Frauen und die Medien

Peking+20 Frauen und die Medien

Journalismus-Workshop für Digitale Medien im Koinonia Gemeindezentrum, Paarl, Südafrika. Foto: KimNowacki@flickr. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Schon 1995 war klar, dass die Fortschritte der Informationstechnologie die Entstehung eines globalen Kommunikationsnetzes vorantreiben.  Das Potential für einen weit größeren Beitrag der Medien zur Förderung von Frauen ist in der Aktionsplattform deutlich formuliert. Die dort fixierten strategischen Ziele:

  • Stärkere Mitwirkung und angemessener Zugang von Frauen in Bezug auf Ausdrucksmöglichkeiten und Entscheidungsprozesse in und durch die Medien und neue Kommunikationstechnologien
  • Förderung der ausgewogenen und nichtstereotypen Darstellung von Frauen in den Medien

sind nur sehr eingeschränkt umgesetzt worden.

Heute sehen wir: Digitale Medien verändern zwar immer mehr die Art der sozialen Interaktion und der Selbstdarstellung in der virtuellen Welt, mit  einem weit reichenden Einfluss auf die Geschlechterbilder und Identitäten.  Doch die neuen Möglichkeiten haben nichts an den herrschenden patriarchalen Machtstrukturen verändert.

Frauen sind mittlerweile zwar stärker in den Medien präsent, haben aber, nur selten leitende Positionen und können Medienpolitik  nur eingeschränkt mitgestalten. Zudem kämpfen sie weiterhin mit sexualisierten und stereotypisierten Darstellungen innerhalb der traditionellen wie neuen digitalen Medien. Hinzu kommen neue Herausforderungen durch neue Ausgrenzungs- und Diskriminierungsformen in den digitalen Medien, die  vor 20 Jahren noch nicht absehbar waren.

Artikel

"Die kleinen Veränderungen sind die Mühe wert"

Journalistinnen in Mexiko sind weniger sichtbar als ihre männlichen Kollegen. Im Interview berichtet die Direktorin der feministischen Presseagentur CIMAC von harten Arbeitsbedingungen und Gewalt an Reporterinnen.

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„Unsere Rache ist es, glücklich zu sein.“

Ana ist eine lesbische Mutter, feministische Aktivistin und Bloggerin. Sie glaubt an die Macht des Internets, um Dinge sichtbar zu machen und Veränderungen anstoßen zu können. Seit einigen Jahren ist sie als Koordinatorin eines virtuellen Netzwerks aktiv und schreibt mit ihrer Partnerin einen gemeinsamen Blog.

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Regulierung gewaltvoller Online-Kommunikation

Kommunikative Gewalt hat erhebliche Auswirkungen auf queer-feministischen Netzaktivismus. In dem Artikel geht es um Hintergründe gewaltvoller, anti-feministischer und rassistischer Kommunikation und um Fragen der Regulierungsmöglichkeiten und -notwendigkeiten.

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Mitten ins Herz: Boulevard als feministische Chance

Boulevard ist weiblich, feministisch sogar – mutige Thesen wurden da beim 3. Medienlabor des Journalistinnenbundes rausgehauen. Alle waren sich einig: Vom Urgestein des Boulevard-Journalismus Eva Kohlrusch bis zur jüngsten in der Runde, Juliane Leopold, Chefin von BuzzFeed-Deutschland: Boulevard ist der Journalismus der Stunde.

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Krieg im Fokus der Medien

Wie berichten Medien über Krieg, Krisen und sexualisierte Kriegsgewalt? Welche Funktion haben sie? Was sollte die Berichterstattung beachten? Fragen, die das Gunda-Werner-Institut zusammen mit dem Journalistinnenbund zur Diskussion stellte. Beispielhaft wurden Ex-Jugoslawien und die Demokratische Republik Kongo analysiert.

Von Dr. Rita Schäfer

Gut zu Wissen

  • Progress of the World's Women 2015/2016: detailierter Bericht der UN Women zu den ökonomischen Barrieren für Frauen und Strategien zur Verbesserung der politischen Teilhabe von Frauen weltweit. mehr>>
  • Pekinger Aktionsplattform:
    1995 wurde die Aktionsplattform ins Leben gerufen. Ihre Erklärung
    [PDF] und die Aktionsplattform finden sich hier >>
    Überblick über die 12 Kernbereiche der Plattform hier>>
  • 59. Frauenrechtskommission: Gitti Hentschel, Leiterin des Gunda-Werner-Instituts Berichtet aus New York. mehr>>

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