gender geblickt - queer-feministische ein–, aus– und durchblicke

Dossier: gender geblickt

Lady MoustacheLady Moustache. Foto: Rosalyn Davis. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Queer, feministisch und stolz darauf" - so präsentiert sich die AG Gender des Studienwerks der Heinrich-Böll-Stiftung. Im vorliegenden Dossier wählen die Stipendiat_innen sehr unterschiedliche Herangehensweisen, um zu hinterfragen, wie Geschlecht in unserer Gesellschaft - und in anderen Gesellschaften hergestellt wird, bzw. wie Geschlecht mit anderen Kategorien, wie Klasse, Ethnizität und Sexualität, interdependent verbunden ist.

Der Einstieg in den Gender-Ausstieg? Durchblicke

Queer, feministisch und stolz darauf – selbst innerhalb der Heinrich-Böll-Stiftung nicht unbedingt eine Position, die frau_mann ohne weiteres vertreten kann. Auf Veranstaltungen werden wiederholt Stimmen laut, die eine angebliche Allgegenwärtigkeit des Themas Feminismus innerhalb der Stiftung wie bei den Grünen kritisieren, und in Frage stellen, dass es in dem Bereich - zumindest in „progressiven Kreisen“ - noch etwas zu erreichen gäbe.

Von AG Gender+ Feminismus im Studienwerk der Heinrich-Böll-Stiftung

Lesben-Geschichte-Frauen-Bewegung

Am 13. September 1968 begann in Westdeutschland die Neue Frauenbewegung. Initiiert wurde die Herausbildung der Frauenbewegung durch gezielte Würfe einiger Suppentomaten. Als alternative Datierung für die feministische Geburtsstunde kursiert der 6. Juni 1971. Die spektakuläre Aktion „Wir haben abgetrieben!“ setzt mit Blick auf das Prinzip der Selbstorganisation (von und für Frauen) den Auftakt der Frauenbewegung auf diese Chronologie. 

Von Ilona Scheidle

Das Schweigen der Männer - viel Lärm um nichts.

„Das Schweigen der Männer ist symptomatisch für das Verhältnis zwischen Mann und Frau“. „Männer scheinen derzeit eher von Schuldgefühlen geplagt“. „Es geht um Fragen der Beziehungen, der Lebensstile und die Frage der Generationen“. Dieser starke Tobak von Eckhard Kuhla, Vorsitzender von Agens e.V., eröffnete am 27. Juni 2011 die Diskussionsveranstaltung „Mann Frau - wie soll’s weiter gehen?“.

Von Arn Sauer

Aber natürlich! Frauen, Männer und "die ganze Wahrheit"

Ihren Buchtiteln zufolge können Frauen nicht einparken, träumen von der Liebe und kaufen ständig Schuhe, während Männer beim Zuhören versagen, immer Sex wollen und lügen. Passend zum Weihnachtsfest beantworten sie sogar die drängende Frage „[w]arum Männer sich Socken wünschen und Frauen alles umtauschen“. Allan und Barbara Pease wissen Bescheid und versprechen ihren Leser_innen „die ganze Wahrheit“ über Männer und Frauen. 

Von Sarah Schulte

Genderqueere Identitätsentwürfe in den antillischen Gegenwartliteraturen: Travestie und Cross-Dressing als postkoloniale Genderpositionierungen

Antillische Gegenwartsliteraturen werden seit mehreren Jahren verstärkt von einer globalen Leserschaft rezipiert. Jene Texte bieten einen facettenreichen Raum zur kritischen Auseinandersetzung mit postkolonialen Identitätsaushandlungen. Diese Eigenschaft ist eng mit den kolonialen Geschichten der tropischen Inselregion verbunden.

Von Martina Urioste-Buschmann

Doi Moi und Geschlechterwandel in Vietnam: Eine einleitende Auseinandersetzung mit der Fotoarbeit Doi Moi von Moritz Unger unter Berücksichtigung der Kategorie Geschlecht

Seit der Kolonialzeit, den Dekolonisierungskämpfen, den verschiedenen Besetzungen und den sich verändernden ökonomischen Ausrichtungen ist Vietnam permanentem gesellschaftlichen Wandel und kulturellen Diskontinuitäten ausgesetzt. Heinz Schütte kommt in Hanoi, eine nachsozialistische Moderne, gar zu dem Schluss, dass zumindest Hanoi „im Laufe des 20. und in den ersten zehn Jahren des 21. Jahrhunderts mehr Wandel als Kontinuität erlebt“ habe. 

Von Kristoff Kerl

Doi Moi. Fotoarbeit, Berichte und Erläuterungen

Der Himmel ist grau, das Taxi rast, sich dauerhupend an Mopeds vorbeischlängelnd, auf dem Flughafenzubringer gen Airport Noi Bai. Wer hupt, hat Vorfahrt; wer größer ist, nimmt Rücksicht – außer den Bussen: Grundregeln einer Art organisierten Anarchie im Straßenverkehr Hanois. Der Him­mel über Hanoi ist meist grau. Wochen­lang sieht man nicht die Sonne. 

Von Moritz Unger

AG Gender+ Feminismus im Studienwerk der Heinrich-Böll-Stiftung: "queer-feministische ein-, aus- und durchblicke. Gender geblickt"

Auf unserer international aufgespannten Landkarte der Auseinandersetzung mit den verschiedensten queer-feministischen Anliegen tragen Fotografie und Lyrik ihre ganz speziellen Sichtweisen bei – welche Geschlechter und Feminismen gibt es, wo - und wenn ja wie viele? Hat „der Feminismus“ eventuell sieben Leben wie eine Katze – plus eins, plus eins, …? Wir denken: ja! Deswegen dieses Journal.

Von AG Gender+ Feminismus im Studienwerk der Heinrich-Böll-Stiftung

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GENDER KICKS 2011

Zur Fußball-WM der Frauen waren wir mit am Ball und erkundeten die Fußballkultur der teilnehmenden Länder: Was kosten Eintritt und Stadion-Wurst? Wie viele Fans gibt es in Rio, Abuja und London? Wer hat das Zeug zur Torschützenkönigin? Gleichzeitig schauten wir auch über den Stadionrand hinaus und fragen: Wo birgt der Fußball Potenzial für gesellschaftliche Veränderungen? Wie wird Fußball für Frauen ein Emanzipationskick? Wir gingen auf Tour in die WM-Austragungsorte und luden ein in die Böll-Arena.

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