Übersicht Netzwerk-Tagung Haltung zeigen – Antifeminismus solidarisch begegnen

Haltung zeigen – Antifeminismus solidarisch begegnen

Wissen updaten - Erfahrungen austauschen – Strategien weiterentwickeln

 

Netzwerk-Tagung am 21./22.November 2019 in Düsseldorf (Veranstaltungsort: factory Campus)

Das gesellschaftspolitische Klima ist rauer geworden. Antifeministische und rechtspopulistische Zumutungen begegnen uns überall: im beruflichen Umfeld, bei (gesellschafts)politischem Engagement, im privaten Alltag oder im Internet. Egal wo - ob in der Sozialen Arbeit oder in pädagogischen Handlungsfeldern wie Kita, Schule, Erwachsenenbildung, ob in Wissenschaft und Forschung oder kommunaler Gleichstellungsarbeit, ob bei ehrenamtlicher Arbeit mit Geflüchteten, in der Kirchengemeinde oder bei gewerkschaftlicher Arbeit in und außerhalb des Betriebs: wenn wir Haltung zeigen wollen gegen antifeministische Abwertungen und Angriffe, wenn wir eintreten wollen für eine offene, feministische und liberale Gesellschaft, dann brauchen wir nicht nur Mut, sondern auch handlungsrelevantes Wissen, praktikable Strategien und Fähigkeiten diese umzusetzen – am besten solidarisch mit Gleichgesinnten.

Die Netzwerktagung „Haltung zeigen“ bietet gleichstellungspolitischen und feministischen Akteur*innen und Multiplikator*innen die Möglichkeit, einen Einblick in den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung zu Antifeminismus zu bekommen. Sie gibt Raum, Erfahrungen im Umgang mit antifeministischen Angriffen in der eigenen beruflichen, ehrenamtlichen, politischen oder NGO-Praxis mit Menschen aus verschiedenen Kontexten zu reflektieren und sich darüber auszutauschen. Es werden gemeinsam Strategien im Umgang mit Antifeminismus ausgewertet und weiterentwickelt. Die Beiträge und Impulse beziehen nach Möglichkeit intersektionale Perspektiven und Ansätze ein, insbesondere die Verquickung von Sexismus und (antimuslimischem) Rassismus.

Die Tagung richtet sich an

  • Akteur*innen aus gleichstellungspolitischer und feministischer Praxis,
  • Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsbeauftragte aus Kommunen, Bund, Land, Universitäten
  • Lehrende und Lernende aus Gender Studies, Geschlechterforschung
  • in pädagogischen Arbeitsfeldern Aktive, Lehrer*innen, Bildungsarbeiter*innen
  • Aktive aus Politik und Zivilgesellschaft

Tagungssprache:
Simultanübersetzung deutsch/englisch

Veranstaltungsort:
Factory Campus, Erkrather Straße 401, 40231 Düsseldorf

Hinweis zur Anmeldung (>> Jetzt hier anmelden <<):

Bitte geben Sie in der Bemerkungszeile an bei welcher Organisation/Institution Sie aktiv sind, arbeiten, studieren.

Bitten geben Sie ebenfalls gesondert in der Bemerkungszeile ein, ob Sie an einem der beiden Workshops "Argumentationstraining gegen antifeministische Äußerungen" teilnehmen möchten und ob am Donnerstag oder Freitag. Hier stehen nur jeweils 18 Plätze zur Verfügung.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die extrem rechten Parteien oder Organisationen angehören, der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch sexistische, rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Kurzübersicht

Do 21. November 2019

10.00-18.00

I. Begrüßung, Grußworte, Einführung

II. Feminismus in Krisenzeiten – was heißt Solidarität?

III. Angriff auf die Demokratie? Antifeminismus in Deutschland und Europa.

IV. Angriff auf die Demokratie? –Erfahrungsaustausch zu Antifeminismus

V. Ursachenforschung 1: Wie begünstigen Rechtspopulismus und Autoritarismus antifeministische Einstellungen / Haltungen?

VI. Wider den Hass, feministisch und solidarisch - Poetry Slam mit Ella Anschein

+ Schnupperworkshop: „Haltung zeigen – Argumentieren gegen antifeministische Äußerungen“

Fr 22. November

10-17.30

VII. Ursachenforschung 2: Wie wirken sich Männlichkeitskonstruktionen auf antifeministische Einstellungen / Haltungen aus?

VIII. Ursachenforschung 3: Welche Rolle spielen soziale Fragen für antifeministische Einstellungen / Haltungen?

IX. Gemeinsam gegen Antifeminismus: Netzwerk-Marktplatz

X. Gegenstrategien: Wie können wir antifeministischen Strategien und Diskursen begegnen? (parallele Panels bzw. Workshops)

XI. Still Loving Feminismus – feministische Bildungs- und Bündnisarbeit intersektional gedacht

+ Schnupperworkshop: „Haltung zeigen – Argumentieren gegen antifeministische Äußerungen“

Referent*innen

Laura Chlebos

Soziologin, wissenschaftl. MA am Marie Jahoda Center for International Gender Studies (Ruhr-Universität Bochum), Gründerin des Blogkollektivs "Feminismus im Pott"

Neil Datta

European Parliamentary Forum on Sexual and Reproductive Rights

Kathalena Essers

Sozialwissenschaftlerin, Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Regierungsbezirk Münster

Torsten Nagel

Regionale Beratung gegen Rechtsextremismus des AWO Landesverbandes Schleswig-Holstein e.V.

Judith Rahner

Leiterin der Fachstelle Gender, GMF und Rechtsextremismus bei der Amadeu Antonio Stiftung

Iven Saadi

Politikwissenschaftler, Kommunikations- und Verhaltenstrainer

Dr. Dag Schölper

Geschäftsführer des Bundesforum Männer – Interessenverband für Jungen, Männer & Väter e. V.

Rachel Spicker

Mitarbeiterin der Fachstelle Gender, GMF und Rechtsextremismus der Amadeu Antonio Stiftung

Gabrielle Stöcker

Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, u.a. psychosoziale, systemische Beraterin bei pro familia (Köln-Zentrum), Mitbegründerin des Kölner Netzwerks für Schwangerschaft und Psyche JUNO

Nicola Tofaute

Sozialwissenschaftlerin, Leitungsteam der FUMA Fachstelle Gender & Diversität NRW
Stand 11.10.2019