Frauen und Umwelt

Peking+20 Frauen und Umwelt

Klimaaktivist_innen kämpfen für die Umsetzung der strategischen Ziele der Aktionsplattform. Das Motto lautet „System Change, not Climate Change“.. Foto: Kris Krug@flickr. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Der Klimawandel und dessen Bedeutung  ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit.  Die Aktionsplattform forderte schon vor 20 Jahren die aktive Einbeziehung der Frauen in umweltpolitische Entscheidungsprozesse, sowie die Einbeziehung geschlechtsspezifischer Perspektiven. Ein Grund:  Frauen und Männer sind unterschiedlich von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. So haben Frauen oft größere Probleme zu überwinden, die im Zuge des Klimawandels entstehen, sie leiden zum Beispiel mehr an Armut, und haben in vielen Ländern keinen Zugang zu Land, Immobilien und Bildung. Der Kampf, die strategischen Ziele der Aktionsplattform in diesem Bereich:

  • Aktive Einbeziehung von Frauen in den umweltpolitischen Entscheidungsprozess auf allen Ebenen
  • Einbeziehung geschlechtsbezogener Belange und Perspektiven in Politiken und Programme zur Verwirklichung einer bestandfähigen Entwicklung
  • Stärkung beziehungsweise Einführung von Mechanismen auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene zur Bewertung der Auswirkungen der Entwicklungs- und Umweltpolitik auf Frauen

 umzusetzen, dauert an.

Ein erster institutioneller Erfolg konnte 2012 bei der UN-Klimakonferenz in Doha erzielt werden. Gender muss nun als Tagesordnungspunkt auf jeder Agenda der Vertragsstaatenkonferenzen in Sachen Klimaschutz stehen.  Leider fehlt  aber  eine deutliche feministische Perspektive in den Verhandlungstexten der UN-Klimaprozesse. So bleibt es ein fortdauernder Kampf für Klimaaktivist_innen, die strategischen Ziele der Aktionsplattform ein- und zur Umsetzung zu bringen. Das Motto lautet „System Change, not Climate Change“.

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Extraktive Industrien und genderbasierte Gewalttaten hängen in vielen Ländern stark zusammen. Im Interview berichtet Andrea Torres, kolumbianische Menschenrechts- und Umweltanwältin, wie sie mit ihrer Organisation Tierra Digna Frauen im Kampf gegen sexualisierte Gewalt unterstützt.

Von Tmnit Zere

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