusammen denken!

Die neue Sichtbarkeit antifeministischer Politiken durch alte und neue rechte Akteure wie die AfD fordert heraus. Feminismus und emanzipatorische Geschlechterpolitiken müssen wieder offensiv in breiten Bündnissen vertreten werden, um die Deutungshoheit nicht den Rechten zu überlassen.

Von Juliane Lang

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Dossier: Rassismus und Rechtspopulismus

Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen stellen wir in diesem Schwerpunkt unsere Projekte zu den Themen Rassismus, Rechtsextremismus und Rechtspopulismus auf Bundes- und Landesebene vor.