Christina Thürmer-Rohr

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Thürmer-Rohr am Flügel
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Tina Thürmer-Rohr wurde 80, und das Gunda-Werner-Institut richtet ihr zusammen mit feministische studien ein Fest aus. Dem „Geburtstagsmuffel“, wie Thürmer-Rohr sich selbst bezeichnet. Aber dann ist sie doch sehr vergnügt mit dem, was Weggefährtinnen und Nachgeborene da aus ihren Texten zutage fördern.

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Die eröffnende Frage an Christina Thürmer-Rohr lautete "Sollten wir die Kategorie der Feindschaft wieder anwenden?" - das Gespräch endete mit dem Gedanken, "Die Freundschaft zur Welt nicht verlernen". In einem gleichnamigen Sammelband zu Thürmer-Rohrs 80. Geburtstag rufen feministische Autor*innen zentrale Ideen und Begriffe feministischer Debatten wieder ins Gedächtnis.

Zum 80. Geburtstag der feministischen Autorin, Theoretikerin und Musikerin Christina Thürmer-Rohr erscheint die Publikation "Die Freundschaft zur Welt nicht verlernen" vom Gunda-Werner-Institut und Sabine Hark.

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Sie, gefühlte zwei Kopf größer als ich, musterte mich. Ich gehörte augenscheinlich nicht zur Szene gestandener, prominenter Westber­liner Feministinnen, die sich alle kannten oder zumindest einmal gekannt hatten. Eher in die Preisklasse ihrer Studentinnen.

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Nachdem ich die meisten Texte von Christina Thürmer-Rohr gelesen hatte, speziell die feministischen Vagabundinnen-Essays, sitze ich ihr dann doch wie ein leeres Blatt gegenüber und reflektiere ihre Gegenwart, ihre Präsenz – beobachte konzentriert, wie sie formuliert, sich erin­nert, innehält, sucht, sich äußert, ergänzt, Gedankengebäude baut, die in ihrem Gesicht, in ihrem Körperausdruck sichtbar werden. Ist das Denken – was ich da sehe?

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Von Anfang an war es der Name Christina Thürmer-Rohr, der mich elektrisierte -was ich für mich und meine politische Arbeit aus der These von der « Mittäterschaft » von Frauen von Christina Thürmer-Rohr abgeleitet habe? Im Nachhinein bestehen vor allem zwei Grund-Erkenntnisse, die meine gesamte politische Arbeit durchzogen haben und durchziehen.

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Christina Thürmer-Rohr, die Philosophin, die Feministin hat mich inspiriert. Ich vermisse unsere Streitigkeiten, die mich intellektuell nicht stagnieren ließen.

Meisterin der Freundschaft
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Wie mit der These der Mittäterschaft von Frauen bleibt Christina Thürmer-Rohr eine herausfordernde Theoretikerin zugunsten des Blickes auf die Anderen, in dem sie hier einen Begriff verwendet, der bei so manchen, wie sie selbst formuliert, Gereiztheit evoziert.

Die Vorausdenkerin
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Der 80. Geburtstag einer Kollegin, die mich – und viele andere auch – mit ihrem Denken und Sprechen, mit ihrem Musizieren und Experimentieren in Bann zieht sowie mit ihrem unabhängigen kritischen Reflektieren und ihren provokanten Visi­onen immer wieder aufs Neue anspricht und bewegt. Für sie gilt der Satz: Sie steckt an mit Leben, mit Lebendig-Sein, mit tätigem Leben verhalten und unaufgeregt.

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