Peking+20 - Frauen in Macht- und Entscheidungspositionen

Nationalkongress in La Paz. Bolivien ist, nach Ruanda, das Land mit dem höchsten Frauenanteil im Parlament.

Die Aktionsplattform in Peking forderte einen gleichberechtigten Zugang und die volle Beteili-gung von Frauen an Machtstrukturen und Entscheidungsprozessen.

Seitdem sind kleine Fortschritte zu verzeichnen, wie die Einführung einer Frauenquote in einigen Ländern oder sogar Frauen an der Spitze von Regierungen. Dennoch sind Frauen in Macht-und Entscheidungspositionen weiterhin deutlich unterrepräsentiert. Strukturelle Diskriminierung führt dazu, dass sie nur einen sehr geringen Anteil unter den Entscheidungsträgern in Wirtschaft, Politik und fast allen gesellschaftlichen Bereichen (Medien, Hochschulen, Kultur, Sport usw.) ausmachen. Sozialisation, negative Rollenbilder, Stereotype und für Frauen unzugängliche Netzwerke verstärken die Tendenz, Männern auch weiterhin die Entscheidungsfindung zu überlassen. Der Fall Deutschland zeigte eines deutlich: Vorschläge, Forderungen, freiwillige Selbstverpflich-tungen – nichts half in der Vergangenheit, den Frauenanteil in Führungspositionen zu vergrö-ßern. Im Gegenteil, hier hat sich der Anteil von Frauen an Vorstandsposten der DAX-30-Unternehmen noch verringert. Dennoch wurde die Frauenquote in Deutschland in der Wirtschaft und im öffentlichen Dienst debattiert, wie selten ein Gesetzesentwurf.

Auch 20 Jahre nach Peking bestehen noch immer starke Vorurteile und diskriminierende Prakti-ken, die Frauen den Weg in Macht-und Entscheidungspositionen erschweren.

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    1995 wurde die Aktionsplattform ins Leben gerufen. Ihre Erklärung
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