Zivilgesellschaftliche Initiativen geraten zunehmend unter Druck. Am 1. Juni 2026 wurden Finanzierungsmöglichkeiten einer feministischen Zivilgesellschaft im Webinar "Cash for Action" diskutiert. Hier finden Sie die Dokumentation der Veranstaltung.
Cash for Action: Finanzierung feministischer Zivilgesellschaft sichern - Heinrich-Böll-Stiftung
Die Zivilgesellschaft lebt von Engagement und Ehrenamt, aber ohne Geld geht’s auch nicht. Weltweit geraten derzeit Menschen und Organisationen unter Druck, die sich für soziale Gerechtigkeit sowie die Rechte von Frauen, queeren Menschen und anderen marginalisierten Gruppen einsetzen: durch Einschüchterung ebenso wie durch den Entzug finanzieller Mittel. Auch in Deutschland zeichnet sich im Zuge der Umstrukturierung des Förderprogramms „Demokratie Leben!“ und weiterer Kürzungen öffentlicher Mittel ab, dass die Handlungsspielräume progressiver und feministischer Zivilgesellschaft schrumpfen. Umso dringlicher ist die Frage, wie resiliente Förderung gelingen kann.
Im Rahmen unserer Veranstaltung am 1. Juni 2026 wurde ein Leitfaden vorgestellt, der feministische NGOs bei der Suche nach tragfähigen Finanzierungswegen unterstützten soll.
Danach wurde gemeinsam mit Geförderten und Fördernden darüber diskutiert, was Demokratieförderung – und insbesondere feministische Arbeit – unter den aktuellen Bedingungen braucht: verlässliche Förderstrukturen, ausreichende finanzielle Unterstützung sowie politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen, die zivilgesellschaftliches Engagement langfristig stärken.
Grußwort: Imme Scholz, Vorstand hbs
Gespräch mit:
- Karin Heisecke, Co-Autorin des Leitfadens
- Felix Dresewski, Kurt und Maria Dohle Stiftung
- Niki Drakos, Frauenkreise & Space2groW
- Ulle Schauws, Frauenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündis 90/Die Grünen
Moderation: Derya Binışık, Leitung Globale Einheit für Feminismus und Geschlechterdemokratie
Es handelte sich um eine gemeinsame Veranstaltung der Global Unit for Feminism and Gender Democracy, dem Gunda-Werner-Institut und dem Referat Demokratie der Heinrich-Böll-Stiftung.