Feministischer Zwischenruf

Feministischer Zwischenruf

Foto: Sean Rogers. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Die Inhalte der Artikel spiegeln nicht zwangsläufig die Meinung des Gunda-Werner-Institutes in der Heinrich-Böll-Stiftung wieder.

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Sie reisen tausende Kilometer, um fern der Heimat schutzlose Frauen und Kinder zu missbrauchen. Die Öffentlichkeit schaut weg und Politiker bleiben tatenlos. Nein, diesmal geht es nicht um Menschen, die fliehen mussten.

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Nach Manchester wird der Dialog zwischen den Religionen beschwört. Doch wer Terrorist*innen auf die eine Glaubensidentität beschränkt, wird den Kampf gegen den Terror verlieren. Ein feministischer Zwischenruf.

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Kweek. Der queere Zwischenruf. Zum moralischen Zaudern: Feminismus soll kein Anlass mehr sein, beschämt zu sein.

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Stößt man ständig gegen die gläserne Decke, beginnen irgendwann die Kopfschmerzen. Viele Frauen kennen das: Endlich wird dir Akzeptanz in Aussicht gestellt. Doch: Wie lange ist lange genug? Ein feministsicher Zwischenruf.

Code
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Auf den letzten Metern der aktuellen Legislaturperiode legt Heiko Maas einen Gesetzesentwurf gegen „hate speech“ vor. Es trägt den ungelenken Namen Netzwerkdurchsetzungsgesetz – und geht an der Sache vorbei. Zumindest aus feministischer Perspektive.

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Am 3. März hat der zuständige CEDAW-Ausschuss seine "Concluding Observations"  zum Stand der Umsetzung der Gleichstellung vorgelegt. Ein Ergebnis: In Deutschland fehlt es immer noch an einer konsistenten und zukunftsweisenden Gleichstellungspolitik. Ein feministischer Zwischenruf.

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10.000 Menschen gehen am 8. März allein in Berlin auf die Straße. Aber keine Kamera sieht hin. Ein feministischer Zwischenruf über Othering.

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Blumen sind Symbole. Sie kommen nicht immer gut an, sind bisweilen deplatziert. Aber: Feminismus braucht Symbole, gerade heute. Es ist Zeit für Symbolpolitik! Kämpfen wir mit Symbolen und um Symbole.

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Women's March: Wenn Weiße Feministinnen „Justice“ rufen, meinen sie „Just US“! Ein nicht-WeiserSchwarzer, feministischer Zwischenruf.

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Zurück in die Zukunft bedeutet heute zum Beispiel an den Fernseher zurückzukehren, um der ersten Mondexpedition zuzuschauen. Aber welche Zukunft soll das sein, angesichts von Trump und einem rechtspopulistischen Europa. KWEEK der queere Zwischenruf.

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Popkultur verbindet. Mediale Ikonen der letzten Jahre werden Teil der aktuellen Pussy Power Resistance, findet Sookee in ihrem aktuellen feministischen Zwischenruf.

Gruppe junger Musliminnen
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Auch Europa hat seinen #MuslimBan. In immer stärkerem Ausmaß werden muslimische Frauen aus dem Berufsleben gedrängt. Doch anders als Trumps Einreiseverbote ist das Kopftuchverbot gesellschaftlich akzeptiert. Ein feministischer Zwischenruf.

Blick vom Deutzer Rheinufer auf die Hohenzollernbrücke, den Kölner Dom und das Museum Ludwig
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Welche Erzählungen braucht es, um aus vermeintlichen Krisen Chancen werden zu lassen? Ein feministischer Zwischenruf zur Dauerkrisenerzählung der Kölner Silvesternacht.

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Im Februar finden die ersten Kinderwunsch Tage in Berlin statt. Techniken und Möglichkeiten werden angepriesen, die hierzulande illegal sind. Doch anstatt sich mit weiteren Verbotsgedanken zu plagen, stünde eine ausgewogene Debatte zu der Vielzahl an Möglichkeiten der deutschen Politik sehr gut. Ein feministischer Zwischenruf.

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Die Emma wird 40 – und neben ihrer eingeschworenen Fangemeinde melden sich auch ihre nicht gerade wenigen Kritiker*innen zu Wort. 40 Jahre feministische Bevormundung, so könnte man die Haltung vieler jüngerer aber auch älterer Feminist*innen zusammenfassen. Ein feministischer Zwischenruf.

Toni Morrison und ein Zitat von ihr: "What I think the political correctness debate is really about is the power to be able to define. The definers want the power to name. And the defined are now taking that power away from them."
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Jetzt haben wir den Salat. Die Feminist*innen sind schuld, dass ein Frauenhasser ins Weiße Haus einziehen soll. Es sei die elende liberale Identitätspolitik aller Minderheiten und der Frauen, die allesamt eine entscheidende Gruppe vergessen habe: Den weißen Arbeiter. Und der kann ganz anders. Ein feministischer Zwischenruf.

Guerilla Girls
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Um nicht zu voreilig in den Chor der Trump-Verharmlosung einzustimmen, der queere Zwischenruf als Plädoyer für die Angst vor Rassismus und Neo-Faschismus. 

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Das Ehegattensplitting benachteiligt Frauen und zementiert die lang überholte Rolle des Einzelernährers. Doch auch wenn sich viele einig sind, das Ehegattensplitting abzuschaffen, so hält es sich doch Hartnäckig - als "Übergangsregelung". Ein feministischer Zwischenruf.

Menshcenmenge, Frau deutlich zu erkennen
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Trump kann sich nach neuen Vorwürfen der massiven sexuellen Belästigung nicht mehr darauf herausreden, er habe lediglich ein loses Mundwerk. Er könnte die Frauen, diese erstaunlich disparate Gruppe, gegen ihn einen. Doch werden Sie alle Hillary Clinton wählen? Ein feministischer Zwischenruf.

Schild mit "Stop Hate"
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Hate Speech, Hasskommentare, die Verrohung der Gesellschaft, Gewalt im Internet. All das ist an der Tagesordnung. Und was macht der Staat? Nichts. Zumindest bisher. Es besteht Handlungsbedarf. Dringend.

Plakat mit Aufschrift: §218 abschaffen
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Jedes Jahr im September zieht  der sogenannte Marsch für das Leben durch Berlin. Abtreibungsgegner*innen demonstrieren für ein veraltetes Familienbild und  das in ihren Worten „angebliche Menschenrecht auf Abtreibung“. Doch die Forderung nach Abschaffung des §218 ist wichtig für eine gleichberechtigte Gesellschaft.

Eine Nahaufnahme vom Bart des italienischen Faschisten Italo Balbo
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Hinter dem Bart werde das Gesicht bis zur Unkenntlichkeit versteckt, er sei Symbol patriarchalischer Unterdrückung und nicht vereinbar mit einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung - einige Bezirke in Berlin-Neukölln seien bereits fast vollständig in der Hand von Gesichtsbehaarten! Wie wäre es, wenn wir über Männer und Bärte so wie über muslimische Frauen und die Burka sprechen würden?

Frau im Nikab vor einer Wand in Regenbogenfarben
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In der Kopftuchdebatte war es schon auffällig, für die Burkadebatte gilt es in besonders hohem Maße: Die Hauptperson spricht nicht. Ein feministischer Zwischenruf.

Twerk 2 resist - aufgesprüht auf einer Mauer
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Die Wieder-Entdeckung queerer Blackness durch Niv Acostas Performance "Discotropic". Eine Performance, die Science Fiction, Disco, Astrophysik, queere Körper und schwarze Erfahrungen vermischt. KWEEK. Der queere Zwischenruf.

 

Regenbogenflagge vor dem Fernsehturm in Berlin
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Heterosexuelle sind homophob. Heterosexualität wird nicht von irgendeinem Gen an- und ausgeschaltet. Es ist ein kulturelles Konzept, das erst durch die Abwertung gleichgeschlechtlicher Liebe, Sex und Zuneigung entstanden ist. Ein feministischer Zwischenruf.

Asphalt-Druck "Pay"
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Die erstrittene Reform des §177 StGB ist das Resulat von Bündnispolitik über politische Differenzen hinweg. Ähnliche feministische Bündnisse braucht es auch für den Kampf gegen den Gender Pay Gap. Ein feministischer Zwischenruf.

Thermometer mit Minusgraden
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Die EU war bisher ein Motor für progressive Frauenpolitik. Doch dieser Motor stottert. Ein feministischer Zwischenruf.

Das in regenbogenfarben erleuchtete Brandenburger Tor in einem Handy-Display.
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Die Trauer um die Toten von Orlando zeigt, wie schwierig es ist, sich vor politischen Vereinnahmungen jenseits queerer Gefühlspolitiken zu schützen. Bleibt nur, dagegen anzulachen? KWEEK. Der queere Zwischenruf.

Toilettenaufschrift Männer
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Als mit Claudia Neumann am Samstag zum ersten Mal in der deutschen Fernsehgeschichte eine Frau ein Fußball-Länderspiel der Männer kommentierte, hatte die uralte Debatte über die Krise des Mannes auch die #Euro2016 erreicht. Doch die Erzählung vom Mann in der Krise hat einen gewaltigen Haken: Sie ist Unsinn. Ein feministischer Zwischenruf.

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Am 30. Mai 2016 fand zur Rechtsvereinfachung im SGB II eine Anhörung im Bundestag statt. Es ging u.a. um die Kürzungen in Alleinerziehendenhaushalten. Doch das trägt eher zu Konflikten in Familien, denn zu geplanten Vereinfachung bei. Ein feministischer Zwischenruf.

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Dieser Zwischenruf wird uns zu Beyoncé führen. Doch vorher wird es um Umweltverschmutzung, Isa Genzken, Michael Jackson und Prince gehen. KWEEK. Der queere Zwischenruf von Katrin Köppert.

stencil eines gehirns
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Auch die SZ druckt nun Hasstiraden gegen die Gender Studies. Eine Analyse der „Argumentations“figur. Ein feministischer Zwischenruf.

Mädchen auf Roller mir schwarzem Hijab
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Europa hat seinen nächsten migrantischen Sexismus-Skandal. Diesmal spielt er in Therwil, ein 10.000-Einwohner Städtchen im Umland von Basel. Zwei Schüler weigerten sich ihrer Lehrerin die Hand zu geben und nun sind die Kommentarspalten wieder gefüllt mit bedeutungsschwangeren Begriffen. Ein feministischer Zwischenruf.

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Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend plant eine Reform des Mutterschutzgesetzes. Es soll zeitgemäßer, verständlicher und europarechtlich auf den neuesten Stand gebracht werden. Doch geht es in dem Entwurf tatsächlich um die Mütter*?

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Dass es Frauen gibt, die ihre Mutterschaft bereuen, bewegt die Öffentlichkeit immer noch. Wo ein Muttermythos, da ein an den Rand gedrängter Vater. Regretting fatherhood – Fehlanzeige.

Ein fallender Roboter bei der DARPA Robotics Challenge 2015
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Wie wir als Queer-Feminist*innen im Galopp unserer Wut von Robotern lernen können, besser zu scheitern. Kweek. Der queere Zwischenruf.

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Over the past few weeks, I've been faced with the not so gentle reminder that mobbing is not a tool of a particular person, group or gender, but rather a signal of malcontent, inexperience and most prevalent Überforderung, whether individual or mass.

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Verschlüsselung is the key. Nicht Tech-Nick fragen, selber machen: Warum Feminist*innen sich nicht nur um Hate Speech kümmern (sollten), sondern auch um Datensicherheit. Ein Feministischer Zwischenruf.

Muslimische Männer sprechen sich, bei einer Demo 2013 in Dallas (Texas, USA), gegen Gewalt an Frauen aus: „Muslime sagen Ja zu Frauenrechten“.
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Was Sexisten aus dem Koran über Gleichberechtigung lernen können, erklärt Fabian Goldmann im aktuellen feministischen Zwischenruf.

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Kosten für die künstliche Befruchtung bekommen bisher nur verheiratete heterosexuelle Paare erstattet. Manuela Schwesig will dies ändern. Doch gleichgeschlechtlicher Paare und alleinstehende Frauen werden weiterhin benachteiligt. Ein feministischer Zwischenruf.

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Von Schweinen und Perversen, Menschen und Färsen: Der queere Zwischenruf als posthumanistische Pigtopie von Massentierhaltung und Nahrungsexzess.

ängstlich schauendes kind
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Die Aufgabe der Mitarbeitenden von Jugendämtern ist es, das Kindeswohl zu schützen. Die deutsche Abschiebepraxis macht dies aber unmöglich – und verstößt so gegen grundlegende Menschenrechte. Ein Zwischenruf.

schüssel voller gelber legoköpfe
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Feminismus ist gekommen um zu bleiben, daran ändert auch der antifeministische Backlash nichts. Ein feministischer Zwischenruf.

So, wie hier in Wiesbaden im September 2015, entstehen derzeit weiterhin zahlreiche Sammelunterkünfte in ganz Deutschland. Sie sind gut gemeint - aus geschlechtersensibler und intersektionaler Perspektive aber eine Katastrophe, da sie keine Schutzräume für besonders gefährdete Menschen vorsehen: vor allem Frauen, Kinder, LGBTI*
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Heide Oestreich über die Stimmlosigkeit vertriebener Frauen und warum sie nicht hinnehmbar ist.

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Die Diskussionen um Frank Plasbergs Sendung "Hart aber Fair" zeigen, dass die Angst vor dem "Alltagswahnsinn" Gender vor allem Ausdruck von Unwissen sind. Für Heide Oestereich geht es im Endeffekt um fortschrittliche oder konservative Politik. Die "Zeit" und das WDR haben sich in dieser Hinsicht klar positioniert.

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Beim Wandern in den Bergen gibt es oft eine Person, die vorwegschreitet und eine, die hinterherläuft. Nicht selten sind es Frauen, die mit rotem angestrengten Gesicht Männern den Berg hinauf folgen. Heide Oestreich fragt sich, ob das wirklich so sein muss.

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Tränen bringen nicht nur die Kanzlerin aus dem Konzept, sondern lassen ebenso Rufe nach mehr Empathie laut werden. Strukturell ändert das aber an der Situation von Geflüchteten nichts. Ein Zwischenruf von Urmila Goel.

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Rachel Dolezal ist die weiße Frau, die sich als Schwarze ausgegeben hat - durch Schminke, gefärbte Haare und erdachte Biographie. Doch ethnische Identität lässt sich nicht frei wählen, und eine vermeintliche Parallele zwischen Transsexualität und "Transracialism" zu ziehen ist ein gefährliches Missverständnis.

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sieht die Griechenlandkrise plötzlich ein bisschen anders aus.

Frauen in Griechenland sind besonders von der Krise betroffen. Arbeitslosigkeit und verfallende Renten haben mittlerweile nichts anderes als Hunger zur Folge.

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Rassismus und Diversität sind mittlerweile auch zum Thema im Fashion-Business geworden. Models of Color werden für einige Kollektionen lang zum It-Faktor. Aber ändert dies wirklich etwas am wahren Kräfteverhältnis der Gesellschaft?

Street Art: Feminism is for Lovers
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Die konservative "Welt" hat eine "Debattenreihe" zum Feminismus organisiert. Damit es richtig kontrovers wird, nimmt man erst mal den Mund ordentlich voll: "Die Feminismus-Debatte ist langweilig geworden. Wir wollen das mit Radikalpositionen verändern", schreibt die Redaktion. Wow!

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Sie bereuen ihre Mutterschaft. Regretting Motherhood, so heißt die Studie, die vor allem den weiblichen Teil der Gesellschaft in Wallung bringt. 23 israelische Frauen haben der Soziologin Orna Donath erzählt, dass sie zwar nicht ihre Kinder hassen, aber das gesamte Konzept Mutterschaft.

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Am Ende hat man es doch über: Die konservativ-christliche Publizistin Birgit Kelle zieht erneut gegen "Gender Gaga" zu Felde - und die Pointen in ihrem neuen Buch gleichen sich dann doch sehr.

mann in stein gemeißelt
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Das neue Gleichstellungsgesetz für den Bund, das zugleich mit der Frauenquote für die Wirtschaft verabschiedet wird, bringt die auf die Palme, denen es doch eigentlich nützen soll: Die Gleichstellungsbeauftragten.

Pegida-Demo
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Die schweigende – in letzter Zeit aber sehr laute - Mehrheit, die findet, der Islam passe nicht zu Deutschland, will immer auch im Namen der Emanzipation der Frau sprechen. Doch es zeigt sich schnell: bei Pegida steht nicht die Emanzipation der Frauen auf den Fahnen, sondern deren Diskriminierung.

Ponys in Regenbogenfarben
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Mit den Kindern zu Oma, mit Oma und Kindern zur Tante, mit Kindern ohne Papa zu den Frankfurtern. Hauptsache, am 24. glänzen Kinderaugen unterm Weihnachtsbaum. Weihnachten ist Familienzeit, und die Kinderlosen stehen leicht fassungslos neben den Logistikmarathons ihrer Freundinnen und Freunde.

Feminismen sind vielfältig und streitbar. Heide Oestreich freut sich auf die Auseinandersetzungen
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Heide Oestreich hat sich die Netzaktivitäten der Emma genauer angeschaut: und freut sich über streibare Feminismen und streitende Feminist*innen.

Mann udn Frau in Businesskleidung auf einer Rolltreppe, auf dem Weg nach oben.
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Kaum droht ein Mini-Quötchen für  Aufsichtsräte in 120 Unternehmen in Deutschland, wittern auch die Medien, so etwa Wirtschaftswoche und Focus, den Untergang des Mannes. Auch die Wochenzeitung "Zeit" schloss sich an, als sie kürzlich "Die Wut der Männer" auf den Titel hob.

Familie mit drei Kindern
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Es war die Stunde der AfD. Diese seltsam schwammige Partei, die irgendwie rechts ist, ist in zwei weitere Landtage eingezogen. Ob sie sich damit wirklich etabliert oder den Weg vieler bisheriger Protestparteien gehen wird ist weiterhin fraglich.

Wer braucht Feminismus? - Die Grünen nicht (mehr), so scheint's
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"Die Grünen wollen keine feministische Partei mehr sein" - kommentiert Heide Oestreich Katrin Göring-Eckhardts Äußerungen zum Ehegattensplitting in einem Artikel der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.) - ein feministischer Zwischenruf

Türkische Frau vor Brautkleid im Schaufenster
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Die Bundesrepublik hat vor den Zuzug von Ehegatten aus der Türkei einen Sprachtest installiert. „Importbräute“ und -bräutigame sollen in der Heimat Deutsch lernen, damit sie in Deutschland nicht so isoliert sind. Der EuGH hat diese Regelung nun gekippt.

Internationales Protokoll zur Dokumentation und Untersuchung sexualisierter Gewalt in Konflikten
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Heide Oestreich fragt sich, was der wichtigste Maßnahmenkatalog des gerade zu Ende gegangenen Londoner Weltgipfels gegen sexualisierte Gewalt in Konflikten für einen Gebrauchswert hat.

Graffitti: "Use less stereotypes"
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Jungs blau, Mädchen rosa. Jungs toben draußen, Mädchen schwätzen drinnen. Und so fort. Geschlechterklischees. Die Gender Mainstreaming eigentlich abbauen will. Eigentlich.

Euro-Sterne Stencil auf dme Fußboden
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Im Moment ist es noch zum schmunzeln: Die Jugendorgansisation (JA) der Alternative für Deutschland (AfD) macht auf Facebook mit antifeministischen Parolen im Europawahlkampf von sich reden.

Gewitter
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Eine neue Gardinenpredigt ist erschienen, für aktuell unter 20 Euro kann mensch sie im Buchhandel erstehen, und sie arbeitet sich an fast allen Syndromen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit ab: Eine Werbeschrift unter anderem für Rassismus, Homophobie und Sexismus hat Akif Pirinçci mit „Deutschland von Sinnen“ gepinselt.

Text: Keine Idee heute
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 - Offenbar eine Vereinigung zur Abwehr des Feminismus werden. Was will das Weib? Das fragte sich nicht nur weiland Sigmund Freud, nein, auch die Wochenzeitung Zeit stellt die Frage erneut zum Internationalen Frauentag – und ist in den vergangenen hundert Jahren offenbar nicht schlauer geworden ist.

Packung mit der Pille danach
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Die meisten europäischen Länder trauen den Frauen den Umgang mit einer rezeptfreien „Pille danach“ durchaus zu. Nur Italien und Polen haben neben Deutschland noch eine Rezeptpflicht.

Ursual von der Leyen bei ihrem Besuch (23.12.2013) der Bundeswehr im Camp Marmal nahe Mazar-i Sharif (Afghanistan)
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Befehlshaberin der Herzen. Mutter der Kompanie. Kaum war die Personalie von der Leyen als Verteidigungsministerin entschieden, klebten die ersten Kitsch-Etiketten. Von einer Frau in diesem Amt können noch ganz andere Dinge erwartet werden.

Gebirge
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Die Landschaft unserer Geschlechterpolitik ist von großen Klüften durchzogen. Die SPD hat sich über die Wanderrouten in dieser Landschaft viele Gedanken gemacht.

"Nur Recht kann Unrecht stoppen" gedruckt auf einem roten Regenschirm, dem internationalem Symbol der Sexarbeiter*innen.
von

Warum Alice Schwarzers Kampagne gegen Prostitution so gut funktioniert. Alice Schwarzer hat sich schon vor langer Zeit entschieden: Prostitution ist schlecht. Und das bringt sie in einer Art Kaskadenmodell unter die Leute.

 

Handabdrücke von Kindern.
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Dieser Abschied fällt nicht schwer. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hat noch in der Wahlnacht bekannt gegeben, dass sie für ein weiteres Ministeramt nicht mehr zur Verfügung steht. Und dies mit einem Abschiedsinterview im Spiegel garniert. Selten kam sie so sympathisch rüber wie in diesem Interview, in dem sie sich als Mutter im Doppelstress zwischen Familie und Beruf beschreibt. Und doch hätte man sich von der Frauenministerin etwas ganz anderes gewünscht.

I love feminism
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"Danke, emanzipiert sind wir selber", so heißt das Buch, das unsere Frauenministerin Kristina Schröder in ihrer Amtszeit schrieb. Frauen bräuchten keine Nachhilfe mehr, meinte sie. Sie seien schlau und fit genug, um ohne die olle Frauenpolitik über die Runden zu kommen. Dass eine amtierende Ministerin ihr Arbeitsgebiet für überflüssig erklärt, ist so oft auch noch nicht vorgekommen.

Angela Merkel
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Mehr als die Hälfte der Deutschen wollen Angela Merkel als Kanzlerin behalten. Und, besonders schockierend: fast die Hälfte der Grünen-Wähler*Innen sprechen sich ebenfalls für die weitere Kanzlerschaft der CDU-Chefin aus.

 

Kristina Schröder
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Nein, es war nicht alles schlecht bei Familienministerin Kristina Schröder. Und damit wir das auch nicht vergessen, schickt ihr Pressesprecher nun zum voraussichtlichen Ende der Amtszeit der CDU-Politikerin vorsorglich Listen herum, auf denen die „Meilensteine“ der Schröderschen Legislaturperiode vermerkt sind.

Barack Obama
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Als Obama vergangene Woche in Berlin war, war es die taz-Wahrheitsseite, die sich in Humor versuchte: Sie druckten – selbstredend in höherer, in satirischer Absicht - eine „Rede“ Obamas ab, die aus Roberto Blanco-Zitaten bestand. Das Bild dazu: ein Porträt von Roberto Blanco.

Vorlesung in der Universität
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Die Feminazis haben zugeschlagen. In einer altehrwürdigen Institution des deutschen Geistes. Sogar die Süddeutsche Zeitung spricht von einem „autoritären Umerziehungsprogramm“, das hinter der Entscheidung stecke.

Femenaktivistin Alexandra Shevchenko
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Am Donnerstag, dem 30.5., soll der Prozess gegen Amina Tyler stattfinden; zuletzt hatte sie im tunesischen Kairoun das Wort Femen auf eine Mauer geschrieben und wurde festgenommen. Ihr drohen etliche Monate, evt. sogar zwei Jahre Haft.

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Professionell. Gut frisiert, frisch gefärbt, seriöses Outfit, ein Auftritt als sei sie die Staatsanwältin und nicht die Angeklagte. Beate Zschäpe schafft es immer wieder, die Beobachter*innen ins Stauen zu versetzen. Langsam hatte man sich an den Gedanken gewöhnt, dass diese Frau sich mühelos in zwei Rollen bewegen konnte: Die Mörderbraut und die liebe Liese, die Katzen füttert und mit den Nachbarn tratscht.

Grünes Licht für die Frauenquote – ab 2020
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Vergangene Woche gab es ein ziemliches Tohuwabohu um die Frauen in der CDU, insbesondere wegen der Quote. Für das normale Wahlvolk waren die Konfliktlinien nicht sofort ersichtlich. Ein Gesetz zur Frauenquote wurde doch abgeschmettert, nein? Sogar von der Leyen hatte mit ihrer Partei gegen die Quote gestimmt, insofern hat sie ihr eigenes Projekt verraten – richtig?

Demonstration in Moskau
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Jetzt ists passiert. Die barbusigen „Sextremistinnen“ von Femen haben die Musliminnen gegen sich aufgebracht. Erstaunlich ist das nicht, denn Differenzierung ist nicht die Stärke der Agitprop-Feministinnen rund um die ukrainische Kerngruppe von Inna Schewtschenko.

Schweinemast
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Wenn Säue in industriellen Ställen "abferkeln" dienen sie nur als Produzentinnen. Ihre Körper werden auf brutale Weise verdinglicht industrialisiert. Hier lässt sich eine Parallele ziehen zwischen der Ausbeutung und Verdinglichung von weiblichen Körpern bei Mensch und Tier.

Finalistinnen GNTM
von

Nun stöckeln sie wieder. 25 Mädchen auf der Suche nach dem Glück. Sophie und Jacqueline, Anna Maria und Lovelyn. Sie kommen aus Billerbeck und Lüdenscheid, aus der Bäckerei, dem Kirchenchor, der Schule und dem Hühnerstall.

Fragezeichen
von

Das Jahr ist noch keine zwei Monate alt, und die Öffentlichkeit hat schon zwei Mal über Sexismus diskutiert. Was sie sonst nie tut. Jetzt ließ sie sich dazu bewegen durch eine Gruppenvergewaltigung in Indien und durch Brüderles busenfixierte Sprüche in Hotelbar und Kuhstall.

Sexismus Bekämpfen
von

In der Sexismus-Debatte wurde um vieles gerungen, vor allem aber um die Deutungshoheit. Eine der grundlegenden Fragen dabei: Leben wir noch im Patriarchat?

Erfinden wir unsere eigenen Herstories
von

Seit über drei Wochen wird in Zeitungen und Internet darüber gestritten, ob man in einem über 50 Jahre alten Kinderbuch das rassistische Wort „Neger“ gegen ein passenderes austauschen darf. Es ist wohl nicht zu viel verlangt, dass ein afrodeutscher Vater seinem Kind zum Einschlafen ein Buch vorlesen können muss, ohne gleich einen Vortrag über Diskriminierung mitzuliefern.

Plakat  - "Blame Rapists for Rape not Women" - "Beschuldigt Vergewaltiger für Vergewaltigung - nicht Frauen"
von

In Indien sind die Leute aufgewacht. Nach der brutalen Vergewaltigung einer Studentin im Dezember protestierten sie lautstark gegen den Staat, der Vergewaltiger schützt und das Opfer im Stich lässt. Sie protestierten auch gegen etwas, das man „rape culture“ nennt: Eine Kultur, die Vergewaltigungen bagatellisiert und die Täter schützt.

Babystrumpf
von

Ja, unsere Geburtenrate von 1,39 ist niedrig, das wussten wir. Aber andere sind noch niedriger – wir sind also irgendwo in der unteren Gruppe, mit Lettland und Italien, da kommt noch keine Panik auf. Aber was nicht so klar war: Weltweit sind wir sogar das Land, in dem die meisten Frauen dauerhaft kinderlos bleiben. Und das sitzt.

 

"Man kann nur die Ärmel hochkrempeln und sich an die Arbeit machen."
von

Abgrenzen von Alice Schwarzer ist zum Lieblingssport der Nachgeborenen geworden. Pünktlich zum 70. Geburtstag hagelt es Kritik zu ihrem Lebenswerk. Aber ist Alice Schwarzer heute wirklich so unbeliebt?

Peer Steinbrück
von

Da stehen die Frauen und staunen: Eine der beiden „Volksparteien“ wird uns nach 2013 auf jeden Fall regieren, vielleicht auch beide zusammen. Aber was sie der weiblichen Hälfte ihrer Wähler_innenschaft zu bieten haben, ist erstaunlich. Erstaunlich dürftig.

von

Sie haben dem Feminismus im Netz ein Zuhause gegeben: Den Gemeinschaftsblog „Mädchenmannschaft“, preisgekrönt und immer frisch, gibt es nun schon fünf Jahre. Vor kurzem aber zog sich auch noch die letzte Gründerin zurück, die „Mannschaft“ ist komplett ausgetauscht.

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Feministisches Gipfeltreffen
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Berlin
29. Sep
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Debatte

Aktuelle politische Debatten feministisch betrachtet.

Dossier

Zur Fußball-WM der Frauen waren wir mit am Ball und erkundeten die Fußballkultur der teilnehmenden Länder: Was kosten Eintritt und Stadion-Wurst? Wie viele Fans gibt es in Rio, Abuja und London? Wer hat das Zeug zur Torschützenkönigin? Gleichzeitig schauten wir auch über den Stadionrand hinaus und fragen: Wo birgt der Fußball Potenzial für gesellschaftliche Veränderungen? Wie wird Fußball für Frauen ein Emanzipationskick? Wir gingen auf Tour in die WM-Austragungsorte und luden ein in die Böll-Arena.

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Dossier

Queer, feministisch und stolz darauf" - so präsentiert sich die AG Gender des Studienwerks der Heinrich-Böll-Stiftung.